Jan 162014
 
Konzertzither von Andreas Schillinger, Surberg

Konzertpsalterzither von Andreas Schillinger, Surberg

Die Zither hat ihren ganz besonderen Reiz. Ein Spezialist und “Zither-Fuchs” ist unser Freund Andreas Schillinger aus Surberg. Nicht nur, dass er selbst seit 26 Jahren ausgezeichnet Zither spielt, sondern er baut und repariert auch Zithern. Von der Konzertzither über die Salzburger Zither bis hin zur Harfenzither und Basszither. Ich möchte ihn an dieser Stelle vorstellen und Euch einige interessante Informationen zur Zither geben.

Andreas Schillinger hat von 2005 bis 2007 bei Andreas Spohn in Surberg Instrumentenbau gelernt. Er ist spezialisiert auf Gitarre und Zither. Die Berufsschule absolvierte er in Mittenwald und seine Gesellenprüfung bestand er mit Note 1.

Das Foto zeigt sein Gesellenstück, die Konzertpsalterzither welche er natürlich selbst spielt. Diese Form von Zithern ist eine ganz eigene Verbindung der kastenartigen Psalterform mit der Salzburger Form. Durch den grösseren Resonanzkörper der Psalterform ergibt sich ein ausgeprägter, schöner und warmer Klang, der seinesgleichen sucht.

Was man vor allem braucht als Instrumentenbauer ist Ruhe, sagt der Andreas. “Da geht nix mit nebenbei telefonieren”, denn ein kleiner Fehler und die Arbeit von Tagen, ja Wochen wäre umsonst. Und je weiter so ein Instrument gedeiht, desto spannender wird es natürlich für den Instrumentenbauer, denn ein Fehler am Anfang der Arbeit wäre natürlich weitaus weniger schlimm, als einer kurz vor der Vollendung.

500 kg Spannung muss so eine Zither aushalten (eine halbe Tonne!!!), da ist es schon wichtig, daß einer sein Handwerk beherrscht und weiß, was er zu tun hat. Von der Auswahl der Tonhölzer (am besten eignen sich Ahorn und Fichte) bis hin zum Einbau der Mechanik.

Geduld und Bezug zur Musik braucht so ein Instrumentenbauer, aber damit ist es natürlich nicht getan, denn ein ästhetisches Empfinden, ein gutes Auge und vor allem Ohr, eine sichere Hand und viele weitere Eigenschaften.

 

Andreas Schillinger beim Abklopfen einer Gitarrendecke

Andreas Schillinger beim Abklopfen einer Gitarrendecke

“Am liebsten nehme ich für meine Tonhölzer Material aus unserer Gegend,” sagt mir der Andreas. Gleichmässige Jahresringe, dabei möglichst dicht und eng (die entstehen wenn ein Holz langsam wächst) sollte so ein Tonholz haben. Astfrei muss es natürlich sein und von geradem Wuchs, wenn es gespalten wird. Und wenn man dann ein gutes Tonholz gefunden hat, dann muss es über Jahre sachgerecht gelagert werden. So baut sich der Andreas einen wertvollen Lagerbestand an Hölzern auf, aus denen er gemeinsam mit seinen Kunden gegebenenfalls das passende wählen kann.

Daß so eine Zither nicht billig sein kann, das kann sich jeder vorstellen. Aber wenn man all die Zeit, das wertvolle Material und die Erfahrung, die in so einem Instrument steckt bedenkt, dann ist das Preis – Leistungsverhältnis absolut in Ordnung. Wer also auf der Suche nach einer qualitativ hochwertigen Zither ist, der ist beim Andreas Schillinger an der richtigen Adresse. Er baut Einzelstücke, die sich sehen und vor allem hören lassen können.

Aber selbstverstänlich restauriert und überholt er auch Zithern, richtet Griffbretter ab (unter anderem auch meine Gitarre) und auch mit Hackbrettern weiß der Schillinger Andreas umzugehen.

Wer neugierig geworden ist:

Der Andreas zeigt Euch gerne seine Werkstatt und unterhält sich mit Euch. Einfach mal anrufen und einen Termin vereinbaren.

www.gitarrenbau-schillinger.de

 16. Januar 2014  No Responses »