Jun 142012
 

Viel weiss ich ja nicht über den Kiem Pauli, ausser dass er mit dem Radl so um 1930 im südlichen Oberbayern und teils auch in Tirol unterwegs war, um Lieder zu sammeln. Die hat er sich vorsingen lassen und dann aufgeschrieben. Später hat er sie dann veröffentlicht in seinem Liederbuch. Und an diesem Liederbuch kommst du halt einfach nicht vorbei als singender Oberbayer. Viele, -nicht alle-, der Wirtshausgsangl, die wir “kesslfligga” im Repertoire haben, stehen auch in Pauli seinem Liederbuch. Manche davon haben wir direkt aus dem Buch entnommen, andere haben wir irgendwo aufgeschnappt, um dann irgendwann festzustellen: “Hoppala, hätt ma moi ins Biachi g’schaut: Der Pauli hat’s aa drin…”.

Was er noch gemacht hat, der Pauli? Ein Preissingen hat er ausgeschrieben, da sind dann die Leut zu ihm gekommen und dabei hat er die Texte und Melodien der Lieder aufgeschrieben und für uns erhalten. Ideen muss man halt haben, so a Hund, a varreckter!

So hat uns der Kiem Pauli einen wahren Schatz hinterlassen und dafür bin ich ihm dankbar und möchte ihm meinen Respekt erweisen.

Wie?
Ganz einfach, wir setzen uns aufs Radl, fahren ab sofort kreuz und quer durch Oberbayern und singen und sammeln, ganz wie der Kiem-Pauli. Bloss nicht mit Papier, Bleistift und Zither, sondern mit IPad, Kamera und Gitarre und weil wir nicht der Kiem-Pauli sind nennen wir das Ganze “kesslfligga-Radeln – wir reparieren Bayern”. Was dabei rauskommt? Es wird spannend. Zeigen werden wir unsere Ergebnisse der Öffentlichkeit auf jeden Fall. Wo und wie, das steht noch nicht ganz fest…

Jochen Nistler
14. Juni 2012

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