Aug 052011
 
Wurzen

Die Wurzenoim – Ein heisser Tanz

Wurzenoim Tittmoning 2011 85
Franz, der Wurzensenn (Bettina Nistler) tanzt mit der Zenzi (Manuela Pink) einen heissen Tango

Auf einen heißen Tanz begeben sich die „kesslfligga“ Bettina und Jochen Nistler zusammen mit 11 befreundeten Laienschauspielern und Musikern, wenn sie diesen Sommer mit ihrem Mundart Musical „Wurzenoim“ unter Regie von Angie Fischer in Tittmoning und Inzell sind. Einzigartig ist dabei die Kombination aus Bauertheater und moderner Musik. Kaum vorstellbar, dass z.B. Altöttinger Wetterkerzen und Musik von Jimi Hendrix, Palmkätzchen und Tango, eine Heiligenlitanei und Louis Armstrong, ein Mord und eine Mordsgaudi in einem einzigen Stück vereint werden können. In der „Wurzenoim“ ist all das und noch vieles mehr perfekt verarbeitet und unter einen Hut gebracht worden.

 Respektlos durch alle Musikstile

Wurzenoim Band 2010
Sepp Heinz – Gitarre, Jochen Nistler – Gitarre und Gesang, Irmi Seehuber – Gesang, Wolfgang Gruen -Akkordeon und Bass, Joerg von Vietinghoff – Bass und Mandoline, nicht auf den Bild Andrusch Jung – Schlagzeug und Markus Gromes – Ziach

Die sechsköpfige Band bewegt sich respektlos quer durch alle Stilrichtungen. So wurden die Eigenkompositionen von Jochen Nistler mit Stücken von z.B. Jimi Hendrix, Bob Dylan, Udo Jürgens oder Louis Armstrong gemischt. Das Lied „Der Breiss“ wird zuerst volksmusikartig vorgestellt, um dann in der Reprise zum Country-Song zu mutieren. Auch ein klassisches Tangomotiv ist ins Stück eingearbeitet und wird gespielt auf dem Akkordeon von Wolfgang Grün. Alle Lieder haben bairische Texte, die exakt auf die Handlung abgestimmt sind. Dabei versteht es der Autor, die scheinbar unüberwindlichen Gegensätze Bauerntheater, Brauchtum und moderne fetzige Musik in auf den Punkt gebrachter Übertreibung zu vereinen und zu einem Musical wie aus einem Guss zu verarbeiten.

Dramatische Handlung, packende Szenen

Wurzenoim, kesslfligga
Bauer und “Breiss” werden handgreiflich

Die Handlung ist schnell erzählt: Der neugierige, klischeehaft dargestellte „Breisse“ Carsten Schröder (Peter Stinauer, Ruhpolding) steigt auf die Alm und trifft dort auf den faulen, abergläubischen Senn Franz (Bettina Nistler, Vachendorf). Der autoritäre Bauer (Werner Gromes, Petting) kommt dazu, um nach dem Rechten zu sehen. Ein Unwetter zieht auf und Franz, der Wurzensenn schüttelt alle möglichen Bräuche aus dem Ärmel, um die mutmaßliche „Wedahex“ zu vertreiben. Betrunken und aufgestachelt durch die schöne, junge, verschlagene Magd Zenzi = später Wetterhexe (Manuela Pink, Ruhpolding) ermorden sich Bauer und Breisse gegenseitig. Nur der in seiner bayrischen Identität tief verwurzelte Senn überlebt dank seines naiven Vertrauens in die alten Bräuche. Diese ins Musical eingebundenen Bräuche wurden detailliert recherchiert. Es handelt sich um echtes, teilweise in Vergessenheit geratenes regionales Brauchtum aus der Chiemgauer Region rund um’s Wetter und die „Wedahex“.

Ein weiteres Highlight sind die witzigen Regieeinfälle. Der „Techniker“ (Franz Zehetmair) bricht immer wieder flockig und zu den unpassendsten Momenten die Handlung durch fast schon absurd anmutende Gags. Was für „Cats“ die Kostüme und für „Starlight Express“ die Rollschuhe sind, das ist für die „Wurzenoim“ das explodierende Feuerwerk an Witz, Humor und Gegensätzen. Und das alles in Bairisch…

Die Rollen und ihre Darsteller

Termine und Kartenvorverkauf

Termine und Kartenvorverkauf 

Aug 132011
 

 

Leider mussten wir das Lied aus dem Liederbuch und unserem Repertoire nehmen, weil sich der Urheber bei uns gemeldet hat. Das Lied ist durch die GEMA geschützt und kann deshalb nicht frei verwendet werden. Schade, wir haben es gerne gesungen, macht aber auch nix, es gibt ja viele andere lustige Lieder

 

 

 

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Aug 122011
 

Beginn 19:00 Uhr in der holzbeheizten Schneckenbachstube

Einlass 18:00 Uhr

Karten: 08663/639

www.holzknechtmuseum.com

Wie jedes Jahr seit unserer Premiere 2004 freuen wir uns besonders auf diesen Auftritt

Veranstaltung ist ausverkauft

Aug 102011
 
Plakat

Die G’schicht vom Brandner Kasper
Den Tod erleben

Wer kennt sie nicht, die G’schicht vom Brandner Kasper? Es gibt wohl kaum eine bayrische Theaterbühne, die das Stück nicht schon gespielt hätte, aber zum Kultstatus aufgestiegen ist Franz von Kobell’s Geschichte wohl durch die alljährlichen Fernsehausstrahlungen um Allerheiligen.

Die Originalfassung der Geschichte um den Brandner, den Boanlkramer und den legendären Kersch’ngeist, die Ritter Franz von Kobell im Jahr 1871 in kerniger, echter Mundart schrieb, ist jedoch praktisch nie zu hören. Bettina und Jochen Nistler, die beiden „kesslfligga“ aus Vachendorf im Chiemgau tragen genau dieses Kleinod der Mundartdichtung wortgetreu im Originaltextlaut vor. Die Art und Weise der Inszenierung ist hingegen neu und außergewöhnlich.

Zu zweit stellen die beiden in einer einzigartigen Umsetzung insgesamt sechs verschiedene Rollen dar, nämlich Brandner Kasper, Diandl und Erzähler (Bettina Nistler) und Boanlkramer, Petrus und Erzähler (Jochen Nistler). So lassen die „kesslfligga“ in sparsamer Kulisse, die der Phantasie des Zuschauers viel Raum lässt, die Geschichte lebendig werden. So wird aus dem tief in der bayrischen Seele verwurzelten Dauerbrenner ein  Stück, das ohne jeglichen Kitsch auskommt.

Ergänzt und weiterentwickelt wird die Geschichte in zehn Liedern von Jochen Nistler, in denen die Szenen aufgegriffen und schlaglichtartig erhellt werden. Mit Gefühl, hintersinnigem Humor und deutlichen Worten wird das Publikum zum Teil persönlich angesprochen und in die Geschichte mit hineinverwoben. Die Zuschauer können sich der Geschichte nicht entziehen, weil in den Liedern immer wieder Brückenschläge zur Erfahrung der Zuschauer im Jetzt und Heute gemacht werden. Begleitet sind die Lieder nur von der akustischen Gitarre, Maultrommel und einer Sense als Perkussivinstrument.

Der Tod ist halt auch nur ein Mensch.

Info- und PR Material für Presse und Veranstalter

Pressefotos (300 dpi)
 
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Pressefoto 2
Pressefoto 3
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Pressemitteilung (word.doc)

Pressemitteilung lang
 
Flyer mit Info zum Stück, zu Franz von Kobell und zu de “kesslfligga”
(PDF Datei, DIN A lang, sechsseitig, Auflösung und Farbprofil für Druckereien geeignet)

Flyer ohne Beschnittzugabe
Flyer mit 1 mm Beschnittzugabe