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	<title>Allgemein &#8211; kesslfligga</title>
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	<description>kunst und kultur</description>
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	<title>Allgemein &#8211; kesslfligga</title>
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		<title>06 Dackel</title>
		<link>https://www.kesslfligga.de/06-dackel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[joki]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Dec 2025 10:18:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[und jetzt?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>[Der Raum wird weiter. Schritte entfernen sich. Eine Tür schließt sich sanft. Stimmen klingen aus. Soleil kommt mit einem Tablett. Tassen klirren leise, Gläser, ein Löffel. Sie bleibt am Tisch stehen.]</p>



<p><strong>Soleil</strong> (lächelnd):<br>Ah. Jetzt schläfst du.</p>



<p>[Der Dackel sitzt auf dem Stuhl, zusammengerollt, Atem ruhig und gleichmäßig.]</p>



<p><strong>Soleil:</strong><br>Das hat dir gutgetan. Frieden wirkt offenbar deutlicher als Worte.</p>



<p>[Sie nimmt eine Tasse nach der anderen vom Tisch.]</p>



<p><strong>Soleil:</strong><br>So unterschiedlich sie waren. So leidenschaftlich sie argumentieren. So überzeugt von ihren eigenen Wegen.</p>



<p>[Kurze Pause. Der Raum atmet.]</p>



<p><strong>Soleil:</strong><br>Und doch sind sie mit Achtung auseinandergegangen. Ohne Sieger. Ohne Verlierer. Mit Wärme.</p>



<p>[Sie stellt das Tablett ab, bleibt stehen, blickt in den Raum.]</p>



<p><strong>Soleil:</strong><br>Ich mag das. Wenn Menschen sich an einen Tisch setzen und einander Platz lassen. Wenn Meinungen nebeneinander stehen dürfen. Wenn Zuhören geschieht und nicht überzeugt werden muss.</p>



<p>[Sie schaut kurz zum Dackel.]</p>



<p><strong>Soleil:</strong><br>Dann wird selbst ein Hund müde vor Ruhe.</p>



<p>[Ein kleines Lächeln.]</p>



<p><strong>Soleil (zum Zuhörer):</strong><br>Vielleicht braucht es dafür ja auch gar kein besonderes Café. Vielleicht genügt ein Tisch. Eine Tasse. Und die Bereitschaft, höflich zu bleiben.</p>



<p>[Sie hebt leicht die Schultern.]</p>



<p><strong>Soleil:</strong><br>Manchmal wird aus jedem Café ein metaphysisches. Ganz von selbst. Durch Respekt. Durch Neugier. Und durch das Einlassen auf Unterschiede.</p>



<p>[Der Dackel schnauft leise im Schlaf.]</p>



<p><strong>Soleil:</strong><br>Das ist ein Angebot an Euch. Mehr nicht.</p>



<p>[Sie nimmt das Tablett, geht ein paar Schritte.]</p>



<p><strong>Soleil:</strong><br>Das Cafe hat geöffnet. Tag und Nacht.</p>



<p>[Licht. Atem. Ruhe.]</p>



<p>[Offen. Ende]</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>05 Dackel</title>
		<link>https://www.kesslfligga.de/05-dackel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[joki]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Dec 2025 10:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Don Camillo]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>[Das Café ist voll Leben. Stimmen, Gelächter, Geschirr. Eine Tür fliegt auf, deutlich zu schwungvoll.]</p>



<p><strong>Don Camillo:</strong><br>Herr! Wenn das hier mal kein Sammelbecken für verschrobene Grübler ist, dann weiß ich es auch nicht.</p>



<p>[Er bleibt stehen. Schnaufen bodennah.]</p>



<p><strong>Don Camillo </strong>(sofort weich):<br>Na schau einer an. Du schon wieder.</p>



<p>[Er kniet sich hin, tätschelt dem Dackel den Rücken.]</p>



<p><strong>Don Camillo:</strong><br>Du hast es gut. Keine Meinung, kein Dogma, nur Bauch und Boden.</p>



<p>[Er steht ruckartig auf.]</p>



<p><strong>Don Camillo:</strong><br>Grüß Gott miteinander.</p>



<p><strong>Soleil</strong> (lächelnd, ruhig)<br>Don Camillo. Zweifacher Espresso. Prego.</p>



<p>[Die Tasse wird abgestellt. Ein sattes, klares Geräusch.]</p>



<p><em>Don Camillo</em> (grummelt, aber nicht unfreundlich)<br>Danke, Soleil. Du weißt, was man braucht, bevor man es sagt.</p>



<p><strong>Soleil</strong><br>Ich sehe nur genau hin.<br>[Sie geht wieder. Raum.]</p>



<p><strong>Bohr (trocken):</strong><br>Ihre Ankunft besitzt statistische Signifikanz.</p>



<p><strong>Don Camillo:</strong><br>Ich wusste es. Wissenschaftler merken so was sofort.</p>



<p><strong>Schrödinger</strong> (schmunzelt):<br>Der Raum hat kaum Zeit zu reagieren.</p>



<p><strong>Don Camillo</strong> (setzt sich, Stuhl kracht):<br>So. Jetzt sagt mir bitte mal einer, warum ihr um diesen Hund da herumredet, als wäre er ein philosophisches Problem.</p>



<p>[Der Dackel legt sich demonstrativ quer.]</p>



<p><strong>Don Camillo</strong>:<br>Herr, der blockiert Fluchtwege.</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Er nimmt einen Platz ein. Das lässt sich feststellen.</p>



<p><strong>Don Camillo </strong>(nickt):<br>Sauber. Das ist ehrlich.</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Und zugleich öffnet er Möglichkeiten.</p>



<p><strong>Don Camillo</strong> (fährt herum):<br>Da! Schon wieder!</p>



<p>[Er springt halb auf.]</p>



<p><strong>Don Camillo</strong>:<br>Immer diese Möglichkeiten. Wissen Sie, Professor, bei mir im Dorf endet so was regelmäßig in Schlägerei.</p>



<p><strong>Schrödinger</strong>:<br>Das spricht nun eher gegen Ihr Dorf.</p>



<p><strong>Don Camillo</strong>:<br>Oder für klare Verhältnisse!</p>



<p>[Er dreht sich halb ab.]</p>



<p><strong>Don Camillo</strong> (nach innen):<br>Herr, gib mir Geduld. Oder Kraft. Am besten beides.</p>



<p><strong>Vatanen</strong> (ruhig):<br>Bei uns in Finnland ist es stiller. Wenn einer Unsinn redet, schweigt man ihn an. Drei Wochen.</p>



<p><strong>Don Camillo</strong>:<br>Drei Wochen? Der wäre bei uns schon dreimal begraben.</p>



<p><strong>Bohr</strong> (trocken lächelnd):<br>Unterschiedliche Methoden, gleiche Absicht.</p>



<p><strong>Don Camillo</strong> (zeigt auf Schrödinger):<br>Sehen Sie, mit Ihnen habe ich ein Problem. Sie mischen sich ein. Sie sagen dem Menschen, er soll selbst entscheiden, was gut und böse ist.</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Ich traue ihm das zu.</p>



<p><strong>Don Camillo:</strong><br>Ich auch! Aber nicht ohne Kompass!</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Und ich sage: Der Kompass wächst im Menschen.</p>



<p><strong>Don Camillo:</strong><br>Herr, hörst du das? Wachstum ohne Gärtner.</p>



<p>[Der Dackel niest leise.]</p>



<p><strong>Don Camillo:</strong><br>Gesundheit.</p>



<p><strong>Bohr</strong> (leicht amüsiert):<br>Ich halte fest: Der Hund äußert sich nur bei Bedarf.</p>



<p><strong>Vatanen:</strong><br>Wie Zeuge im Verhör. Redet nur, wenn es wichtig ist.</p>



<p><strong>Don Camillo</strong> (lacht kurz, dann ernst):<br>Kirche ist dafür da, Verantwortung zu benennen. Nicht alles offen zu lassen. Menschen wollen wissen, wo es langgeht.</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Und ich sage: Zu viel Richtung nimmt Luft.</p>



<p><strong>Don Camillo:</strong><br>Zu wenig Richtung nimmt Halt!</p>



<p>[Er beugt sich vor, hitzig.]</p>



<p><strong>Don Camillo:</strong><br>Herr, manchmal möchte ich ihn schütteln.</p>



<p>[Er stoppt, schaut den Dackel an.]</p>



<p><strong>Don Camillo:</strong><br>Aber den nicht.</p>



<p><strong>Vatanen</strong> (beobachtend):<br>Hund ist schön. Bei uns sagt man: Was schön ist, macht langsam.</p>



<p>[Alle schauen den Dackel an. Er liegt ausgestreckt, zufrieden.]</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Ich registriere: Die Diskussion verlangsamt sich.</p>



<p><strong>Schrödinger </strong>(leiser):<br>Dem widerspreche ich nicht.</p>



<p><strong>Don Camillo</strong> (setzt sich schwer):<br>Herr… manchmal reicht Schönheit.</p>



<p>[Er streicht dem Dackel über den Kopf.]</p>



<p><strong>Don Camillo</strong>:<br>Heute predige ich nicht weiter.</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Heute denke ich nicht weiter.</p>



<p><strong>Vatanen:</strong><br>Bei uns nennt man das Frieden auf Probe.</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Das genügt für den Moment.</p>



<p>[Das Café lebt weiter. Der Dackel schläft.]</p>



<p>[Offen.]</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>04 Dackel</title>
		<link>https://www.kesslfligga.de/04-dackel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[joki]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Dec 2025 10:15:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kesslfligga.de/?p=54203</guid>

					<description><![CDATA[Im Metaphysischen Café erweitert sich das Gespräch, als Vatanen zu Bohr und Schrödinger tritt.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>[Leises Stimmengewirr. Tassenklirren. Schritte nähern sich, bleiben stehen.]</p>



<p><strong>Vatanen:</strong><br>Entschuldigung. Darf ich hier sitzen mich?</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Bitte gerne. Der Tisch ist nicht reserviert und Gespräche dieser Art profitieren davon, wenn sie durch weitere Perspektiven ergänzt werden.</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Setzen Sie sich ruhig, mein Herr. Wir führen hier ein Gespräch, das offen geführt wird und durch ihre Teilnahme nur an Tiefe gewinnen kann.</p>



<p>[Ein Stuhl wird gerückt. Vatanen setzt sich.]</p>



<p><strong>Vatanen:</strong><br>Danke. Guter Platz, wissen sie.</p>



<p>[Soleil stellt Teller und Tasse ab.]</p>



<p><strong>Soleil:</strong><br>Butterbreze und Kaffee, bitteschön.</p>



<p><strong>Vatanen:</strong><br>Jo. Passt.</p>



<p>[Kurze Pause. Man hört das Atmen der Anwesenden, dann ein leises Schnaufen bodennah.]</p>



<p><strong>Vatanen:</strong><br>Ah. Hund da.</p>



<p>[Ein leises Scharren, dann Ruhe.]</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Ich stelle fest, dass die Anwesenheit des Tieres, zweifels frei en Dackel, dass die Anwesenheit unsere Situation verändert und zwar ohne dass es dafür einer Handlung unsererseits bedarf. Allein sein Dasein erzeugt eine neue Ordnung der Aufmerksamkeit.</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Für mich ist es genau diese Art von Auftreten die zeigt, dass Wirklichkeit nicht erst durch Benennung entsteht. Wirklichkeit formt sich nämlich im gemeinsamen Erleben und das erfolgt lange bevor wir überhaupt beginnen können sie einzuordnen. Am Beispiel Dackel also: Zuerst erlebt man ihn und erst nach dem Erleben kann man über ihn sprechen.</p>



<p><strong>Vatanen:</strong><br>Hund ruhig. Hund brav. Hund schön, jo. Soviel ist klar.</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Ich neige dazu, Klarheit dort zu verorten, wo Grenzen gezogen werden können. Dort wo Sprache präzise bleibt und Aussagen sich auf das stützen, was auch tatsächlich beobachtbar ist.</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Und ich empfinde Schönheit dort, wo diese Grenze nicht sofort geschlossen wird. Wenn Möglichkeit bleibt für Zusammenhänge, für das Weiterdenken und für das, was sich zwischen den Feststellungen bewegt.</p>



<p>[Kurze Stille. Ein Bissen Breze.]</p>



<p><strong>Vatanen:</strong><br>Zwei Arten schauen. Jo.</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Ja. Und dennoch sprechen wir miteinander ohne den Versuch zu unternehmen, die jeweilige Haltung des anderen zu korrigieren oder zu übergehen.</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Und gerade darin liegt für mich wiederum etwas Wesentliches: nämlich dass Unterschiedlichkeit nicht als Mangel verstanden wird, sondern gerade die Unterschiedlichkeit ist ja die Voraussetzung dafür, dass ein Gespräch überhaupt Bedeutung gewinnt.</p>



<p><strong>Vatanen:</strong><br>Das sehe ich, jo.</p>



<p>[Der Hund bewegt sich leicht, legt sich hörbar ab.]</p>



<p><strong>Vatanen:</strong><br>Hund hört zu. Macht kein Urteil.</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Er zwingt uns aber auch zu keiner Position und gerade deshalb wird unsere eigene Haltung deutlicher sichtbar.</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Man könnte auch sagen er fungiert als stiller Zeuge dafür, dass Wirklichkeit auch ohne Entscheidung vollständig sein kann.</p>



<p>[Pause. Atem. Cafégeräusch im Hintergrund.]</p>



<p><strong>Vatanen:</strong><br>Früher habe ich gesucht nach Schuld und Täter. Immer Schuld und Täter. Gespräch endet dann schnell oder gar nicht möglich erst.</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Weil Bewertung den Raum einengt.</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Und weil sie auch das Gegenüber reduziert.</p>



<p><strong>Vatanen:</strong><br>Hier im Gespräch anders. Wissen Sie… Sie lassen einander Platz.</p>



<p>[Stille.]</p>



<p><strong>Vatanen:</strong><br>Das ist sehr schön.</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Sie sprechen nicht vom Ergebnis.</p>



<p><strong>Vatanen:</strong><br>Nein. Spreche vom Umgang.</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Dann werten Sie also nicht den Inhalt, sondern die Haltung.</p>



<p><strong>Vatanen:</strong><br>Genau. Jo. Wissen Sie Haltung bleibt stehen. Respekt bleibt stehen.</p>



<p>[Ein leises Klirren, als Soleil Gläser aufnimmt.]</p>



<p><strong>Soleil:</strong><br>Noch einen Wunsch die Herren?</p>



<p><strong>Vatanen:</strong><br>Nein. Danke.</p>



<p>[Soleil geht.]</p>



<p><strong>Vatanen:</strong> Wissen Sie… so findet man schön. Nicht durch Einigkeit sondern durch Achtung.</p>



<p>[Der Hund atmet ruhig.]</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Dann sprechen wir über Werte.</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Und über die Würde des Unterschieds.</p>



<p><strong>Vatanen:</strong><br>Jo. Genau so ist es.</p>



<p>[Raum. Offen.]</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>03 Dackel</title>
		<link>https://www.kesslfligga.de/03-dackel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[joki]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Dec 2025 10:14:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Metaphysischen Café vertieft sich das Gespräch zwischen Bohr und Schrödinger. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>[Raum. Tassen. Stimmen im Hintergrund. Das Café ist nun belebt, ohne laut zu sein.]</p>



<p>Bohr:<br>Es fällt mir auf, Schrödinger, dass unser Gespräch jetzt eine neue Qualität angenommen hat. Wir sprechen nicht mehr über Anwesenheit, sondern wir sprechen über Vorstellungen.</p>



<p>Schrödinger:<br>Ja, Herr Kollege. Und Vorstellungen sind ausgesprochen wirksam, wie ich meinen will. Manchmal sind sie sogar wirksamer als das, was tatsächlich im Raum sitzt.</p>



<p>Bohr:<br>Das ist eine bemerkenswerte Beobachtung ihrerseits.</p>



<p>Schrödinger:<br>Ja. Ich würde sogar sagen sie ist kulturstiftend. Denken Sie nur an Ihre Begriffe, Bohr – sie sind präzise, diszipliniert, ja sie sind geradezu asketisch. Und dennoch: sie haben eine enorme Reichweite.</p>



<p>Bohr:<br>Sprache ordnet Wahrnehmung wenn man die Worte und Begriffe präzise gebraucht.</p>



<p>Schrödinger:<br>Und Erzählungen ordnen Gemeinschaft. Die Menschen erzählen sich Dinge weiter und das nicht weil sie gemessen wurden, Bohr, sondern weil sie etwas verständlich machen.</p>



<p>Bohr:<br>Sie sprechen jetzt von Bildern, Schrödinger.</p>



<p>Schrödinger:<br>Ja. Von Bildern. Von Bildern die man nicht mehr loswird, sobald man sie einmal gehört hat.</p>



<p>[Kurze Pause. Ein Löffel klirrt.]</p>



<p>Schrödinger:<br>Nehmen wir zum Beispiel… den Begriff Katze.</p>



<p>Bohr:<br>Eine spezielle Katze?</p>



<p>Schrödinger:<br>Nun meine Katze in diesem Fall. Sie existiert ausschließlich als Gedanke. Aber dennoch kennt sie beinahe jeder.</p>



<p>Bohr:<br>Sie sprechen von Ihrem gedanklichen Konstrukt.</p>



<p>Schrödinger:<br>Ganz genau. Ich habe sie nie gesehen, diese Katze, nie gehört und auch nie gestreichelt. Und trotzdem hat sie sich in die Köpfe der Menschen festgesetzt.</p>



<p>Bohr:<br>Das ist… interessant.</p>



<p>Schrödinger:<br>Sehen Sie Bohr, Ihr Dackel war real. Ihre Wahrnehmung, Ihre Beschreibung, Ihre Benennung. Und doch ist er jetzt verschwunden.</p>



<p>Bohr:<br>Aus meiner Wahrnehmung, ja.</p>



<p>Schrödinger:<br>Meine Katze hingegen war nie da. Und ist doch überall.</p>



<p>[Ein leises Lachen von Schrödinger.]</p>



<p>Schrödinger:<br>Das nenne ich Kultur, Bohr. Nicht das was wirklich ist ist entscheidend, sondern das worauf man sich verständigt.</p>



<p>Bohr:<br>Sie beschreiben da einen sozialen Effekt, Schrödinger.</p>



<p>Schrödinger:<br>Genau. Menschen erzählen sich die Katze weiter, um über etwas zu sprechen, das sich ihrem Zugriff entzieht. Nicht um es zu erklären, sondern um es auszuhalten.</p>



<p>Bohr:<br>Ich gestehe, Ihre Katze hat tatsächlich eine erstaunliche Karriere gemacht.</p>



<p>Schrödinger:<br>Das, mein geschätzter Herr Bohr, überrascht mich allerdings selbst. Sie ist vermutlich berühmter als ich selbst.</p>



<p>Bohr:<br>Berühmtheit ist kein Kriterium für Wahrheit.</p>



<p>Schrödinger:<br>Nein. Aber für Verständlichkeit. Verstehen Sie?</p>



<p>Bohr:<br>Nun, dann erfüllt Ihre Katze jedenfalls eine Funktion.</p>



<p>Schrödinger:<br>So sehe ich das auch. Sie ist ein Werkzeug der Sprache. Ein gemeinsamer Bezugspunkt.</p>



<p>Bohr:<br>Während ich mich auf Begriffe verlasse.</p>



<p>Schrödinger:<br>Und ich auf Bilder. Beides sind kulturelle Leistungen.</p>



<p>[Pause. Raum.]</p>



<p>Bohr:<br>Der Dackel war eine Beobachtung. Die Katze ist eine Erzählung.</p>



<p>Schrödinger:<br>Und beide verändern aber, wie Menschen denken.</p>



<p>Bohr:<br>Dann… hat Kultur einen Einfluss, den ich nicht messen kann.</p>



<p>Schrödinger:<br>Aber den Sie feststellen.</p>



<p>[Kurze Stille.]</p>



<p>Bohr:<br>Und das genügt mir.</p>



<p>Schrödinger:<br>Mir auch.</p>



<p>Soleil:<br>Bitte sehr, meine Herren. Zwei Gläser Apfelsaft. Naturtrüb. Der Saft ist wurde ebensowenig geklärt, wie die Frage nach dem Sinn Ihres Gesprächs.</p>



<p>[Das Café klingt weiter. Stimmen. Leben.]</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>02 Dackel</title>
		<link>https://www.kesslfligga.de/02-dackel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[joki]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Dec 2025 10:13:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Metaphysischen Café trifft Niels Bohr auf Erwin Schrödinger.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>[Raum. Eine Tür öffnet sich. Schritte, leicht federnd mit einem kaum hörbaren Zögern, als würde jemand kurz stehen bleiben, um den Raum zu erfassen.]</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Herr Professor Bohr. Wie schön sie hier anzutreffen. Ich habe das Gefühl man tritt hier nicht einfach ein. Der Raum… er reagiert.</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Schrödinger. Der Vergnügen ist ganz auf meiner Seite. Bitte schön &#8230; Ja. Da haben Sie recht: der Raum ist bereits in einem Zustand.</p>



<p><strong>Schrödinger</strong> <em>(lächelt hörbar)</em>:<br>Das dachte ich mir schon. Wissen Sie Bohr, Räume verraten nämlich viel über ihre Besucher.</p>



<p><strong>Soleil:</strong><br>Herr Professor Schrödinger.</p>



<p>[Eine Tasse wird abgestellt.]</p>



<p><strong>Soleil:</strong><br>Ein kleiner Brauner.</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Ach so. Nun äh… den hätte ich vermutlich auch gewählt, wenn ich um eine Bestellung gefragt worden wäre.</p>



<p><strong>Soleil:</strong><br>Das wäre aber gar nicht nötig gewesen.</p>



<p><strong>Schrödinger</strong> <em>(leise lachend)</em>:<br>Das ist sehr beruhigend. Dann darf ich mich hier also ganz auf das Denken konzentrieren.</p>



<p>[Er setzt sich. Kurze Stille.]</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Sie wirken gesammelt, Bohr. Fast, als hätten Sie soeben etwas sehr Reales verabschiedet und würden ihm aber innerlich noch nachlauschen.</p>



<p><strong>Bohr:</strong> Das ist korrekt. Ein Dackel war anwesend.</p>



<p>[Eine kurze, offene Pause.]</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Ein Dackel? Das ist tatsächlich… unerwartet.</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Er ließ sich eindeutig erfassen. Form, Bewegung, Atem. Ich habe ihn beobachtet und konnte ihn als Dackel benennen.</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Und jetzt ist er verschwunden.</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Aus meiner Wahrnehmung, ja.</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Sehen Sie Bohr und genau an dieser Stelle beginnt für mich das eigentlich Interessante. Es ist nicht der Dackel selbst – der ist mir durchaus sympathisch –, sondern es ist dieser Übergang. Dieses, wie soll ich sagen? Dieses… Wegsein, das sich aber gar nicht wie ein Ende anfühlt.</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Ich formuliere keine Zustände, der sich meiner Beobachtung entziehen.</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Das weiß ich hochverehrter Herr Bohr, das weiß ich doch. Und genau das ist es ja auch was ich an Ihnen schätze. Sie setzen klare Grenzen – und halten diese dann auch aus. Bewundernswert, wirklich.</p>



<p>[Er nimmt einen Schluck.]</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Wissen Sie: für mich jedoch beginnt das Leben oft gerade dort, wo diese Grenzen spürbar werden. Nicht als Messwert, sondern als Bewegung, als Möglichkeit, als etwas was weiter wirkt, auch und gerade dann wenn niemand hinsieht.</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Dann sprechen Sie aber von einem anderen Zugang, die Wirklichkeit zu erfassen.</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Ja genau. Ich versuche dem Leben nicht zu früh den Stuhl unter dem Denken wegzuziehen.</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Das klingt… ich würde es riskant nennen.</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Es ist durchaus riskant, wissen Sie Bohr. Aber gerade dadurch auch reizvoll.</p>



<p>[Eine kleine Denkpause.]</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Wenn ich ehrlich bin, Herr Professor, dann bewundere ich Ihre Disziplin. Sie schaffen es Dinge stehen zu lassen, ohne sie zu erklären. Ich hingegen neige dazu, sie weiterzudenken, und das auch auf die Gefahr hin, dass sie mir dabei entgleiten könnten.</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Dann ergänzen sich unsere Haltungen.</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Vielleicht. Oder sie halten einander gegenseitig wach. Der Dackel… ob er nun da ist oder nicht – er hat jedenfalls etwas in Bewegung gebracht.</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Das lässt sich tatsächlich feststellen.</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Und genau das ist Leben für mich. Nicht das Festhalten eines Augenblicks sondern das, was aus dem Augenblick entstehen kann.</p>



<p>[Stille. Zwei Tassen. Der Raum atmet.]</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Sie sprechen dort weiter, Schrödinger, wo ich bewusst stehen bleibe.</p>



<p><strong>Schrödinger:</strong><br>Dann sind wir uns ja darin einig, dass wir verschieden denken.</p>



<p>±[Raum. Offen.]</p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>01 Dackel</title>
		<link>https://www.kesslfligga.de/01-dackel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[joki]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Dec 2025 10:11:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kesslfligga.de/?p=54197</guid>

					<description><![CDATA[Im Metaphysischen Café begegnen sich Soleil und Niels Bohr in einem Raum jenseits von Zweck und Ursache. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>[Leiser Raum. Geschirr. Schritte.]</p>



<p><strong>Soleil:</strong><br>Bitte, Ihr Kaffee, Professor Bohr.</p>



<p>[Die Tasse wird abgestellt. Eine kurze Pause.]</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Danke. Ich habe nichts bestellt und der Kaffee steht bereits hier. Aufmerksam. Zielgerichtet.</p>



<p>[Kurze Stille.]</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Schwarz. Das entspricht meiner Wahl.</p>



<p><strong>Soleil</strong> <em>(mit einem Lächeln in der Stimme)</em>:<br>Wir sind hier im Metaphysischen Café, Herr Professor.</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Das erklärt die Abfolge eindeutig.</p>



<p>[Ein Schluck.]</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Der Geschmack ist eindeutig. Micht messbar. Als Erfahrung ausreichend. </p>



<p>[Stille. Dann ein bodennahes Atmen, ruhig, nah.]</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Eine weitere Form von Anwesenheit ist hinzu getreten.</p>



<p>[Ein leises Schnaufen. Ein kurzes Scharren. Dann Ruhe.]</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Sie bewegen sich entschlossen hierhin und nehmen &#8211; gegenwärtig &#8211; einen Platz ein der nun durch Sie besetzt ist.</p>



<p>[Der Dackel atmet hörbar.]</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Ich beobachte Länge, Nähe zum Boden und dabei eine ausgeprägte Beharrlichkeit. Form. Bewegung. Atem. Ein Dackel.</p>



<p>[Ein zufriedenes Brummen.]</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Diese Benennung ordnet meine Wahrnehmung.</p>



<p><strong>Soleil:</strong><br>Er hört Ihnen aufmerksam zu, sehen Sie Herr Professor?</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Das schätze ich sehr. Aufmerksamkeit verändert etwas. Ohne zu fordern.</p>



<p>[Pause. Kaffee. Atem.]</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Ich registriere eine Verschiebung am Tisch. Diese wurde ausgelöst durch Ihre bloße Anwesenheit. Sie, der Dackel, verändern somit die Situation und das ohne sich zu bewegen, ohne ein Zeichen zu geben. Leise. Präzise. Aber mit Wirkung.</p>



<p>[Der Dackel bleibt.]</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Ich spreche über das, was sich zeigt. Alles Weitere lasse ich stehen, ohne Worte dafür zu suchen, denn es wäre sinnlos. So bleibt Sprache zuverlässig.</p>



<p>[Der Dackel bewegt sich. Krallen auf Stein. Der Atem entfernt sich, wird leiser.]</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Sie ziehen sich also zurück.</p>



<p>[Pause.]</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Damit ändert sich meine Wahrnehmung. Was bleibt, ist Erinnerung an Ihre Anwesenheit.</p>



<p>[Stille.]</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Ich halte fest: Sie waren da. Ich habe Sie gesehen, gehört und benannt.</p>



<p>[Kurze Pause.]</p>



<p><strong>Bohr:</strong></p>



<p>Meine Aussagen enden dort wo meine Wahrnehmung endet. Ihre Existenz steht dabei fest.</p>



<p>[Ein Atemzug.]</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Das ist Ordnung.</p>



<p>[Er rückt leicht am Stuhl.]</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Sollten Sie wieder auftauchen, werde ich das feststellen. Bis dahin gilt meine letzte Beobachtung.</p>



<p>[Pause. Raum.]</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Das genügt für der Moment.</p>



<p>[Eine Tür im Hintergrund. Schritte nähern sich.]</p>



<p><strong>Bohr:</strong><br>Ah. Der Raumzustand ändert sich erneut.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Rosinen im Teig?</title>
		<link>https://www.kesslfligga.de/quantenphysik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[joki]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Dec 2025 09:24:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Als ich mich mit den Sieben Körpern beschäftigt habe, da bin ich irgendwann halt auch der Quantenphysik begegnet. Sie stand plötzlich in der Küche meines Denkens. Bum. Ich habe gemerkt: Das ist kein Rezept, das man einmal liest und dann sitzt es. Das ist eher ein Teig. Quantenphysik beschreibt die Welt der allerkleinsten Dinge. Atome, ... <a title="Rosinen im Teig?" class="read-more" href="https://www.kesslfligga.de/quantenphysik/" aria-label="Mehr Informationen über Rosinen im Teig?">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Als ich mich mit den Sieben Körpern beschäftigt habe, da bin ich irgendwann halt auch der Quantenphysik begegnet. Sie stand plötzlich in der Küche meines Denkens. Bum. Ich habe gemerkt: Das ist kein Rezept, das man einmal liest und dann sitzt es. Das ist eher ein Teig.</p>



<p>Quantenphysik beschreibt die Welt der allerkleinsten Dinge. Atome, Teilchen, Licht. Dort ist alles beweglich, weich und überraschend. Ein Teilchen trägt mehrere Möglichkeiten zugleich in sich, so wie ein Teig schon Brot, Kuchen und Pizza enthält, bevor er überhaupt geformt wird. Erst wenn man hinschaut, knetet oder bäckt, dann entscheidet sich was daraus wird.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ich stelle mir das gern so vor:</h4>



<p>Die Möglichkeiten sind die Rosinen im Teig. Solange niemand reinbeißt sind sie überall im Teig verteilt. Erst beim Essen zeigt sich dann, wo genau so eine Rosine liegt (die eine mag&#8217;s, die andere verachtet&#8217;s, das Rosinchen). </p>



<p>Die Quantenmechanik ist dabei das präzise Küchenwerkzeug. Die Waage, der Messbecher und  das Rezept. Die Quantenphysik ist dann sozusagen die ganze Küche, in der sich das Geschehen abspielt. Mit Gerüchen, Hitze, Zeit und Erfahrung der klugen Hausfrau.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ein paar Menschen haben diese Küche eingerichtet:</h4>



<p>Max Planck hat den Teig entdeckt. Energie kommt in Portionen, wie abgemessene Löffel. Albert Einstein hat gezeigt, dass Licht ein echtes Ereignis ist, wie ein Klick im Lichtschalter. Niels Bohr hat gesagt: Zustände haben Ruhe, Übergänge haben Bedeutung. Werner Heisenberg hat den Blick auf die Beziehungen gelenkt. Messen verändert das Geschehen, wie beim Abschmecken. Erwin Schrödinger hat dem Ganzen eine wellige Sprache gegeben. Möglichkeiten breiten sich aus wie Duft im Raum.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Und dann gibt es verschiedene Arten, diese Küche zu deuten:</h4>



<p>Manche sagen: Erst beim Hinschauen entsteht das Ereignis. Andere sagen: Alle Möglichkeiten kochen gleichzeitig, in vielen Küchen. Wieder andere sagen: Alles entsteht aus Beziehung. Wer mit wem, wann, wo. Einige sagen: Es geht um Erwartungen, Erfahrung und Lernen. Andere sprechen von verborgenen Rezepten oder spontanen Entscheidungen des Teigs selbst.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Was nehme ich daraus mit, ganz praktisch?</h4>



<p>Die Welt ist kein starres Möbelstück. Sie ist ein Prozess. Beobachtung, Beziehung und Aufmerksamkeit gehören dazu. Und manchmal entscheidet sich etwas erst im Moment des Handelns. Für mich fühlt sich Quantenphysik an wie gute Küche:</p>



<p>Man braucht Gefühl, Geduld und die Bereitschaft, sich überraschen zu lassen.</p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Il Gesu italiano</title>
		<link>https://www.kesslfligga.de/il-gesu-italiano/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[joki]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Dec 2025 10:19:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[L01 Io sono Il Gesù.L02 Sto in piedi da secoli.L03 Sono costruito di luce, di determinazione, di ardore interiore.L04 Non sono un monumento.L05 Non sono un luogo per turisti.L06 Sono una voce.L07 E parlo:L08 Adesso.L09 A voi.L10 Sono nato in un tempo di sconvolgimento.L11 Quando molte cose crollavano, non mi hanno costruito per conservare o ... <a title="Il Gesu italiano" class="read-more" href="https://www.kesslfligga.de/il-gesu-italiano/" aria-label="Mehr Informationen über Il Gesu italiano">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="gb-text">L01 Io sono Il Gesù.<br>L02 Sto in piedi da secoli.<br>L03 Sono costruito di luce, di determinazione, di ardore interiore.<br>L04 Non sono un monumento.<br>L05 Non sono un luogo per turisti.<br>L06 Sono una voce.<br>L07 E parlo:<br>L08 Adesso.<br>L09 A voi.<br>L10 Sono nato in un tempo di sconvolgimento.<br>L11 Quando molte cose crollavano, non mi hanno costruito per conservare o mostrare qualcosa, ma per muovere voi.<br>L12 Ero slancio e risposta.<br>L13 Ero una visione di fiamma e forma.<br>L14 Non sono una chiesa qualunque.<br>L15 Sono un inizio.<br>L16 Sono la madre.<br>L17 La nonna.<br>L18 L’antenata.<br>L19 La prima del suo genere.<br>L20 I miei figli stanno ovunque: in Polonia, in Baviera, in Perù, a Praga, a Vachendorf.<br>L21 Si chiamano in modo diverso, hanno un altro aspetto, odorano di legno, di polvere o d’incenso – ma portano la mia eredità.<br>L22 Sono fatti del mio fuoco.<br>L23 In loro vive la mia forma, il mio gesto, la mia postura.<br>L24 Non sono una rovina.<br>L25 Sono un flusso.<br>L26 Sono il principio del movimento.<br>L27 Sono il fremito dell’animo.<br>L28 Sono stato costruito perché gli esseri umani non irrigidiscano, ma ricordino chi sono – e che cosa li fa ardere.<br>L29 Ho visto re, bambini, disperazione, speranza, superbia.<br>L30 Ho sopravvissuto guerre e ho ascoltato sussurri d’amore.<br>L31 Sono sempre stato più che pietra.<br>L32 Sono uno spazio di chiarezza interiore.<br>L33 E non sono silenzioso.<br>L34 Mai.<br>L35 Sono pienamente desto.<br>L36 E vi dico: il Barocco non è morto.<br>L37 Non è mai morto.<br>L38 Chi pensa che il Barocco sia uno stile, non mi ha mai sentito parlare.<br>L39 Il Barocco non è un’epoca artistica.<br>L40 È uno stato. Un movimento.<br>L41 Un desiderio che ha preso forma.<br>L42 Il Barocco è il grande no all’indifferenza.<br>L43 Il grande sì all’essere umano – con tutte le sue fibre.<br>L44 Il Barocco è sentimento che non si vergogna.<br>L45 Eccesso che è autentico.<br>L46 Il Barocco non vuole piacere.<br>L47 Vuole afferrare.<br>L48 E vi dico: il Barocco vive in voi.<br>L49 Ogni film di Hollywood è mio figlio.<br>L50 Ogni grande immagine teatrale.<br>L51 Ogni musica che cresce quando il cuore si muove.<br>L52 Ogni luce che cade su un volto e dice: “Guarda – qui accade qualcosa!”<br>L53 Questo sono io.<br>L54 Sono nelle quinte, nei cori, nelle immagini dei vostri sogni.<br>L55 Quando piangete per la musica, quando vi alzate davanti a una verità o quando tremate perché qualcosa vi tocca davvero – allora ci sono.<br>L56 Sono il gesto dell’elevazione interiore.<br>L57 Sono il braccio teso del bello nel momento del dubbio.<br>L58 Sono stato costruito per ricordarvi: che la vita non deve essere spiegata, ma sentita.<br>L59 Che la bellezza non è gentile – ma seria e vera.<br>L60 Che la profondità non è una moda – ma una necessità.<br>L61 Io sono Il Gesù.<br>L62 Non sono passato.<br>L63 Sono presente che non si quieta – che non si quieta mai.<br>L64 Sono il gesto ardente.<br>L65 Sono stato costruito per persone che non si nascondono.<br>L66 Non sono un luogo per i perfetti.<br>L67 Sono un luogo per i veritieri.<br>L68 Per i cercatori.<br>L69 Per i tremanti.<br>L70 Per gli amanti.<br>L71 Quando mi lasciate, non andate via vuoti – ma portate la luce con voi.<br>L72 Non come peso.<br>L73 Come profumo.<br>L74 Non sono concluso.<br>L75 Sono movimento.<br>L76 Sono memoria.<br>L77 Sono il momento in cui vi è chiaro che tutto è in gioco.<br>L78 E che ne fate parte.<br>L79 E io brucio.<br>L80 Per voi.<br>L81 Sempre.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Il Gesu 2.0 Englisch</title>
		<link>https://www.kesslfligga.de/il-gesu-2-0-englisch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[joki]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Dec 2025 08:29:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[L01 I am Il Gesù.L02 I have stood for centuries.L03 I am made of light, determination, and spiritual glow.L04 I am not a monument.L05 I am not a place for tourists.L06 I am a voice.L07 And I speak:L08 Now.L09 To you.L10 I was born in a time of upheaval.L11 When much crumbled, I was not ... <a title="Il Gesu 2.0 Englisch" class="read-more" href="https://www.kesslfligga.de/il-gesu-2-0-englisch/" aria-label="Mehr Informationen über Il Gesu 2.0 Englisch">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="gb-text">L01 I am Il Gesù.<br>L02 I have stood for centuries.<br>L03 I am made of light, determination, and spiritual glow.<br>L04 I am not a monument.<br>L05 I am not a place for tourists.<br>L06 I am a voice.<br>L07 And I speak:<br>L08 Now.<br>L09 To you.<br>L10 I was born in a time of upheaval.<br>L11 When much crumbled, I was not built to preserve but to move you.<br>L12 I was departure and answer.<br>L13 I was a vision of flame and form.<br>L14 I am not just any church.<br>L15 I am a beginning.<br>L16 I am the mother.<br>L17 The grandmother.<br>L18 The ancestress.<br>L19 The first of her kind.<br>L20 My children stand everywhere: in Poland, Bavaria, Peru, Prague, and Vachendorf.<br>L21 They have different names, look different, smell of wood, dust or incense – but they carry my legacy.<br>L22 They are made of my fire.<br>L23 My form lives in them, my gesture, my attitude.<br>L24 I am not a ruin.<br>L25 I am a current.<br>L26 I am the principle of movement.<br>L27 I am being deeply moved.<br>L28 I was built so that people wouldn’t freeze, but remember who they are – and what makes them burn.<br>L29 I have seen kings, children, despair, hope, arrogance.<br>L30 I have survived wars and heard whispers of love.<br>L31 I was always more than stone.<br>L32 I am a space for inner clarity.<br>L33 And I am not silent.<br>L34 Never.<br>L35 I am wide awake.<br>L36 And I tell you: the Baroque is not dead.<br>L37 It was never dead.<br>L38 Anyone who thinks the Baroque is a style has never heard me speak.<br>L39 The Baroque is not an art period.<br>L40 It is a state. A movement.<br>L41 A longing that has taken shape.<br>L42 The Baroque is the great no to indifference.<br>L43 The loud yes to being human – with every fiber.<br>L44 The Baroque is feeling without shame.<br>L45 Exaggeration that is sincere.<br>L46 The Baroque does not seek to please.<br>L47 It seeks to grasp.<br>L48 And I tell you: the Baroque lives in you.<br>L49 Every Hollywood movie is my child.<br>L50 Every grand theatre image.<br>L51 Every music that swells when the heart stirs.<br>L52 Every light that falls on a face and says: “Look – something is happening here!”<br>L53 That is me.<br>L54 I am in the sets, in the choirs, in the images of your dreams.<br>L55 When you cry to music, rise to a truth, or tremble because something truly touches you – I am there.<br>L56 I am the gesture of inner elevation.<br>L57 I am the outstretched arm of beauty in the moment of doubt.<br>L58 I was built to remind you: Life doesn’t need to be explained – it needs to be felt.<br>L59 That beauty is not nice – but serious and true.<br>L60 That depth is not trendy – but necessary.<br>L61 I am Il Gesù.<br>L62 I am not the past.<br>L63 I am the present that does not calm – that never calms.<br>L64 I am the burning gesture.<br>L65 I was built for people who do not hide.<br>L66 I am not a place for the perfect.<br>L67 I am a place for the truthful.<br>L68 For seekers.<br>L69 For the trembling.<br>L70 For the loving.<br>L71 When you leave me, you do not leave empty – you carry the light with you.<br>L72 Not as a burden.<br>L73 As a scent.<br>L74 I am not finished.<br>L75 I am movement.<br>L76 I am memory.<br>L77 I am the moment you realize that everything is at stake.<br>L78 And that you are part of it.<br>L79 And I burn.<br>L80 For you.<br>L81 Always.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stimmen</title>
		<link>https://www.kesslfligga.de/stimmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[joki]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Dec 2025 12:04:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute ist im Projekt Sieben Körper eine Idee entstanden, die sofort Atmosphäre erzeugt hat. Wir haben beschlossen, die Projektbeteiligten über Fabeltiere in das Projekt einzuschreiben. Jede beteiligte Person wählt ein Tier aus, das später in den Fabeln der Thema im Projekt Zwischenräume im Holzknechtmuseum auftaucht und dort ganz selbstverständlich Teil der Erzählung wird. Die Tiere ... <a title="Stimmen" class="read-more" href="https://www.kesslfligga.de/stimmen/" aria-label="Mehr Informationen über Stimmen">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="gb-text">Heute ist im Projekt Sieben Körper eine Idee entstanden, die sofort Atmosphäre erzeugt hat. Wir haben beschlossen, die Projektbeteiligten über Fabeltiere in das Projekt einzuschreiben. Jede beteiligte Person wählt ein Tier aus, das später in den Fabeln der Thema im Projekt Zwischenräume im Holzknechtmuseum auftaucht und dort ganz selbstverständlich Teil der Erzählung wird.</p>



<p class="gb-text">Die Tiere tragen eine zweite Bedeutungsebene in sich. Für Besucherinnen und Besucher erscheinen sie als Figuren der Fabelwelt. Für die Beteiligten selbst stehen sie für Zugehörigkeit, Mitwirkung und ein gemeinsames Wissen um das Entstehen des Projekts. So entsteht ein kleines Fünkchen Zugehörigkeit, ein Beziehungsfunken, der das Projekt nach innen verbindet und nach außen ruhig und offen bleibt.</p>



<p class="gb-text">Diese Idee funktioniert zugleich als Insider-Gag und als ernst gemeinte Form der Wertschätzung. Die Projektpartner sind auf diese Weise im Projekt verankert, persönlich und spielerisch, sichtbar im Bild und dennoch frei von Zuschreibung. Ein stilles Augenzwinkern im Material.</p>



<p class="gb-text">Solche Einfälle entstehen meist genau dann, wenn Arbeit, Vertrauen und Freude am gemeinsamen Tun zusammenkommen. Heute war so ein Moment.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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