Ein Kreis, der sich öffnet
Als ich in Sachen Barock weiter forschte stieß ich auf die frühen Jahre des Jesuitenordens. Auf sieben junge Männer, die sich in Paris trafen ohne zu ahnen, dass ihr Entschluss wie ein Stein in einem stillen See wirken würde. Ich erwartete historische Figuren. Was ich fand waren Menschen die brannten.
Die Entscheidung am Montmartre
Je tiefer ich las desto deutlicher wurde mir, wie verletzlich und gleichzeitig unerschütterlich dieser Moment war. Sieben Männer, ein Gelübde, eine Kapelle, ein Blick nach außen in eine Welt die sie verändern wollten. Es war kein dramatisches Ereignis. Und doch lag darin eine Dichte, die sich nicht erklären ließ. Eine Art innerer Erdstoß.
Eine Bewegung beginnt zu atmen
Was mich dabei berührte war nicht die Form des Ordens oder ihre späteren Werke. Es war diese frühe, rohe Energie. Dieses „Wir tun das jtzt“, obwohl nichts darauf hindeutet, dass es funktionieren konnte. Diese Mischung aus Klarheit und Wagnis. Ich spürte wie sich in mir etwas spiegelte: dieses leise Wissen, dass so ein Anfang alles verändern kann.
Ein Funken der weiterwandert
In diesen Tagen begriff ich, dass der Barock hier eigentlich seinen ersten Atemzug genommen. In dieser inneren Hinwendung des Ignatius und seiner Freunde in einer Bereitschaft sich ganz hinzugeben. Es war als würde ich den Ursprung einer Bewegung sehen, die Jahrhunderte später noch Räume zum Schwingen bringt und nun schwinge auch ich in gewisser Weise mit.
Die Ersten Sieben – ein Zyklus
So kam ich auf die Idee frei zu erfinden, was diese „Ersten Sieben“, wie ich sie nenne wohl am Tag vor ihrem Schwur auf Montmartre gemacht haben könnten, was sie gedacht haben könnten. Und das habe ich in dieser kleinen Reihe dargestellt.