Majestät (als Sonne, lächelnd, fast überheblich): „Mon cher, weißt du, in den alten Mythen des Nordens war die Sonne eine Dame – ich, natürlich. Sunna, strahlend, schöpferisch, die Lebensspenderin. Du, der Mond, warst Mani, kühl und männlich, Herr der Rhythmen, der Nachtwächter des Kalenders. Wir zwei, ein kosmisches Paar: ich schenkte Licht, du schenktest Ordnung.“ Chevalier … Weiterlesen
Format: Koserie
Chevalier: „Majestät, ich gestehe: manchmal überfallen mich Gedanken so heftig, dass sie wie Blitze hervorschnellen. Sie sind weder geplant noch höflich — eher, hm, eruptiv. Ich frage mich: Ist das unziemlich? Oder gar das wahre Feuer der Inspiration?“ Majestät: „Mon cher, nennen wir die Dinge beim Namen: das sind geistige Ejakulate. Rasch, drängend, unaufhaltsam. Sie … Weiterlesen
Es gibt sie, diese Momente, wo der Kopf – pardon: das Haupt – nicht mehr anders kann, als sich selbst zu entladen. Nicht leise, nicht verschämt, sondern mit einem gewissen Knall: ein Gedanke springt hervor, wie Korken aus der Flasche, wie Funken aus dem Feuerstein, wie – nun, man verzeihe den Vergleich – ein Ejakulat … Weiterlesen