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	<title>Kirchengebäude &#8211; kesslfligga</title>
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	<description>kunst und kultur</description>
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	<title>Kirchengebäude &#8211; kesslfligga</title>
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		<title>Nussdorf, St. Laurentius, Pfarrkirche</title>
		<link>https://www.kesslfligga.de/objekt/nussdorf-st-laurentius-pfarrkirche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[joki]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Nov 2025 00:04:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[]]></description>
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		<title>Seeon, Walpurgiskapelle</title>
		<link>https://www.kesslfligga.de/objekt/seeon-walpurgiskapelle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[joki]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Nov 2025 23:24:50 +0000</pubDate>
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		<title>Marwang, Lorettokapelle</title>
		<link>https://www.kesslfligga.de/objekt/marwang-lorettokapelle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[joki]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Sep 2025 09:51:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Loretto-Kapelle in Marwang, 1648 von Maria Katharina von Töring-Gumpenberg gestiftet, ist ein barocker Wallfahrtsort. Mit Votivbildern ab 1651, einem Gnadenbild der Muttergottes und einer Kreuzigungsgruppe bewahrt sie bis heute lebendige Volksfrömmigkeit.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Entstehung und Stifterin</h4>



<p>Die Loretto-Kapelle in Marwang verdankt ihre Entstehung der Witwe Maria Katharina von Töring-Gumpenberg. Nachdem sie 1642 das Schloss Marwang als Witwensitz übernommen hatte, reifte bald der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus. Im Jahr 1648 erhielt sie die bischöfliche Erlaubnis zum Bau einer Kapelle, und am 10. Mai legte Johann B. Zehetner, Propst von Kloster Baumburg, feierlich den Grundstein. Damit begann die Geschichte eines Sakralbaus, der bald weit über den Ort hinaus Bedeutung erlangen sollte.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wallfahrtsort und Verehrung</h4>



<p>Schon wenige Jahre nach der Grundsteinlegung setzte eine lebendige Wallfahrt ein. Im Inneren der Kapelle finden sich zahlreiche Votivbilder, von denen das älteste auf das Jahr 1651 datiert ist. Sie sind Zeugnisse des tiefen Vertrauens der Gläubigen und ihrer Dankbarkeit für erhörte Bitten. Die Kapelle entwickelte sich damit zu einem wichtigen Marienheiligtum in der Region und blieb über Jahrhunderte hinweg eng mit den Töringer Besitzern verbunden.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Architektur und Vorbilder</h4>



<p>Der Bau der Kapelle nimmt bewusst Bezug auf das berühmte Vorbild der Verkündigungskirche Santa Casa in Loreto. Der Kernbau ist schlicht gehalten und von einem schmalen Umgang umgeben, der ursprünglich durch zehn Öffnungen nach außen geöffnet war. Manche dieser Durchgänge wurden später vermauert, andere mit Fenstern versehen. Innen tragen die Feldsteinwände eine Ziegelbemalung des 19. Jahrhunderts, während das Tonnengewölbe mit einem gemalten Sternenhimmel geschmückt ist. Über dem Altar thront das Gnadenbild der Muttergottes in einer architektonisch gefassten Mauernische.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Veränderungen im 20. Jahrhundert</h4>



<p>Um mehr Raum für Gottesdienstbesucher zu schaffen, wurde die Kapelle 1939 baulich verändert: In die Seitenwände des Kernbaus brach man fünf große Bögen, die ursprüngliche Ausstattung wurde – mit Ausnahme des Gnadenbildes – entfernt. Eine umfassende Renovierung erfolgte 1976 bis 1979. Sie stellte die Ausmalung des 19. Jahrhunderts wieder her und bewahrte zugleich den architektonischen Charakter der 1930er Jahre.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ausstattung und Besonderheiten</h4>



<p>Im Inneren sind mehrere kunst- und frömmigkeitsgeschichtliche Details erhalten geblieben. Besonders eindrucksvoll ist die barocke Kreuzigungsgruppe an der Westwand des Umgangs. Zusammen mit den zahlreichen Votivbildern entfaltet sich ein lebendiges Bild gelebter Volksfrömmigkeit, das die Kapelle bis heute prägt.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Grassau, Mariä Himmelfahrt, Pfarrkirche</title>
		<link>https://www.kesslfligga.de/objekt/grassau-mariae-himmelfahrt-pfarrkirche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[joki]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Sep 2025 15:19:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Grassau vereint romanischen Turm, spätgotisches Langhaus und barocke Ausstattung von 1766/67. Bedeutend sind der Wasserburger Hochaltar, Stuckaturen von Zucalli und Freskenreste. Als Zentrum der Großpfarrei war sie einer der wichtigsten Sakralbauten im Chiemgau.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Baugeschichte</h4>



<p>Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt gehört zu den bedeutendsten Sakralbauten im Chiemgau und war Zentrum der ehemaligen Großpfarrei Grassau mit zwölf Filialen. Der älteste Teil ist der romanische Turm aus dem 13. Jahrhundert. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts entstand eine spätgotische Staffelhalle. 1696 wurde ein Seitenschiff ergänzt, 1766/67 erfolgte die Barockisierung.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Architektur</h4>



<p>Die Kirche präsentiert sich als dreischiffige Hallenkirche mit romanischem Turm, spätgotischem Langhaus und barocker Raumfassung. Charakteristisch sind die mächtigen Rundpfeiler, das breite Mittelschiff sowie der dreiseitig geschlossene Chor. Die Südseite ist durch Kapellenanbauten gegliedert, der Turm zeigt noch romanische Rundbogenöffnungen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ausstattung</h4>



<ul class="wp-block-list">
<li>Hochaltar: Frühbarock, um 1640/42 in Wasserburg gearbeitet, später mehrfach überarbeitet, zuletzt 1766 durch Matthias Schütz. Hauptbild: Himmelfahrt Mariens nach Peter Candid.</li>



<li>Seitenaltäre: 1639/40, überarbeitet um 1766.</li>



<li>Bruderschaftsaltar: Um 1700 von Jacob Carnutsch, mit Kreuzigungsgruppe.</li>



<li>Stuckaturen: Von Giulio Cesare Zucalli, um 1700; reicher Dekor mit Ranken, Laub- und Muschelmotiven.</li>



<li>Deckenbilder: 1766/67 von Johann Baptist Zimmermann zugeschrieben, mit Szenen aus der Heilsgeschichte, Mariä Himmelfahrt als Hauptthema.</li>



<li>Weitere Ausstattung: Renaissancealtar aus Kloster Baumburg (um 1600, übertragen 1707), Kanzel 1654, zahlreiche Figuren von Heiligen.</li>
</ul>



<h4 class="wp-block-heading">Wandmalereien</h4>



<p>In mehreren Bauphasen wurden mittelalterliche Fresken freigelegt, u. a. aus der Zeit um 1400 und dem 15. Jahrhundert. Sie zeigen Heiligendarstellungen, Ornamentfriese und Szenen der Passion.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Grabdenkmäler</h4>



<p>Im Innenraum und an den Außenwänden finden sich zahlreiche Epitaphien, u. a.:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Johannes von Hirnheim († 1411)</li>



<li>Pfarrer Johannes von Hirnheim († 1557, Renaissance-Epitaph)</li>



<li>Sabine Krämblin († 1631)</li>
</ul>



<h4 class="wp-block-heading">Bedeutung</h4>



<p>Die Kirche Mariä Himmelfahrt in Grassau verbindet romanische Ursprünge mit spätgotischer Gestalt und barocker Pracht. Als Mittelpunkt der ehemaligen Großpfarrei ist sie ein zentraler Erinnerungs- und Kunstort des Chiemgaus.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stöttham, St. Johann Baptist</title>
		<link>https://www.kesslfligga.de/objekt/stoettham-st-johann-baptist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[joki]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Sep 2025 15:09:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die spätgotische Filialkirche St. Johann Baptist in Stöttham entstand im 15. Jh. und bewahrt ihre ursprüngliche Gestalt. Bedeutend ist der Renaissancealtar um 1600 aus dem Kloster Baumburg. Höhepunkt ist der Johannesstein von 1350, heute als Kopie im Altaraufbau integriert.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Lage und Einbettung</h4>



<p>Die Filialkirche St. Johann Baptist liegt idyllisch am Waldrand westlich von Stöttham, umgeben von einer 1751 errichteten Friedhofsmauer. Ihre abgeschiedene Lage macht sie zu einem besonderen Ort im Übergang zwischen Dorf und Landschaft.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Baugeschichte</h4>



<p>Der heutige Bau stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Unregelmäßigkeiten im Grundriss deuten auf Mauerwerksreste eines Vorgängerbaus aus dem 14. Jahrhundert. Vermutlich wurde an ein älteres Langhaus ein spätgotischer Chor angefügt. Um 1500 entstand an der Chorsüdseite die Sakristei mit Kreuzrippengewölbe.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Architektur</h4>



<p>Die Kirche bewahrt bis heute weitgehend ihre spätgotische Gestalt. Ein seitlich abgesetzter Chorbogen trennt das dreijochige Langhaus vom einjochigen Chor mit 5/8-Schluss. Das gleichmäßig gespannte Parallelrippengewölbe entspringt polygonalen Diensten; die Rippen enden in einfachen Schlusssteinen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ausstattung und Veränderungen</h4>



<ul class="wp-block-list">
<li>1707: Stiftung eines Renaissancealtars aus dem Kloster Baumburg.</li>



<li>1727: Aufstellung der Kanzel.</li>



<li>1843: Einrichtung des Kirchengestühls.</li>



<li>1844: Einbau der Orgel.</li>



<li>1919: Erneuerung der Empore.</li>
</ul>



<p>Trotz dieser Eingriffe blieb der Charakter des spätgotischen Kirchenraums erhalten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Kunstwerke</h4>



<p>Besonderen Rang besitzt der Renaissancealtar: ein Werk von hoher Qualität, um 1590/1600 in Wasserburg geschaffen, 1707 nach Stöttham übertragen. Ursprünglich für die Prälaturkapelle von Baumburg bestimmt, zeigt er klassizistische Überarbeitungen, vergoldete Dekorelemente, Engelgestalten und Masken.</p>



<p>Als bedeutendstes Einzelwerk gilt der sogenannte&nbsp;Johannesstein&nbsp;(um 1350). Das originale Relief befindet sich heute im Diözesanmuseum Freising; in Stöttham ist eine Kopie in den Altaraufbau integriert.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ising, Mariä Himmelfahrt</title>
		<link>https://www.kesslfligga.de/objekt/ising-mariae-himmelfahrt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[joki]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Sep 2025 09:07:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Ising entstand im 15. Jh. und wurde im 18. Jh. barockisiert. Berühmt durch das spätgotische Gnadenbild der Madonna. Ausstattung von Pflaum, Baumgartner und Matthe im Rokoko. Umgeben von Friedhof mit schmiedeeisernen Grabkreuzen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ursprung und Wallfahrt</h4>



<p>Die Kirche in Ising wird erstmals in den 1380er Jahren urkundlich erwähnt. Ihr heutiger Bestand geht auf einen spätgotischen Bau der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts zurück.</p>



<p>Spätestens im 17. Jahrhundert entwickelte sich hier eine&nbsp;Wallfahrt zum Gnadenbild der Gottesmutter, das 1719 vom sogenannten „Meister von Ising“ geschaffen worden sein soll.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Baugeschichte</h4>



<ul class="wp-block-list">
<li>15. Jh.: spätgotischer Neubau mit einschiffigem Langhaus und eingezogenem Chor.</li>



<li>1626–30: Turm erhält ein achteckiges Obergeschoss.</li>



<li>1722: Aufsetzung der barocken Zwiebelhaube.</li>



<li>1751: Rokokogestaltung durch Hans Nizinger (Maurermeister aus Herbstdorf, später Stadtbaumeister in Laufen).</li>



<li>1779: Neubau des Hochaltars nach Entwurf des Tessiner Bildhauers Johann Michael Matthe.</li>



<li>1804: Im Zuge der Säkularisation stand die Kirche zeitweise vor dem Abbruch.</li>



<li>Ab 1808: Gottesdienste wieder aufgenommen.</li>



<li>Sanierungen: 1969–71 innen, 1976/77 außen.</li>



<li>1977: einschneidende Veränderungen – Abbruch des Nordportals, neues Hauptportal in der Westfassade, Verkleinerung der Empore, Versetzung von Altären.</li>
</ul>



<h4 class="wp-block-heading">Architektur</h4>



<p>Die Kirche folgt dem Typus der spätgotischen Dorfkirchen mit einschiffigem Langhaus, eingezogenem Chor und Westturm. Die Stellung des Turms neben dem Chor nimmt Bezug auf die Truchtlachinger Kirche, die als Vorbild diente.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ausstattung</h4>



<ul class="wp-block-list">
<li>Hochaltar: 1779, nach Entwurf von Johann Michael Matthe.</li>



<li>Seitenaltäre: 1756, geschaffen vom Traunsteiner Tischler Johann Georg Pflaum.</li>



<li>Kanzel: 1752, ebenfalls von Pflaum.</li>



<li>Altarbilder und Fassungen: Karl Baumgartner (Tittmoning).</li>



<li>Stuck und Malerei: figürliche und ornamentale Motive aus der Rokokozeit (Apostelbüsten, Vasen, Bandwerkstücke).</li>



<li>Türen: bemalte Eingangstür mit geschnitzten Feldern (Katharina, Barbara), zugeschrieben Joseph Dietrich (Sohn von Johann Dietrich).</li>



<li>Gnadenbild: spätgotische Madonna, 1719 auf den Hochaltar gesetzt, 1761 von Johann Dietrich mit einem Strahlenkranz versehen.</li>
</ul>



<h4 class="wp-block-heading">Friedhof</h4>



<p>Die Kirche ist von einem ummauerten Friedhof umgeben, in dem sich zahlreiche schmiedeeiserne Grabkreuze aus dem 18. und 19. Jahrhundert befinden.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Bedeutung</h4>



<p>Die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt ist ein bedeutendes Zeugnis der Volksfrömmigkeit im nördlichen Chiemgau. Sie verbindet spätgotische Grundform mit barocken und vor allem rokokohafter Ausstattung. Das Gnadenbild, die Arbeiten der Werkstätten Dietrich, Pflaum und Baumgartner sowie die malerische Lage geben der Kirche ihre besondere Ausstrahlung.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p>Quelle:</p>



<p>Gotthard Kießling · Dorit Reimann:&nbsp;Denkmäler in Bayern. Landkreis Traunstein.&nbsp;Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg i. Allgäu 1990.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hart, St. Laurentius</title>
		<link>https://www.kesslfligga.de/objekt/hart-st-laurentius/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[joki]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Sep 2025 09:02:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die spätgotische Filialkirche St. Johann wurde im 15. Jh. erbaut. Im Inneren beeindrucken umfangreiche Fresken mit Szenen aus dem Leben Christi, der Madonna und des hl. Christophorus. Nach Bränden im 19. Jh. erneuert, mit neugotischen Altären ergänzt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ursprung und frühe Geschichte</h4>



<p>Eine Kirche in Hart wird erstmals zu Beginn des 13. Jahrhunderts urkundlich erwähnt. In der Amtszeit des Bischofs Engelmar Kräl von Chiemsee (1399–1422) erfolgte eine Neuweihe, die auf eine Bauzeit um die Mitte des 15. Jahrhunderts verweist. Weitere Hinweise stammen aus den Jahren 1454–1467 unter Bischof Ulrich II. von Plankenfels.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Baugeschichte</h4>



<p>Die heutige Kirche ist eine&nbsp;spätgotische Anlage&nbsp;des 15. Jahrhunderts.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Frühes 16. Jahrhundert: bauliche Veränderungen, Ausstattung mit Flügelaltären.</li>



<li>1758: Anbau des Westturms.</li>



<li>1880: Turm mit Spitzhelm erhöht.</li>



<li>1860er Jahre – 1888: mehrere Phasen der neugotischen Neuausstattung, schließlich Neubau von Chor und Sakristei.</li>



<li>Renovierungen: 1978–86 umfassende Innenrenovierung; letzte Renovierung 1996.</li>
</ul>



<h4 class="wp-block-heading">Lage und äußeres Erscheinungsbild</h4>



<p>Die Kirche liegt leicht erhöht am westlichen Ortsrand von Hart, umgeben von einem ummauerten Friedhof. Trotz der verschiedenen Bauphasen ergibt sich ein harmonisches Bild:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>spätgotisches Langhaus und Chor von gleicher Breite,</li>



<li>Westturm,</li>



<li>Sakristei an der Chorsüdseite.</li>
</ul>



<p>Am oberen Rand des steinsichtigen Langhauses zieht sich ein&nbsp;gemalter Maßwerkfries, an den sechs Rippenfialen anschließen. Unregelmäßigkeiten im Mauerwerk deuten auf einen ursprünglichen Haupteingang an der Südseite hin.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Innenraum und Gewölbe</h4>



<p>Das einschiffige Langhaus ist mit einem&nbsp;Netzgewölbe&nbsp;überspannt. Die Schlusssteine tragen Reliefs mit Heiligenbüsten und Wappen. An den Langhauswänden finden sich ornamentale Rankenmalereien aus dem 15. Jahrhundert.</p>



<p>Der 1888 neu errichtete Chor zeigt ein&nbsp;neugotisches Sterngewölbe&nbsp;auf profilierten Kragsteinen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ausstattung des 19. Jahrhunderts</h4>



<ul class="wp-block-list">
<li>Glasfenster: 1863</li>



<li>Hochaltar: 1864, von Franz Xaver Hörmann (Tengling)</li>



<li>Taufstein und Gestühl: 1864</li>



<li>Seitenaltäre und Kanzel: 1878, von Sebastian Ametsberger (Schnaitsee)</li>



<li>Empore und Orgel: ebenfalls 1878, zweigeschossig</li>
</ul>



<h4 class="wp-block-heading">Ältere Ausstattung</h4>



<ul class="wp-block-list">
<li>Langhauskreuz: barocker Korpus, 18. Jh.</li>



<li>Altarbild: hl. Laurentius, 1775 von Franz Joseph Soll (Trostberg)</li>



<li>Chorbogenkruzifix: wohl 18. Jh.</li>



<li>Eingangstür: bemalt, mit Gekreuzigtem im Zentrum</li>



<li>Heiligenfiguren: hl. Anna (frühes 18. Jh., Vorhalle im Turm); Christus an der Säule (1770), vermutlich von Johann Dietrich (Traunstein)</li>
</ul>



<h4 class="wp-block-heading">Bedeutung</h4>



<p>Die Kirche St. Laurentius ist ein eindrucksvolles Beispiel für die&nbsp;Verflechtung spätgotischer und neugotischer Bau- und Ausstattungselemente. Besonders hervorzuheben sind die reiche Wandmalerei des 15. Jahrhunderts, die neugotischen Glasfenster und die figürlichen Werke aus dem 18. Jahrhundert.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p>Quelle:</p>



<p>Gotthard Kießling · Dorit Reimann:&nbsp;Denkmäler in Bayern. Landkreis Traunstein.&nbsp;Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg i. Allgäu 1990.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Chieming, Mariä Himmelfahrt, Pfarrkirche</title>
		<link>https://www.kesslfligga.de/objekt/chieming-mariae-himmelfahrt-pfarrkirche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[joki]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Sep 2025 08:03:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, 1882/83 im neuromanischen Stil von Johann Marggraff erbaut. Ersetzt spätgotischen Vorgängerbau. Prägend durch Turm, Langhaus und Friedhof.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ursprung und Vorgängerbau</h4>



<p>Erstmals wird eine Pfarrkirche in Chieming im Jahr 1185 erwähnt. Als älteste Teile der heutigen Kirche gelten die unteren Geschosse des Turms, die lange Zeit wegen ihrer Biforienfenster als romanisch angesehen wurden. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass sie mit dem spätgotischen Neubau des Vorgängerbaus im späten 15. Jahrhundert entstanden.</p>



<p>Der 1882 abgetragene spätgotische Bau bestand aus einem Langhaus und einem gleich breiten Chor, an dessen Südseite wohl später ein Seitenschiff angefügt wurde.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Spätgotische Ausstattung</h4>



<p>Im Inneren befand sich an der Westwand ein großes Wandgemälde mit dem Jüngsten Gericht, das Hartwig Poetzl 1882 noch vor dem Abbruch in einer Zeichnung festhielt. Reste spätgotischer Malerei sind unter der Empore erhalten: Brustbilder der Apostel Thomas und Matthias, die 1934 freigelegt und restauriert wurden.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Neubau des 19. Jahrhunderts</h4>



<p>Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die alte Kirche als zu klein empfunden. 1882 begann der Abbruch, und bis 1883 entstand nach Plänen des Münchener Architekten&nbsp;Johann Marggraff&nbsp;der heutige Neubau im Stil der&nbsp;Neuromanik. Die Ausstattung entwarf 1883/84 der Architekt&nbsp;Josef Elsner. 1884/85 folgte der Einbau der Orgel, 1891 die Turmerhöhung.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Renovierungen und Restaurierungen</h4>



<ul class="wp-block-list">
<li>1934: erste umfassende Sanierung, Freilegung und Restaurierung der spätgotischen Malerei.</li>



<li>1955: Brand im Innenraum, das Altarbild „Krönung Mariens“ von Max Fürst wurde zerstört und 1959 durch seine „Himmelfahrt Mariens“ ersetzt. Der Altaraufbau konnte rekonstruiert werden.</li>
</ul>



<h4 class="wp-block-heading">Architektur und Innenraum</h4>



<p>Die Kirche erhebt sich im Ortszentrum innerhalb einer&nbsp;Friedhofummauerung&nbsp;mit Blendarkaden, die noch auf den Vorgängerbau zurückgeht. Der Turm besitzt ein barockes Obergeschoss, darüber Strebepfeiler und neugotische Formen.</p>



<p>Das&nbsp;dreijochige Langhaus&nbsp;ist mit Gurtbögen gegliedert und von Kreuzgratgewölben überspannt. Westlich befindet sich eine Empore. Der eingezogene Chor schließt halbrund und ist von Sakristeianbauten flankiert.</p>



<p>Im Innenraum dominieren neuromanische Formen, ergänzt durch dekorative Wandmalereien des 19. und 20. Jahrhunderts. Türen, Brüstungsteile und Holzarbeiten der Oratoriums-Empore stammen noch einheitlich aus den 1880er Jahren.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ausstattung und Kunstwerke</h4>



<ul class="wp-block-list">
<li>Altäre, Kanzel, Orgelprospekt: neoromanisch, Ende 19. Jh.</li>



<li>Wandmalereien: ursprünglich einheitlich im Chor, nach dem Brand von 1955 ersetzt durch Werke der Altöttinger Kirchenmaler.</li>



<li>Spolien: Römische Inschrift- und Votivsteine aus dem 3. Jh., 1882 beim Abbruch des Vorgängerbaus gefunden; einige im Turmgeschoss aufgestellt.</li>



<li>Grabmäler: im Turmgeschoss auch Denkmäler der Hofmarksherren von Neuenchieming.</li>
</ul>



<h4 class="wp-block-heading">Friedhof</h4>



<p>Der ummauerte Friedhof enthält zahlreiche Grabkreuze aus Gusseisen sowie ein Kriegerdenkmal (nach 1871), die dem Ensemble eine einheitliche Prägung geben.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p>Quelle:</p>



<p>Gotthard Kießling · Dorit Reimann:&nbsp;Denkmäler in Bayern. Landkreis Traunstein.&nbsp;Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg i. Allgäu 1990.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Grabenstätt, St. Johann</title>
		<link>https://www.kesslfligga.de/objekt/grabenstaett-st-johannes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[joki]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Aug 2025 09:24:23 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.kesslfligga.de/?post_type=objekt&#038;p=48893</guid>

					<description><![CDATA[Die spätgotische Filialkirche St. Johann wurde im 15. Jh. erbaut. Im Inneren beeindrucken umfangreiche Fresken mit Szenen aus dem Leben Christi, der Madonna und des hl. Christophorus. Nach Bränden im 19. Jh. erneuert, mit neugotischen Altären ergänzt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ursprung und frühe Geschichte</h4>



<p>Die Kirche St. Johann ist eine der ältesten nachweisbaren Kirchen im Chiemgau. Bereits im späten 11. Jahrhundert wird sie in der&nbsp;Notitia Arnonis&nbsp;mit einem Zehentbezirk genannt – allerdings in einer verfälschten Abschrift der Schenkungsurkunde von 959. Ob bereits im 10. Jahrhundert ein Kirchenbau bestand oder die Errichtung erst nach der Schenkung an die Salzburger Kanoniker erfolgte, bleibt offen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Baugeschichte</h4>



<p>Der heutige Bau entstand in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts als&nbsp;spätgotischer Saalbau&nbsp;mit polygonalem Chor. Das Langhaus und der Chor sind gleich breit und mit einem durchgehenden&nbsp;Parallelrippengewölbe&nbsp;ausgestattet, dessen Rippen ohne Kapitelle direkt aus polygonalen Wanddiensten entspringen. Vergleichbare Formen finden sich in Stötham, Hart, Sondermoning und Nußdorf.</p>



<p>Die Kirche wurde mehrfach durch Brände (1834 und 1862) beschädigt. Dachstuhl und Turm brannten ab und wurden jeweils erneuert, 1834/62 mit einem&nbsp;hölzernen Dachreiter&nbsp;versehen.</p>



<p>1870 feierte man das 100-jährige Jubiläum der Kirche und errichtete auf dem Friedhof eine gusseiserne Säule, flankiert von zwei Kastanienbäumen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Innenraum und Ausmalung</h4>



<p>Die Kirche beeindruckt durch ihre großflächigen&nbsp;Wandmalereien&nbsp;(entstanden um 1470, bei einer Renovierung 1969–71 freigelegt).</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Nordwand: Szenen in drei Bildstreifen – oben eine schwer deutbare Dreiergruppe, in der Mitte Mitglieder der Adelsfamilie Auer zu Winkel und Heilige, unten Einzeldarstellungen wie Kreuztragung und Enthauptung Johannes des Täufers.</li>



<li>Erstes Joch (unter der Empore): Abendmahlszene.</li>



<li>Zweites Joch: monumentale Darstellung des hl. Christophorus.</li>



<li>Östliches Joch: zweireihige Darstellung von Heiligen und Einzelszenen, darüber großfigurige Madonna mit Kind.</li>



<li>Sakristeitür (Südseite): vier männliche Heilige.</li>
</ul>



<p>Die Malereien wirken stilistisch eher altertümlich, bedingt durch die Aneinanderreihung von Figuren und den eher schlichten Hintergrund.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ausstattung</h4>



<ul class="wp-block-list">
<li>Hauptaltar und Seitenaltäre: neugotisch, jedoch mit älteren Schnitzfiguren bestückt.</li>



<li>Spolien: In der Südwand des Langhauses ist ein römischer Inschriftstein eingemauert.</li>



<li>Empore: Brüstung wohl aus spätgotischer Zeit wiederverwendet, mit geschnitztem Seilmotiv als Hinweis auf die Fischerei, eingebaut im 17. Jahrhundert mit Unterstützung von Hofmarksherr Ludwig von Widerspach.</li>
</ul>



<h4 class="wp-block-heading">Bedeutung</h4>



<p>St. Johann ist ein herausragendes Beispiel spätgotischer Dorfkirchenarchitektur mit großflächiger Malerei. Die Fresken – mit Darstellungen von Adelsfamilien und Heiligen – gehören zu den bedeutendsten erhaltenen Wandbildern des 15. Jahrhunderts im Chiemgau.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p>Quelle:</p>



<p>Gotthard Kießling · Dorit Reimann:&nbsp;Denkmäler in Bayern. Landkreis Traunstein.&nbsp;Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg i. Allgäu 1990.</p>
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		<title>Erlstätt, St. Peter und Paul im Thale, Pfarrkirche</title>
		<link>https://www.kesslfligga.de/objekt/erlstaett-st-peter-und-paul-im-thale-pfarrkirche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[joki]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Aug 2025 09:18:15 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.kesslfligga.de/?post_type=objekt&#038;p=48890</guid>

					<description><![CDATA[Die spätgotische Pfarrkirche St. Peter und Paul in Erlstätt entstand im 15. Jh. und zeigt ein reiches Netzgewölbe. Der barocke Hochaltar um 1700, Glasfenster um 1650 sowie bedeutende Heiligenfiguren prägen die Ausstattung. Turm mit barocker Zwiebelhaube.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ursprung und frühe Geschichte</h4>



<p>Die Kirche St. Peter und Paul im Thale wird bereits im späten 8. Jahrhundert in der&nbsp;Notitia Arnonis&nbsp;erwähnt. Der damalige Zusatz „ad“ weist darauf hin, dass sich die erste Kirche nicht am heutigen Standort im Dorfzentrum befand, sondern in der Umgebung. Der heutige Bauplatz gilt daher als sekundäre Gründung.</p>



<p>Im Zuge der spätmittelalterlichen Pfarreiorganisation wurde Erlstätt nach Haslach eingepfarrt. 1937 erhob man den Ort zur Expositur, 1950 zur selbständigen Pfarrei.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Baugeschichte</h4>



<p>Das heutige Kirchengebäude stammt aus dem späten 15. Jahrhundert. Es handelt sich um einen langgestreckten&nbsp;spätgotischen Quaderbau&nbsp;mit fünfschiffigem Langhaus und einem nur leicht eingezogenen Chor mit 5/8-Schluss.</p>



<p>Der markante&nbsp;Westturm&nbsp;erhielt im Barock ein neues Obergeschoss mit Eckvoluten und schmäleren Diagonalseiten, bekrönt von einer hohen Zwiebelhaube. Vorbilder dafür waren barocke Kirchen im Chiemgau, etwa in Nußdorf oder Haslach. Dem Chor sind eine Sakristei im Süden und eine Kapelle im Norden angefügt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Innenraum und Gewölbe</h4>



<p>Der Innenraum bewahrt die spätgotische Raumstruktur mit&nbsp;Netzgewölben. Auffällig ist die Vielzahl der Schlusssteine, die dem Raum eine besondere Vielfalt verleihen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ausstattung</h4>



<ul class="wp-block-list">
<li>Hochaltar: um 1700, übernommen aus St. Valentin in Ruhpolding; im Zentrum eine Pietàfigur aus Erlstätt.</li>



<li>Glasfenster: um 1650, ursprünglich aus der Wallfahrtskirche in Dürnberg bei Hallein.</li>



<li>Figuren: Muttergottes (spätes 17. Jh.), Figuren der Kirchenpatrone Petrus und Paulus (18. Jh., aus Inzell), Kruzifix mit Arma-Christi-Motiven, weitere Heiligenfiguren.</li>



<li>Büste Christi: aus dem frühen 14. Jahrhundert; eine der ältesten erhaltenen Skulpturen im Chiemgau.</li>



<li>Gnadenstuhl: spätgotische Steingruppe im Chor.</li>
</ul>



<h4 class="wp-block-heading">Ergänzungen und Übertragungen</h4>



<p>Im 18. und 19. Jahrhundert erhielt die Kirche zahlreiche Ergänzungen, auch Übertragungen aus anderen Kirchen. Bei der neugotischen Umgestaltung 1878–81 entstand ein reicherer Ausstattungsbestand, der jedoch bei der Restaurierung 1957–59 wieder reduziert wurde.</p>



<p>Von außerhalb wurden außerdem in den Chor verbracht:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>ein spätgotischer Schächtersstein (Relief mit Kreuzigung und Schächer, wohl 16. Jh.),</li>



<li>ein Steinmarterl mit erhabenem Kreuz, Schaft und satteldachförmiger Laterne (wohl 16. Jh.).</li>
</ul>



<h4 class="wp-block-heading">Bedeutung</h4>



<p>St. Peter und Paul im Thale ist ein eindrucksvolles Beispiel spätgotischer Dorfkirchenarchitektur im Chiemgau, das romanische, gotische und barocke Elemente vereint. Besonders hervorzuheben ist die frühe Christus-Büste des 14. Jahrhunderts – ein seltener Schatz in der Region.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p>Quelle:</p>



<p>Gotthard Kießling · Dorit Reimann:&nbsp;Denkmäler in Bayern. Landkreis Traunstein.&nbsp;Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg i. Allgäu 1990.</p>
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