„Er schrieb nicht für das Ohr – er schrieb für die Ewigkeit,
und ließ das Ewige singen.“
Geboren am 31. März 1685 in Eisenach, in eine Musikerfamilie hinein, die den Namen Bach bereits wie ein Aquarell durch die Chroniken der Kantoreien trug. Die Stadt, fest verwoben mit Luthers Geist und höfischer Bildung, prägte den jungen Johann Sebastian mit einer Mischung aus protestantischer Strenge und musikalischer Tiefe.
Sein Weg führte ihn durch Thüringen und Sachsen, von Arnstadt über Mühlhausen nach Weimar, wo er als Konzertmeister wirkte und schließlich nach Köthen an einen Hof, der das Weltliche zu schätzen wusste sein Brandenburgisches Konzert verdankt sich dieser Phase.
Den Höhepunkt seines Wirkens fand er ab 1723 in Leipzig, als Kantor der Thomasschule. Über ein Vierteljahrhundert lang war die Stadt Bühne seines tiefsten Ausdrucks. Hier entstanden Passionen, Kantaten, das Weihnachtsoratorium, das „Musikalische Opfer“ – Werke von solcher innerer Architektur, dass sie Kathedralen gleichen.
Er starb am 28. Juli 1750 in Leipzig. Nicht mit einem Paukenschlag, sondern wie ein letzter Akkord – getragen, leuchtend, vollkommen.
Nuage
Er baute keine Kirchen
doch was er schrieb,
wird darin für immer klingen.