Judith ist eine literarische Gestalt des spätjüdischen Erzählwerks Buch Judith, das vermutlich im 2. Jahrhundert v. Chr. entstand. In der Erzählung rettet sie die belagerte Stadt Betulia, indem sie den assyrischen Feldherrn Holofernes täuscht, im feindlichen Lager Zutritt erhält und ihn im Schlaf enthauptet. Ihre Figur verbindet Frömmigkeit, strategische Klugheit und moralischen Mut. Das Buch gehört zu den deuterokanonischen Schriften und hat in Judentum und Christentum große kulturelle Wirkung entfaltet. In der Kunstgeschichte wurde Judith häufig als Symbol für Gerechtigkeit, Befreiung und die Kraft entschlossener Handlung dargestellt.