Herkunft und frühe Jahre
Laurentius wurde um 225 n. Chr. vermutlich in Huesca in Spanien geboren. Schon früh wird erzählt, dass er nach Rom kam, wo er in den Dienst des späteren Papstes Sixtus II. trat. Als junger Diakon übernahm er eine Schlüsselrolle in der Betreuung der Bedürftigen der Stadt, die zu dieser Zeit oft am Rand der Gesellschaft standen.
Dienst in Rom
In Rom war Laurentius als Erzdiakon tätig und verwaltete unter anderem die Güter der Gemeinde. Er kümmerte sich um Witwen, Waisen und Arme und galt als verlässlich, humorvoll und mutig. Als Kaiser Valerian 258 n. Chr. die Christenverfolgung verschärfte, wurde Papst Sixtus II. hingerichtet. Der Legende nach soll Laurentius ihm noch auf dem Weg zum Martyrium zugerufen haben, dass er ihm bald folgen werde.
Der berühmte Mut
Die römischen Behörden verlangten von Laurentius, den Kirchenschatz auszuhändigen. Er verteilte jedoch die Werte an die Armen und stellte genau diese dann als den „wahren Schatz der Kirche“ vor. Diese mutige Geste machte ihn über Jahrhunderte hinweg berühmt. Der Überlieferung nach erlitt Laurentius am 10. August 258 den Märtyrertod, wahrscheinlich durch Enthauptung. Das bekannte Bild des „Rostes“ stammt aus späteren Erzähltraditionen und wurde zu seinem festen Attribut.
Verehrung und Bedeutung
Laurentius wurde schnell einer der populärsten Heiligen Roms und später auch in Europa. Seine Verbindung zu Feuer, Hitze und Küche machte ihn zum Patron der Feuerwehrleute und Köche, sein Einsatz für Wissen und Arme zum Fürsprecher von Bibliothekaren, Studenten und Bedürftigen. Der 10. August ist bis heute sein Gedenktag, an dem vielerorts Laurentiusfeuer entzündet werden.