Thima geht langsam aber dafür sie kommt weit.
Sie trägt ihren Hut mit derselben Selbstverständlichkeit wie ihren Korb und beides gehört zu ihr. Genau wie ihr Blick für das Wesentliche. Sie bewegt sich frei in der Zeit irgendwo zwischen Almwegen, Wäldern und Dorfplätzen im Chiemgau.
In jüngeren Jahren lebte sie nah am Berg, kannte das Wetter, die Tiere und die langen Sommertage. Diese Nähe ist geblieben. Heute sammelt sie Eindrücke wie andere Beeren: aufmerksam, geduldig, mit wachem Humor. Aus einem Bach wird eine Geschichte, aus einem Käfer eine Figur, aus einer Begegnung eine Fabel.
Thima erzählt, weil Erzählen für sie eine Lebensform ist. Ihre Geschichten tragen Bilder, Wärme und leise Klugheit. Kinder hören gebannt zu, Erwachsene lächeln und erkennen mehr, als sie erwartet hätten. Wer Thima begegnet, der nimmt oft eine Geschichte mit nach Hause und manchmal bleiben ihre Geschichten länger als gedacht …