Xavier François

François Xavier war der weite Horizont unter den frühen Jesuiten. Ein Mann, der seine Schuhe im Staub Japans zerriss, sein Herz in Goa verlor und seinen Blick auf China richtete, auch wenn seine Füße dort nie ankamen. Geboren 1506 in der baskischen Region Navarra war er zunächst nicht mehr als ein ehrgeiziger Student in Paris – bis ihn Ignatius von Loyola traf. Und traf, nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich. Es war eine Begegnung, die sein Leben neu aufschloss. Xavier wurde einer der ersten sieben Gefährten, einer der Gründer der Gesellschaft Jesu aber vor allem eines: ihr Missionar.

Er war der Erste, den Ignatius in die Ferne sandte. Und Xavier ging nicht vorsichtig, sondern vollständig. Von Lissabon nach Indien, weiter nach Südostasien und dann nach Japan. Überall predigte er, taufte, lehrte und er lernte. Er lernte die Sprachen nicht perfekt aber er hörte sie mit offenem Herzen. Er verstand nicht jede Kultur aber er begegnete ihr mit Ernst. Er war kein Eroberer sondern ein Pilger des Wortes. Ein Sendbote, der nicht mit dem Schwert kam sondern mit der Geduld.

Und doch: Seine Wege waren beschwerlich. Oft allein, oft krank, oft erschöpft. Doch er blieb. Und seine Briefe zeugen von einer Seele, die nicht das Eigene retten wollte sondern die anderen erreichen. Sein Tod kam 1552 – vor der Küste Chinas, das er schliesslich nicht mehr betreten sollte. Als er starb war er bereits in den Herzen vieler angekommen.

Für das IfaZ ist François Xavier ein Symbol der Bewegung weniger der geografischen als vielmehr der inneren. Ein Mensch der geht, weil er glaubt. Der bleibt, wo er gebraucht wird. Der nicht fragt ob es sich lohnt sondern ob es sich ergibt. Und der dadurch zeigt: Das Licht kennt keine Grenzen wenn es getragen wird mit Hingabe.