Nun habt ihr gehört von meinem Herrn Konrad, von seinen Mauern und von seinen Wegen. Und ihr habt gesehen diese Kirche, die aus seiner Zeit stammt wie ein Kind aus einem starken Haus. Was soll ich euch nun sagen, ihr Menschen von heute? Vielleicht dies: dass Steine sprechen, länger als Stimmen klingen. Dass ein Mauerwerk, … Weiterlesen

„Sehet euch um: kein Dom, kein Kloster, kein Palast – sondern ein Gotteshaus für das Dorf, schlicht und klar. Und doch, ihr merkt es wohl: für drei oder vier Höfe ist sie groß geraten, zu groß für eine bloße Hofkapelle. Warum also steht sie hier? Ich sage euch: weil der Ort selbst Kraft trug, schon … Weiterlesen

Von den Steinen will ich nun sprechen, von jenen, die mehr reden als mancher Mensch. Denn unser Herr Konrad hielt nicht still bei Worten und Urkunden – er wollte Mauern sehen, Türme, Bögen, die dem Himmel trotzen und zugleich von ihm erzählen. Holz war schnell gebaut, schnell verbrannt, schnell verfallen. Doch Stein – Stein blieb. … Weiterlesen

Neue Version „Höret nun von ihm, den ich meinen Herrn nannte und den die Welt Erzbischof Konrad rief. Wenn er den Raum betrat, da war nicht zuerst Purpur und Amt, nicht Siegel und Kanzlei – da war der Mensch: hoch an Gestalt, die Stimme fest, die Augen schon beim nächsten Bau, noch ehe er geplant … Weiterlesen

Meine Damen und Herren, willkommen hier in der Kirche St. Margareta zu Einharting. Bevor wir die Mauern betrachten und von der Romanik sprechen, möchte ich Ihnen eine ganz besondere Mitarbeiterin vorstellen. Dank der Möglichkeiten des IFAZ – Instituts für angewandte Zeitverschiebung – ist es uns gelungen, für diesen Nachmittag eine Stimme aus dem 12. Jahrhundert hierherzuholen. Sie … Weiterlesen

Seid gegrüßet, ihr Menschen von heute. Ich bin Hemma – Hemma von Laufen. Kein Name von Gewicht in den Chroniken, kein Wappen im Stein. Nur die Tochter eines Ministerialen, eines Dienstmannes an der Salzach, der den Herren von Salzburg diente – bald mit dem Schwert, bald mit der Feder. Mein Vater war ein getreuer Mann. … Weiterlesen

Ölgemälde einer mittelalterlichen Schreiberin bei Kerzenschein, die mit einer Feder über einer Schriftrolle arbeitet

Manche Namen sind wie ein Glas Wasser: schlicht, klar, unverzichtbar. Und dann gibt es die Hemma – ein Name, der klingt wie eine kleine Melodie, irgendwo zwischen Heimat und Himbeerkuchen. Woher kommt Hemma? Der Ursprung liegt tief im Althochdeutschen. Heim – das Zuhause, das Dach über dem Kopf, der Ort der Geborgenheit. Hemma heißt im Kern: „die zum Heim Gehörige“. … Weiterlesen