Sieben Körper – Grundsätzliches zum Modell

Das Sieben-Körper-Modell ist ein Wahrnehmungs- und Denkmodell das Beziehungen sichtbar macht. Es beschreibt wie Wirklichkeit aus dem Zusammenspiel von Mensch, Raum, Zeit, Handlung und Bedeutung entsteht. Ein „Körper“ steht dabei für eine Erfahrungsebene, also für eine Weise wie Welt begegnet, wirkt und Antwort gibt.

Das Modell eröffnet einen gemeinsamen Denkraum in dem Komplexität lesbar wird. Es lädt dazu ein, Situationen vielschichtig zu betrachten und Zusammenhänge wahrzunehmen.


Wie das Modell wirkt

Die Körper bilden gemeinsam einen Beziehungsraum. In diesem Raum treten Bedingungen, Reaktionen, Gewohnheiten, Werte, Wirkung und Handlung in Resonanz.

Das Modell unterstützt dabei,

  • Orientierung zu finden
  • Wechselwirkungen zu erkennen
  • Spannungen wahrzunehmen
  • Entscheidungen bewusst zu verorten

Es arbeitet mit Aufmerksamkeit und Beziehung und fördert Klarheit durch Zusammenschau.


Die sechs erfahrbaren Ebenen

Ressourcen

Alles, was vorhanden ist und trägt: Raum, Zeit, Material, Aufmerksamkeit.

Leben

Reaktion, Rhythmus, Veränderung, Vitalität.

Kultur

Gelebte Praxis, Gesten, Sprache, überlieferte Formen des Tuns.

Wert

Bedeutung, Nachklang, Erinnerung, das Bleibende.

Verantwortung

Wirkung von Anwesenheit, Spur, Beziehung zum Umfeld.

Handeln

Bewusste Beteiligung, Entscheidung, Gestaltung.

Diese Ebenen wirken gleichzeitig und miteinander. Keine steht für sich allein. Ihre Kohärenz eröffnet Sinn.


Wofür das Modell genutzt wird

Das Sieben-Körper-Modell findet Anwendung in

  • Kultur- und Vermittlungsarbeit
  • Gestaltung und kuratorischen Prozessen
  • Bildung, Gemeinwesen und Politik
  • Reflexion von Verantwortung und Wirkung

Es bietet eine gemeinsame Sprache für Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven und bleibt offen für Weiterentwicklung.


Leitgedanke

Wirklichkeit zeigt sich in Beziehung. Das Sieben-Körper-Modell macht diese Beziehungen erfahrbar.

Nuage

Die Körper sind viele
Doch ihr Atem
Ist Eins

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