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	<title>Ressourcen &#8211; kesslfligga</title>
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	<description>kunst und kultur</description>
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	<title>Ressourcen &#8211; kesslfligga</title>
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		<title>Keaberg-Hias über Ressourcen</title>
		<link>https://www.kesslfligga.de/keaberg-hias-ueber-ressourgen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[joki]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jul 2025 07:24:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Keaberg-Hias]]></category>
		<category><![CDATA[Ressourcen]]></category>
		<category><![CDATA[Stuhl 1]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn er einen Baum fällt, spricht er vorher leise – nicht aus Aberglauben, sondern aus Achtung. „Er is hoid a Lebewesen,“ sagt er. „Bloß dass er ned schreit.“]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="gb-text"><br><strong>Keaberg-Hias und das, was da ist</strong><br><br>Er sitzt oft da, wo andere längst weitergehen. Auf einem Wurzelstock, das Knie angewinkelt, die Pfeife im Mund, die Hände ruhig. Manchmal rührt er sich stundenlang nicht. Wer ihn beobachtet, merkt: Da ist einer, der das&nbsp;Dasein&nbsp;kennt. Nicht im Kopf, sondern mit der Haut.<br><br>Der&nbsp;Keaberg-Hias&nbsp;ist keiner, der über Ressourcen redet, nein. Er gebraucht sie – aber mit einem Taktgefühl, das nicht gelehrt ist, sondern gewachsen. Holz schlägt er nur dann, wenn es Zeit ist. Wasser nimmt er nur dann, wenn er Durst hat. „Wenn d’Wurzl no ziagt, brauchst net schneid&#8217;n,“ sagt er. Und: „Was d&#8216; nimmsd, des bisd aa wieder schuldig.“<br><br>Er zählt nicht. Er wägt. Er kennt die Kraft der Dinge, aber auch ihre Müdigkeit. Sein Rucksack ist alt, geflickt, aber noch gut. Seine Axt hat schon viele Winter gesehen, doch er wirft sie nicht fort. „Solang’s no schneidt, schneidt’s“, murmelt er. Und streicht mit dem Daumen über das Holz des Stiels, als wär’s ein alter Freund.<br><br>Für Hias ist der Wald kein Vorrat, sondern ein Gegenüber. Er hört auf das Knacken der Äste, das Sinken des Lichts. Wenn er einen Baum fällt, spricht er vorher leise – nicht aus Aberglauben, sondern aus Achtung. „Er is hoid a Lebewesen,“ sagt er. „Bloß dass er ned schreit.“<br><br>Er weiß, dass das, was da ist, nicht ewig ist. Und er lebt so, dass es noch reicht – auch für die, die nach ihm kommen. Er tut das nicht aus Moral, sondern, weil es sich&nbsp;einfach nicht gehört, anders zu leben. Zumindest nicht für ihn. Zumindest nicht hier, am Kienberg.</p>



<h4 class="gb-text gb-text-0d0e4a2e"><a href="https://www.kesslfligga.de/2025/07/02/ressourcen-aus-verschiedenen-perspektiven/" data-type="post" data-id="1244">zurück zu Ressourcen aus verschiedenen Perspektiven</a></h4>
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		<title>Ahab über Ressourcen</title>
		<link>https://www.kesslfligga.de/ahab-ueber-ressourcen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[joki]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jul 2025 06:21:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ahab's Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ressourcen]]></category>
		<category><![CDATA[Stuhl 1]]></category>
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					<description><![CDATA["Ich sah die Erde
und nannte sie Plattform.
Ich sah das Erz
und nannte es Möglichkeit.
Ich sah den Menschen
und fragte: Wie optimieren wir ihn?"]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="gb-text"><br>(<em>nach Elon Musk – im Licht der Ressourcenfrage</em>)<br><br><br>Ich sah die Erde<br>und nannte sie Plattform.<br>Ich sah das Erz<br>und nannte es Möglichkeit.<br>Ich sah den Menschen<br>und fragte: Wie optimieren wir ihn?<br><br>Ich grub nach Kupfer,<br>nach Lithium, nach Kraft.<br>Ich trieb Maschinen durch Wüsten<br>und Gedanken durch Schädel.<br>Was lebt, darf dienen.<br>Was glänzt, darf gehen.<br><br>Ich jagte nicht den Wal –<br>ich jagte, was ihn antreibt:<br>das Öl in seiner Tiefe,<br>die Macht in seinem Körper,<br>den Code seiner Bewegung.<br><br>Ressourcen?<br>Nicht, was da ist.<br>Sondern, was mir gehört.<br>Nicht, was bleibt.<br>Sondern, was mir folgt.<br><br>Ich nenne Fortschritt,<br>was sich meinem Zugriff nicht entzieht.<br>Ich nenne Vision,<br>was keinen Widerstand leistet.<br><br>Doch nachts,<br>wenn die Bildschirme stumm sind,<br>spüre ich eine Gegenwart,<br>die ich nicht programmiert habe:<br>ein leiser Rest.<br>Ein Nein.<br><br>Und manchmal frage ich:<br>Was, wenn der Wal<br>nicht Feind war,<br>sondern Grenze?<br><br><br><strong>&#8211; Ahab</strong>, <strong>Symbolfigur</strong></p>



<h4 class="gb-text gb-text-0d0e4a2e"><a href="https://www.kesslfligga.de/2025/07/02/ressourcen-aus-verschiedenen-perspektiven/" data-type="post" data-id="1244"></a><a href="https://www.kesslfligga.de/die-sieben-stuehle/" data-type="post" data-id="866">Übersicht: Die Sieben Stühle</a></h4>





<p class="gb-text">[zyklus_link]</p>
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		<title>Ishmael über Ressourcen</title>
		<link>https://www.kesslfligga.de/ishmael-ueber-ressourcen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[joki]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jul 2025 05:22:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ishmael philosophiert]]></category>
		<category><![CDATA[Ressourcen]]></category>
		<category><![CDATA[Stuhl 1]]></category>
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					<description><![CDATA[Ishmael, die zentrale Figur aus "Moby Dick" philosophiert über Walfang und alles andere]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="gb-text">Nennt mich Ishmael.<br><br>Über das, was da ist.<br>Ich weiß nicht, wie lange es her ist, dass ich zum letzten Mal ein Schiff bestiegen habe, um hinauszufahren in die großen Gewässer. Vielleicht zwanzig Jahre. Vielleicht mehr. Die Zeit fließt anders, wenn man sich dem Wind anvertraut hat. Heute sitze ich meist an Land, aber das Meer ist mir geblieben – nicht als Ort, sondern als Echo in der Brust. Und manchmal, wenn ich still bin, höre ich es noch: das schwere Atmen eines Wals unter der Oberfläche, das Knarren des Holzes bei Nacht, das Singen eines Matrosen, der längst nicht mehr lebt.<br><br>Damals, auf der Pequod, war alles eine Frage des Fangs. Ressourcen – das war für uns der Tran, das war das Fett, das Öl, der Gewinn. Es ging ums Brennen, ums Leuchten, ums Geld. Der Wal war Beute, und wir waren Männer mit Haken und Eisen, mit Hunger und Ziel. Wir jagten, was sich verwerten ließ – das Messbare, das Verwertbare, das Verkaufbare. Aber es gab Dinge, die wir nicht jagten – vielleicht, weil wir sie nicht kannten. Oder nicht sehen wollten. Vielleicht auch, weil sie sich nicht in Fässer füllen ließen.<br><br>Niemand sprach von der Stille als Ressource. Niemand sprach vom Gleichgewicht der Winde. Niemand sprach von der Weite, die einen nicht kleiner machte, sondern weitete. Wir lebten in ihr, aber wir besaßen sie nicht. Und gerade deshalb war sie vielleicht das Kostbarste. Heute, wenn die Leute mich fragen – was ist eine Ressource? – dann sage ich ihnen nicht, was man nachschlagen kann. Ich sage ihnen, was ich gesehen habe.<br><br>Ich habe den Blick eines Mannes gesehen, der tagelang auf der Mastspitze stand und im Nichts suchte – und darin zu sich selbst kam. Ich habe erlebt, wie ein kaputtes Ruder uns zwang, auf die Strömung zu hören – und sie trug uns weiter, als wir jemals geplant hatten. Ich habe verstanden, dass das Meer nicht unser Gegner war, sondern unser Lehrer. Und dass das, was wir mitnahmen, oft weniger war als das, was wir hätten zurücklassen sollen.<br><br>Heute denke ich: Eine Ressource ist nicht einfach das, was&nbsp;<em>da ist</em>. Es ist das, was&nbsp;<em>wir als da erkennen</em>. Es ist Beziehung. Es ist Wahrnehmung. Es ist Wert. Die wahren Ressourcen – sie brennen nicht. Sie leuchten nicht in Lampen. Sie leuchten im Inneren.<br><br>Ein Moment der Ruhe. Ein Gespräch ohne Ziel. Ein Ort, der dich aufnimmt, ohne dich zu bewerten. Die Luft am Morgen, wenn der Tag noch nichts von dir verlangt. Das Rauschen eines Baums, das dich an jemanden erinnert, den du geliebt hast. Das sind Ressourcen, die nicht versiegen, wenn man sie teilt. Im Gegenteil: Sie wachsen. Sie verwandeln. Und sie fordern nichts als Aufmerksamkeit.<br><br>Vielleicht, so denke ich heute, besteht der größte Reichtum nicht im Haben, sondern im Sehen. Im Spüren. Im Dasein. Denn wir sind nicht die Herren der Welt. Wir sind Reisende auf ihrem Rücken. Und wenn wir Glück haben, erkennen wir das früh genug, um ihr zu danken.<br><br>Nennt mich Ishmael. Ich bin einer, der überlebt hat. Einer, der gesucht hat. Und der heute stiller spricht als früher – aber vielleicht deutlicher. Denn wer gelernt hat, dem Wasser zuzuhören, der weiß, dass man nicht alles verstehen muss. Manches genügt, wenn es einfach&nbsp;<em>da</em>&nbsp;ist.<br><br><strong>&#8211; Ishmael, weiter entwickelte Romanfigur aus &#8222;Moby Dick oder der Wal</strong>&#8222;, Herman Melville</p>



<h4 class="gb-text gb-text-0d0e4a2e"><a href="https://www.kesslfligga.de/2025/07/02/ressourcen-aus-verschiedenen-perspektiven/" data-type="post" data-id="1244">zurück zu Ressourcen aus verschiedenen Perspektiven</a></h4>
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		<item>
		<title>Martin über Ressourcen</title>
		<link>https://www.kesslfligga.de/martin-ueber-ressourcen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[joki]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jul 2025 04:58:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Martin's Perspektive]]></category>
		<category><![CDATA[Ressourcen]]></category>
		<category><![CDATA[Stuhl 1]]></category>
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					<description><![CDATA[Martins Perspektive und wie er als Erdkundelehrer über das Thema denkt]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="gb-text">Wenn ich den Begriff „Ressourcen“ höre, denke ich nicht zuerst an Zahlen, Verbrauch oder Energieeffizienz. Ich denke an Geschichten. An das, was da ist – und an das, was einmal war. An Karten, an Wege, an Böden, die Generationen getragen haben. An Menschen, die mit dem gearbeitet haben, was sie hatten – nicht mehr, nicht weniger. Ressourcen sind für mich nicht nur Rohstoffe. Es sind Grundlagen. Möglichkeitsräume.<br><br>Ich unterrichte Erdkunde. Ich weiß, was eine Ressource technisch ist. Aber für mich als Mensch – als jemand, der im Chiemgau lebt, der Karten sammelt, der die alten Wege kennt – ist es mehr. Eine Ressource ist das, was trägt. Das, worauf man aufbauen kann. Das, was bleibt, wenn man alles Überflüssige abzieht.<br><br>Ich frage mich oft: Was bleibt, wenn der Wald kein Wirtschaftsgut mehr ist? Wenn das Wasser nicht mehr berechnet wird? Wenn die alten Steige auf keiner App mehr auftauchen? Vielleicht bleibt dann nur das, an was wir uns erinnern. Oder es bleibt auch das, was wir erhalten, weil wir es verstanden haben.<br><br>Für mich beginnt Ressourcenbewusstsein nicht mit dem CO₂-Ausstoß, sondern mit einem Blick. Mit der Fähigkeit, das Vorhandene zu sehen – und darin einen Wert zu erkennen. Einen Wert, der nicht durch Nutzen entsteht, sondern durch Beziehung.<br><br>Wenn ich am Wochenende eine alte Almkarte betrachte, dann frage ich mich nicht, wie man sie optimiert. Ich frage mich, wer dort war. Wie sie gelebt haben. Und was wir heute davon verstehen. Die Ressource ist nicht nur das Holz oder das Wasser – es ist auch die Geschichte. Das Wissen. Die Haltung.<br><br>Ich glaube, dass wir neu lernen müssen, das Vorhandene zu würdigen – nicht nur als etwas, das wir benutzen dürfen, sondern als etwas, das uns anvertraut ist. Vielleicht ist das altmodisch. Aber vielleicht ist es gerade das, was wir wieder brauchen.<br><br><strong>– Martin Schollmoser</strong></p>



<h4 class="gb-text gb-text-0d0e4a2e"><a href="https://www.kesslfligga.de/2025/07/02/ressourcen-aus-verschiedenen-perspektiven/" data-type="post" data-id="1244">zurück zu Ressourcen aus verschiedenen Perspektiven</a></h4>
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		<item>
		<title>Mira über Ressourcen</title>
		<link>https://www.kesslfligga.de/mira-ueber-ressourcen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[joki]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jul 2025 04:39:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mira's Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Ressourcen]]></category>
		<category><![CDATA[Stuhl 1]]></category>
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					<description><![CDATA["Also ja. Ressourcen?
Für mich ist das alles, was man nicht kaputt macht, wenn man’s benutzt."]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="gb-text">Mira sitzt am Mittersee. Die Füße im Sand, Wasser plätschert ihr gegen die Knöchel.<br><br><br><em>Also echt jetzt… wie schön ist das bitte? Und keiner redet davon. Keine Insta-Story, kein „Hier muss man mal gewesen sein“-Ding. Einfach da. Und einfach mega.</em><br><br><br>Sie dreht den Kiesel in ihrer Hand, der so flach ist, dass man ihn eigentlich werfen müsste. Aber irgendwie will sie nicht stören.<br><br><br><em>Ich glaub, das ist das Krasseste an dem Ort hier: der sagt nicht „Mach was!“, sondern einfach nur „Bleib.“</em><br><br><br><em>Und ich so: okay.</em><br><br><br><em>Also… Ressourcen. Ja. Das Wort klingt halt so… keine Ahnung. Wie was mit Flipchart und so CO₂-Pfeilen und Nachhaltigkeits-Workshops mit Bio-Obst.</em><br><br><br><em>Aber eigentlich ist’s viel einfacher. Für mich jedenfalls. Es ist das, was da ist. Nicht das, was man kaufen kann oder irgendwie effizient machen muss. Sondern das, was halt einfach da ist und reicht.</em><br><br><br>Ein Junge ruft nach seiner Mama, zwei Enten watscheln durchs Bild. Mira grinst, zieht den Grashalm aus dem Mund und schaut ins Wasser.<br><br><br><em>Zum Beispiel das hier. Sonne. Ein bisschen Wind. Zeit, die sich nicht beeilt. Und ich. Mehr brauch ich grad nicht.</em><br><br><br><em>Ey, ich hab doch sonst nix. Kein Plan. Kein Job, der sich erwachsen anfühlt. Keine Ahnung, was ich in fünf Jahren mach. Aber hier hab ich alles. So komisch das klingt.</em><br><br><br>Sie kickt einen Stein ins Wasser, ganz langsam, mit der Fußspitze. Die Wellen machen keinen Aufstand. Sie kommen einfach.<br><br><br><em>Ich vergesse ständig Sachen. Mein Schloss. Meine Schlüssel. Neulich hab ich nen Topf auf dem Herd stehen lassen. War blöd. Aber die Sachen, die wichtig sind – die vergess ich nicht.</em><br><br><br><em>Wie wenn mir jemand was erzählt. So ein richtig alter Mensch. Oder wenn mir wer was gibt und dabei nix sagt, aber man spürt so: Das ist wichtig für den. Und jetzt ist’s auch wichtig für mich.</em><br><br><br><em>Das ist doch auch ’ne Ressource, oder? Wenn jemand dir was gibt, das mehr ist als das Ding selbst. Vertrauen oder so. Wärme. Keine Ahnung.</em><br><br><br>Ein Wind geht durch die Bäume. Ihre Haare fliegen ihr kurz ins Gesicht, sie pustet sie weg.<br><br><br><em>Und ey, das klingt jetzt vielleicht cheesy, aber: Ich glaub, das Leben gibt einem voll viel, wenn man mal aufhört, so dauernd dagegenzudenken. Einfach da sein. Gucken. Spüren. Mehr nicht.</em><br><br><br><em>Ich mein – was, wenn wir Ressourcen nicht verbrauchen, sondern einfach… bemerken?</em><br><br><br>Sie lehnt sich zurück ins Gras. Der Stein im Rücken ist gar nicht unbequem, eher so wie: Halt dich mal kurz fest.<br><br><br><em>Manchmal denk ich: Ich hab keine Ahnung vom Leben. Aber dann sitz ich hier. Und denk mir: Vielleicht reicht das schon.</em></p>



<h4 class="gb-text gb-text-0d0e4a2e"><a href="https://www.kesslfligga.de/2025/07/02/ressourcen-aus-verschiedenen-perspektiven/" data-type="post" data-id="1244">zurück zu Ressourcen aus verschiedenen Perspektiven</a></h4>
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			</item>
		<item>
		<title>Karin über Ressourcen</title>
		<link>https://www.kesslfligga.de/karin-zu-ressourcen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[joki]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jul 2025 04:21:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Karin's Perspektive]]></category>
		<category><![CDATA[Ressourcen]]></category>
		<category><![CDATA[Stuhl 1]]></category>
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					<description><![CDATA["Darum beginnt Ressourcenbewusstsein für mich nicht bei der Frage: Wie viel darf ich? Sondern bei der Frage: Was passiert, wenn ich es tue?"]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="gb-text">Ressourcen sind zunächst das, was vorhanden ist. Aber Verfügbarkeit allein macht noch keinen Wert. Was zählt, ist die Beziehung zwischen dem, was da ist – und dem, der es wahrnimmt.<br><br>Ein See ist Wasser, ja. Aber er ist auch Ruhe, Kühlung, Lichtspiegelung, Ökosystem, Zufluss, Verdunstung, Tiefe. Und je nachdem, wer fragt, ist er etwas anderes. Für einen Biologen: Habitat. Für einen Wanderer: Pause. Für ein Kind: Abenteuer. Für eine Gemeinde: Kostenstelle. Für mich: ein stabiles System, das sich im Gleichgewicht hält – solange es nicht übernutzt wird.<br><br>Ressourcen sind nicht nur stofflich. Manche sind leise, nicht messbar.<br>Zeit, Konzentration, Vertrauen – alles, was unauffällig verbraucht wird, ist auch Ressource. Ich glaube, dass viele Systeme nicht an Knappheit scheitern, sondern an Unachtsamkeit. Es geht nicht darum, möglichst wenig zu nehmen. Sondern darum, zu verstehen, was das Nehmen verändert.<br><br>Ich denke in Strukturen. Ein stabiler Zustand ist selten Zufall. Er entsteht durch Ausgleich, Rückkopplung, Rhythmen. Wenn diese gestört werden, gerät das Ganze aus dem Takt.<br><br>Darum beginnt Ressourcenbewusstsein für mich nicht bei der Frage:&nbsp;<em>Wie viel darf ich?</em> Sondern bei der Frage:&nbsp;<em>Was passiert, wenn ich es tue?</em> Nicht jedes System ist unendlich belastbar. Und nicht jede Störung macht sich sofort bemerkbar.<br><br>Manche Ressourcen erschöpfen sich nicht. Aber wir erschöpfen sie trotzdem – durch Gleichgültigkeit.<br><br>Was da ist, genügt oft. Wenn man es sieht.</p>



<h4 class="gb-text gb-text-0d0e4a2e"><a href="https://www.kesslfligga.de/2025/07/02/ressourcen-aus-verschiedenen-perspektiven/" data-type="post" data-id="1244">zurück zu Ressourcen aus verschiedenen Perspektiven</a></h4>
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