Ein barockes Szenenbild, das die Vielfalt und Wandlungsfähigkeit des Stils in Europa zeigt

Erste Barock-Recherchen

oder wenn die großen Meister aus ihren Jahrhunderten treten und im Zimmer stehen

Ein stiller Anfang

Es war kein großer Entschluss. Kein „Jetzt fange ich an“. Eher ein leises Neigen. Eine Hand, die sich aus dem Hintergrund hob, ohne Eile und ohne Druck. Ich wollte verstehen, was mich da berührt hatte und zwar nicht im Kurhaus sondern in mir.

Die ersten Schritte ins Unbekannte

Ich begann also zu lesen. Erst ein paar Zeilen, dann ganze Abende. Bernini, Borromini, Caravaggio – Namen, die ich vielleicht schon mal gehört hatte. Und plötzlich standen sie da nicht mehr als kunsthistorische Figuren vor mir sondern wie Menschen, die etwas Dringliches sagen wollen. Ich merkte wie ich mich ihnen annäherte ohne zu wissen warum. Vielleicht weil ich in Geschichten dachte. So entstanden die ersten ideen zu „Mira und das Grüne Buch“.

Rom und Paris – zwei Tore in dieselbe Glut

Je weiter ich las desto deutlicher wurde ein Muster. Die Jesuiten. Es waren ihre Lust am Bild, ihr Vertrauen in Wirkung, Bewegung, Inszenierung. Rom als Bühne. Paris als Idee. Ich folgte ihrer Spur ohne aber zu wissen wohin sie führte. Es fühlte sich an als würde ich einen langen Faden aufnehmen, den jemand vor Jahrhunderten ausgelegt hatte. Vielleicht für mich, vielleicht auch für jeden, der bereit ist hinzusehen.

Ein wachsendes inneres Klingen

Mit jedem Tag wurde mir klarer: Der Barock ist kein Stil. Er ist eine Art die Welt zu ertragen. Vielleicht sogar auch eine Art ihr zu antworten. Ich merkte, dass etwas in mir sich zu bewegen begann wie ein Ton, der im eigenen Brustkorb nachhallt. Nicht zu erklären. Aber zu spüren.

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