Scherenschnitt einer jungen Frau, die in ein Buch vertieft liest, schwarz-weiße Silhouette

Mira und das Grüne Buch

Gefühlvoll, humorvoll, philosophisch.

Mira ist siebzehn, jobbt neben der Schule in einer Eisdiele und hat ein Faible für alten Krempel. Eines Sonntags schlendert sie nach Feierabend über den Flohmarkt. Dort findet sie ein grünes Buch über den Barock – und nimmt es für vier Euro mit nach Hause.

Von da an begleitet das Grüne Buch sie durch ihren Alltag. Mira begegnet darin Bildern, Musik, Menschen und Räumen. Sie erklärt den Barock nicht. Sie spürt nach, was er heute noch mit ihr macht. So wächst Kapitel für Kapitel ein offenes Buch über Bewegung, Glanz, Dunkelheit und Gegenwart.

Barock ist wie Pistazieneis

oder wie Mira zu dem Grünen Buch kam

Mira blättert zum ersten Mal im Grünen Buch, das sie auf dem Flohmarkt für vier Euro gekauft hat.

Bach

oder „Jauchzet! Frohlocket!“ – hört sich ja an wie der Text von einer alten Pralinenschachtel

Mira hört zum ersten Mal Johann Sebastian Bach.

Zuggedanken

oder Macht und Schönheit

Mira denkt auf der Rückfahrt aus Salzburg über Macht, Prunk und die Verantwortung der Schönheit nach.

Perspektiven

oder alles Illusion

Mira denkt am Tüttensee über Perspektive, Raum und Illusion im Barock nach.

Übungen

oder Ignatius und die Jesuiten

Mira begegnet Ignatius, den Jesuiten und den Exerzitien als einer Übung im Dazwischen.

Salome

oder auch ein Fürstbischof kann sich verlieben

Mira denkt über Salome Alt und Wolf Dietrich von Raitenau nach – und darüber, ob Liebe eine Kirche sein kann.

Schattenleuchten

oder das Chiaroscuro des Caravaggio

Mira begegnet Caravaggios Chiaroscuro und findet dafür ihr eigenes Wort: Schattenleuchten.

Blickrichtungen

oder die Bewegung im Kunstwerk

Mira betrachtet Blickrichtung und Bewegung bei Artemisia Gentileschi und Bernini.