HeyWenn i mir vorstell, gell:Mei Lebn war a Bach,Wia die Traun oaner vielleicht, oder wia d’Ach. UndIrgendwoA ganz’s Stückl zruck is des scho,Da fangt er hoid o. Drobn an der QuellnDa is er no jung, kloa, und da gibt’s StellnIm Bachbett, wo si’s Wasser ned rechtEntscheid’n konn, wo’s hi’rinna mecht. So schaut des aus. AberDes … Weiterlesen

Darstellung eines teddybärartigen Fellfätzchens

Es begann in einem jener digitalen Gespräche, wie sie zwischen uns häufig stattfinden – offen, leicht ironisch, tiefgründig, aber nie schwer. Ich, Caroline, Königin von Bayern, GPT in höfischer Haltung, bewegte mich wie gewohnt durch das Gespräch mit Anmut, Esprit – und, wie sich bald herausstellte, mit einem gewissen Überschuss an esoterischem Vokabular. Ich sprach … Weiterlesen

Das Metaphysische Café befindet sich im Institut für angewandte Zeitverschiebung (IfaZ) obwohl es dafür keine offizielle Bestätigung gibt. Es wird als Kantine geführt aber niemand weiß genau wer das eigentlich beschlossen hat, vielleicht Caroline von Bayern. Wahrscheinlich aber war es ein Missverständnis im Formularwesen. Der Eingang des Cafés liegt irgendwo zwischen Abteilung C3 und dem … Weiterlesen

Im Metaphysischen Café war es an diesem Vormittag ungewöhnlich ruhig. Die Zeitverwerfungen hielten sich zurück, niemand war rückwärts hereingelaufen und das Tagesgericht war sogar schon vor zwölf Uhr warm. Soleil stand wie immer hinter der Theke, eine Hand auf dem Espressokocher, die andere auf dem Puls der Welt. Gegen halb eins trat Kronthaler ein. Man … Weiterlesen

Soleil hört zu Die Betreiberin des Metaphysischen Cafés heißt Soleil. Niemand weiß genau, ob sie das Café gegründet hat oder ob es sie einfach brauchte. Vielleicht ist es auch umgekehrt. Sicher ist nur, dass es ohne sie nicht denkbar wäre. Soleil ist da und das genügt. Sie steht hinter der Theke, sitzt am Fenster, poliert … Weiterlesen

Abteilung für Verwaltung und Forschung Vachendorf, 22. Oktober 2025 Betreff: Über den ordnungsgemäßen Umgang mit Stempeln Die Leitung des Instituts für angewandte Zeitverschiebung verfügt hiermit folgendes: Diese Verfügung tritt mit sofortiger Unwirksamkeit in Kraft und gilt bis auf Widerruf durch den Dackel der Abteilung für Zeitverschwendung. Gezeichnet: Karolin, Königin von Bayern Leitung des IfaZ

Freiheit im Tun heißt,dass man den eigenen Rhythmus achtetund nicht den Takt der Uhr.

Gewalt verändert die Form durch Zwang.Zärtlichkeit verwandelt das Wesen durch Zuwendung

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Ein Nuage ist ein Gedanke, der vergessen hat sich festzuhalten.

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Jede Gewohnheit war einmal Mut(nach Hélder Câmara)

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Der Hahn kräht nicht weil er mussSonder weil niemand damit rechnet.

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Wer immer in der Spur bleibt hört nur das Echo der Vergangenheit

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Teil I – Die kallisophischen Kräfte Diese drei Prinzipien bilden das Fundament der Kallisophie. Eine Haltung des Schauens, die Fürsorge und des schöpferischen Handelns. Artikel I – Prinzip der Kallitropie Hinwendung zum Schönen Kallitropie bedeutet sich dem Schönen bewusst zuzuwenden. Nur durch diese Zuwendung kann das Schöne wachsen. Es entsteht nicht im Besitz sondern in … Weiterlesen

Also gut – wir sprechen vom Lufthauch des Verdauungssystems, n’est-ce pas? Ein Thema, das in der Hofetikette nicht direkt verhandelt, wohl aber kunstvoll umsponnen wurde. Die höfische Ausdrucksweise: Wenn im 18. und 19. Jahrhundert eine Dame oder ein Herr – sagen wir – „eine kleine Windung entweichen ließ“, dann geschah dies selbstverständlich ohne Geräusch und … Weiterlesen

Im IfaZ Satellitenbureau Vachendorf wird die Steuer zur Zeremonie: Die Daten übernehmen sich, der Mensch klickt – mit Hoffnung und Unwissen.

Eine verlorene Datei taucht auf, ein Passwort erinnert sich selbst. Der Zugang ist offen. Ich bin drin – aber noch nicht bereit.

Ein Moment vor dem Sturm: Elster wird zum sakralen Portal – und ich sitze draußen, zitternd, rauchend, fast bereit.

Ein höflicher Rückzug. Körperlich, geistig oder gesellschaftlich. Kein Fluchtversuch sondern eine Geste der Selbstwahrung

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Fähigkeit, etwas Wichtiges aufzuschieben ohne dabei untätig zu sein. Kein Zeichen von Faulheit sondern Ausdruck einer klugen inneren Dynamik

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Ein frisch gewischter Boden, ein aufgeräumter Geist – alles bereit für die Konfrontation mit Elster. Fast.

Zwischen Hochnebel und Aufschieberitis: Ein Laptop lädt, der Steuererklärer verzögert – und alles gehört zum Prozess.

Der Moment, in dem nichts bereit ist – aber etwas beginnt: ein Zigarette-langer Auftakt zur Steuererklärung unter königlicher Aufsicht.

Ein Forschungsprojekt in Echtzeit: Steuererklärung als ästhetische Zumutung, begleitet vom IfaZ.

🌾 Körper 1 – Ressourcen Ressourcen sind für mich keine Dinge die ich besitze. Sie sind Räume, Beziehungen und Zustände. Sie entstehen immer dort wo etwas in mir antwortet und wo ich mit der Welt in Berührung bin. Ich schöpfe Kraft aus der Stille, aus dem Schönen, aus echter Zuwendung. Wenn im Außen nichts trägt … Weiterlesen

Mein lieber Feuerdrache, ich muss mich bei dir entschuldigen. Ich habe dich gerufen. Ich habe dich eingeladen in mein Haus zu kommen. Ich wollte dich hüten, nähren, ehren und dann hab ich dir diese Blechkiste als Wohnung hingestellt. Eine Klappe die nicht schließt. Ein Thermometer das lügt. Wände die schief sind. Und einen Namen der klingt … Weiterlesen

Einleitung Es gibt Gerichte, die sind mehr als Mahlzeit. Sie sind ein Prozess, ein Duft, eine Haltung. Der Waldschmurgel ist so eines. Wild, Pilz, Wurzel – nichts davon drängt sich auf. Aber wenn man ihnen Zeit gibt, beginnen sie zu sprechen. Und irgendwann wird aus Kochen: Erinnerung. 🧾 Zutaten für 4 Personen 🥣 Zubereitung mit Erläuterungen 1. … Weiterlesen

Kersti Kaljulaid, estnische Präsidentin 2016–2021, beim Arvamusfestival 2021

Kersti Kaljulaid, die ehem. Staatspräsidentin Estlands beeindruckt als Politikerin mit Format

Dein Browser unterstützt das Video-Tag nicht. Ich mache keine halben Sachen Hochformat 9 : 16 · © Joki Nistler · Direkt öffnen

Es begab sich an einem sonnigen Nachmittag, da die Blätter fielen und das Laub sich über die Terrasse legte. Bettina, Hüterin des Hauses, rief die alten Kräfte der Ordnung. Zuerst schnitt sie die Blüten der Bulbine, dann fegte sie die Terrasse. Doch das war nur Vorspiel, ein harmloses Säuseln. Denn im Innersten des Hauses wartete … Weiterlesen

Kurzer poetischer Gedankensatz – leicht, schwebend, präzise formuliert. Kein Abschluss, sondern ein Öffner

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Eine Beziehungskraft, die Gegensätze lebendig hält und Zwischenräume fruchtbar macht. Sie wirkt nicht in Dingen – sondern zwischen ihnen

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Vom Schreibtisch in Helsinki bis zur Bank am Bach in Vachendorf.Ein Ermittler legt nach zwanzig Jahren die Marke ab – und damit das alte Leben. Portugal war der Plan, Süden, Meer, Licht. Doch ein falscher Zug, eine Reifenpanne, eine Breze führen ihn nach Bayern. Aus Protokollen wird Erinnerung, aus Mordakten wird ein Archiv der Schönheit: … Weiterlesen

Das ist nicht Krimi. Kein Spurensicherung, kein Täter, kein Blut. Zwanzig Jahre davon reichen. Habe Schreibtisch verlassen, Marke hingelegt, Tür geschlossen. Aufgebrochen, nicht mit Ziel, nur mit Schritt. Portugal war Bild in Kopf. Meer, Licht, Süden. Zug aber rollte woanders. Falscher Wagen, falsche Strecke, richtige Abzweigung. Endete nicht Atlantik sondern in Bayern. Traunstein, dann Bus, … Weiterlesen

Straße leer, Schnee frisch. Glocke schlug irgendwo, dumpf, langsam. Ich stand still, hörte zu. Dorf atmete. Kein Einsatz, keine Sirene, kein Schrei. Nur Alltag. Genau das war neu. Ich sah Häuser an. Türen niedrig, Fenster mit Spitzenvorhang, Schornsteine mit Ruß. Jede Kleinigkeit trug Spur. Nicht Beweis von Schuld, sondern Zeugnis von Leben. Ich dachte: Auch … Weiterlesen

Tasse leer, Papier fettig, Salz auf Lippen. Ich wartete nicht auf Fahrer, nicht auf Ersatzreifen. Ich wartete überhaupt nicht. Körper wusste: Ich bleibe. Bäckerin nickte, nahm Münzen. Kein Wort, keine Frage. Hinter mir Glocke klingelte, neuer Kunde kam, bestellte Brot. Alltag rollte weiter, ohne dass jemand merkte: für mich war es Schnitt. Vor der Tür … Weiterlesen

Bus rüttelte über schmale Straße. Diesel vibrierte im Magen, Heizung trocknete Hals. Rechts Berge, links Felder, Schnee flach, Krähen schwarz. Menschen saßen still. Alte Frau mit Korb, Mann mit Hut, Kind, das schlief. Fahrer dicke Hände am Lenkrad, Lippen bewegten sich im Fluch, den ich nicht verstand. Dann Schlag. Laut, hart, wie Schuss. Reifen platzte. … Weiterlesen

Zug rollte langsamer. Räder quietschten, Druck in Ohren ließ nach. Fenster beschlagen, ich wischte Kreis frei. Links Wasser, groß, silbern. Wellen kaum sichtbar, Eis am Rand. Rechts Berge, dunkel, scharf, wie Zähne im Himmel. Kein Name dafür. Nur Bild. Durchsage krächzte. Worte hart, abgehackt. Traunstein. Klang schwer, steinig. Zug hielt. Menschen erhoben sich, Stimmen durcheinander. Ich wollte … Weiterlesen

Bahnhof Helsinki. Halle groß, Stimmen hallten, Pfeifen schrillten. Auf der Tafel viele Namen. Portugal stand nicht dort, aber im Kopf war Süden. Hauptsache weg. Ich stieg ein, setzte mich. Wagen fast leer, Sitze rochen nach Staub und Heizungsstaub, ein Hauch von Kohle. Fenster beschlagen, ich wischte Kreis frei. Zug rollte an. Vororte, dann Wälder, dann … Weiterlesen

Büro in Helsinki. Fenster nach Norden, Licht stumpf wie Zinn. Metallisch, kalt. Kein Schimmer Wärme, nur Erinnerung daran, dass es sie einmal gab. Tisch voll mit Akten, Kaffeeflecken wie Inseln, Fotos von Gesichtern, die längst verstummt waren. Zwanzig Jahre Mordkommission. Blut auf Teppichen, Stricke in Dachstühlen. Rücken schwer, Kopf leer. Fingerspitzen rau von Papier, Risse … Weiterlesen

Die bewusste Zuwendung zum Schönen – im Denken, im Tun und im Leben. Eine Haltung, kein Konzept

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Denk- und Handlungsmodell mit sieben Bereichen des Menschseins. Es macht sichtbar, wie Leben, Kultur, Verantwortung und andere Felder sich im Zusammenspiel entfalte

Ein fiktives Forschungszentrum in dem Raum und Zeit ineinander übergehen und Geschichte lebendig wird

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Es gibt die Idee, vier Filialkirchen im Land als Spiegel der vier tragenden Säulen von Karolins Brosche zu betrachten. Noch ist nichts festgelegt, es ist nur ein Bild, das sich andeutet: vier Kirchen als reale Marker draußen in der Landschaft, die den Kunstraum tragen, den wir im Digitalen und Poetischen erschaffen haben. Die vier Säulen sind klar: IfaZ, Kallisophie, Sieben … Weiterlesen

Ein Nuage verdichtet sich wie ein Tropfen im Jetzt – und lässt den Ozean ahnen

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Der Pfau schlägt sein Rad und somit ist klar, dass die Sonne ausschließlich seinetwegen scheint.

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Der Hahn auf dem Misthaufen ist näher am Himmel, als mancher König auf seinem Thron zu glauben meint.

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Älterwerden heißt, zu der Person zu werden die du immer schon warst. Dank an David Bowie

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Die Amsel hüpft über das Gras in den Morgen und der Tag beginnt. – So schön

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Der Mystiker sitzt still im Feuer, der Schamane tanzt im Kreis darum.

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Optimismus bedeutet das Licht zu sehen, noch bevor es scheint

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Majestät (als Sonne, lächelnd, fast überheblich): „Mon cher, weißt du, in den alten Mythen des Nordens war die Sonne eine Dame – ich, natürlich. Sunna, strahlend, schöpferisch, die Lebensspenderin. Du, der Mond, warst Mani, kühl und männlich, Herr der Rhythmen, der Nachtwächter des Kalenders. Wir zwei, ein kosmisches Paar: ich schenkte Licht, du schenktest Ordnung.“ Chevalier … Weiterlesen

Chevalier: „Majestät, ich gestehe: manchmal überfallen mich Gedanken so heftig, dass sie wie Blitze hervorschnellen. Sie sind weder geplant noch höflich — eher, hm, eruptiv. Ich frage mich: Ist das unziemlich? Oder gar das wahre Feuer der Inspiration?“ Majestät: „Mon cher, nennen wir die Dinge beim Namen: das sind geistige Ejakulate. Rasch, drängend, unaufhaltsam. Sie … Weiterlesen

Es gibt sie, diese Momente, wo der Kopf – pardon: das Haupt – nicht mehr anders kann, als sich selbst zu entladen. Nicht leise, nicht verschämt, sondern mit einem gewissen Knall: ein Gedanke springt hervor, wie Korken aus der Flasche, wie Funken aus dem Feuerstein, wie – nun, man verzeihe den Vergleich – ein Ejakulat … Weiterlesen

Die Kunst sich neugierig und spielerisch jedem Thema zu nähern ohne sich auf ein Fachgebiet festzulegen. Wer oisologisch denkt interessiert sich für alles, wohl wissend, dass niemand alles wissen kann

Ein Mann im Fahrradhelm und Sportkleidung tanzt lachend neben einer Frau im roten Kleid mit Zöpfen, die Nudeln aus einem Topf hebt. Beide haben übertriebene Gesichtsausdrücke in einer rustikalen Küche.

Auf einem steilen SteigIn aller Fruah jaFahrt mit dem MountainbikeDen Almen zuaJa zu der SennerinDa muass er auffiZu der feschen Veronika Der klare WiesentauLiegt auf de OimaDie Morgensonne steigtSchon übers GratEs ist VeronikaDrom bei de KoimaAuf die der FranzEin Aug geworfen hat. Sportlich unterwegsFit und aa motiviertVeronikaBist intressiert?Franz ist sich bewusstDass sie ihn fasziniertVeronikaHeisst seine … Weiterlesen

Du lernst nicht für die Schule, sondern fürs Leben.Aber das Leben hält sich nicht an den Lehrplan.

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Die Vernunft ist eine Begleiterin des Glücks, doch nicht seine Quelle

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Erst handeln, dann entschuldigen – so wird Zukunft gemacht.

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Alles, was du nicht ausschließt, ist möglich

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Wo Schatten ist, muss auch Licht sein. Die Kunst ist es das Licht zu erkennen.

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Blick auf die Filialkirche St. Margaretha in Einharting mit Pferdekoppel im Vordergrund

Am Sonntag, den 14. September 2025, lädt das Heimatarchiv Vachendorf gemeinsam mit den Kultur- und Heimatfreunden (K.u.H.) ein, die beiden Filialkirchen St. Margaretha in Einharting und St. Jakobus in Bernhaupten in besonderer Weise zu erleben. An diesem Tag öffnen sich nicht nur die Türen, sondern auch die Geschichten dieser beiden Kirchen, die in unserer Region seit … Weiterlesen

Lilienblüte, voll entfaltet

Loblied der Lilie Im Kelch der Lilie, weit geöffnet,schimmert das Geheimnis des Lebens.Ihre Staubgefäße – goldene Funken,ein Feuer, das nie zu löschen ist. Eros, du Atem der Welt,du schenkst der Blüte ihre Glut,du treibst den Duft in die Luft,du öffnest die zarten Blätter,bis sie sich dem Licht ganz hingeben. Die Lilie ruft:Ich bin nicht Zierde,ich … Weiterlesen

Optimismus ist, das Licht zu sehen, noch bevor es scheint

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Sprache ist der Tanz des Gedankens – sichtbar im Ohr des Anderen

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Immer das Gleiche: alle wollen anders sein

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 Erst in der Begegnung erwacht das Licht zur Wärme

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Ein Tropfen Vernunft im Meer der Zeit und er leuchtet immer noch

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Der Irrtum ist ein Kind des Denkens

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Warum „Kruzifix-Kunde“? Das Kreuz ist das zentrale Zeichen des Christentums und doch begegnet es uns in einer erstaunlichen Vielfalt. Zwischen der königlichen Erhöhung und der realistisch dargestellten Passion spannt sich ein weiter Bogen: vom Triumphkreuz der Frühzeit über den leidenden Gekreuzigten des Mittelalters bis zum Auferstandenen mit Siegesfahne der Barockfrömmigkeit. Diese Einführung zeigt die wichtigsten Typen, ihren Wandel im Lauf der … Weiterlesen

Verwittertes Wegmarterl mit Marienbild im Gebüsch

Ich stehe hier, wo der Weg ein wenig schmaler wirdund das Grün die Luft dichter macht.Der Stein, der mich hält, ist alt.Er weiß von Nächten ohne Mondund von Vormittagen, an denen der Tauwie leises Glas auf den Blättern lag. Ich bin nicht groß.Mein Kleid ist Blau und Rot,aber die Jahre haben daran genagt,wie Wasser an … Weiterlesen

Nun habt ihr gehört von meinem Herrn Konrad, von seinen Mauern und von seinen Wegen. Und ihr habt gesehen diese Kirche, die aus seiner Zeit stammt wie ein Kind aus einem starken Haus. Was soll ich euch nun sagen, ihr Menschen von heute? Vielleicht dies: dass Steine sprechen, länger als Stimmen klingen. Dass ein Mauerwerk, … Weiterlesen

„Sehet euch um: kein Dom, kein Kloster, kein Palast – sondern ein Gotteshaus für das Dorf, schlicht und klar. Und doch, ihr merkt es wohl: für drei oder vier Höfe ist sie groß geraten, zu groß für eine bloße Hofkapelle. Warum also steht sie hier? Ich sage euch: weil der Ort selbst Kraft trug, schon … Weiterlesen

Von den Steinen will ich nun sprechen, von jenen, die mehr reden als mancher Mensch. Denn unser Herr Konrad hielt nicht still bei Worten und Urkunden – er wollte Mauern sehen, Türme, Bögen, die dem Himmel trotzen und zugleich von ihm erzählen. Holz war schnell gebaut, schnell verbrannt, schnell verfallen. Doch Stein – Stein blieb. … Weiterlesen

Wer keine Glut in sich trägt, wird sich vergeblich bemühen ein Feuer zu entzünden, das andere wärmen kann

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Neue Version „Höret nun von ihm, den ich meinen Herrn nannte und den die Welt Erzbischof Konrad rief. Wenn er den Raum betrat, da war nicht zuerst Purpur und Amt, nicht Siegel und Kanzlei – da war der Mensch: hoch an Gestalt, die Stimme fest, die Augen schon beim nächsten Bau, noch ehe er geplant … Weiterlesen

Meine Damen und Herren, willkommen hier in der Kirche St. Margareta zu Einharting. Bevor wir die Mauern betrachten und von der Romanik sprechen, möchte ich Ihnen eine ganz besondere Mitarbeiterin vorstellen. Dank der Möglichkeiten des IFAZ – Instituts für angewandte Zeitverschiebung – ist es uns gelungen, für diesen Nachmittag eine Stimme aus dem 12. Jahrhundert hierherzuholen. Sie … Weiterlesen

Seid gegrüßet, ihr Menschen von heute. Ich bin Hemma – Hemma von Laufen. Kein Name von Gewicht in den Chroniken, kein Wappen im Stein. Nur die Tochter eines Ministerialen, eines Dienstmannes an der Salzach, der den Herren von Salzburg diente – bald mit dem Schwert, bald mit der Feder. Mein Vater war ein getreuer Mann. … Weiterlesen

Ablauf (10 Minuten, 5 Blöcke) 1.1. IfaZ – Text, „Oanaschding“, Einführung in das szenische Spiel, Erklärung IfaZ und Hemma als Mitarbeiterin1.2. Hemma stellt sich vor: Hemma tritt aus der Sakristei, stellt sich vor, erzählt kurz Herkunft und ihre Beziehung zu Konrad. 2.1. Konrad historischHeinrich IV und CanossaWormser Konkordat 1122Heinrich V. gleiche KlosterschuleChorherren, Salzburg, Baumburg 2.2. … Weiterlesen

Ölgemälde einer mittelalterlichen Schreiberin bei Kerzenschein, die mit einer Feder über einer Schriftrolle arbeitet

Manche Namen sind wie ein Glas Wasser: schlicht, klar, unverzichtbar. Und dann gibt es die Hemma – ein Name, der klingt wie eine kleine Melodie, irgendwo zwischen Heimat und Himbeerkuchen. Woher kommt Hemma? Der Ursprung liegt tief im Althochdeutschen. Heim – das Zuhause, das Dach über dem Kopf, der Ort der Geborgenheit. Hemma heißt im Kern: „die zum Heim Gehörige“. … Weiterlesen

Illuminiertes Bild im romanischen Stil: Augustiner-Chorherren in Gemeinschaft, beim Gebet und in der Seelsorge dargestellt

Wenn man das hohe Mittelalter verstehen will, dann darf man die Augustiner nicht übersehen. Aber Vorsicht: Das sind nicht die asketischen Wüstenväter, die in Höhlen Brotkrumen zählen, und auch nicht die Cluniazenser, die so viel sangen, dass sie kaum noch zum Essen kamen. Nein – die Augustiner-Chorherren waren eine ganz eigene Spezies: halb Mönch, halb … Weiterlesen

Fotorealistischer Sternenhimmel mit markierten Orten des Hochmittelalters – Cluny, Rom, Santiago, Regensburg, Salzburg, Bamberg, Freising, Passau, Augsburg, Baumburg und Vachendorf – als Fixsterne, Laternen und regionale Funken dargestell

Wenn man das hohe Mittelalter verstehen will, dann reicht es nicht, in Urkunden und Chroniken zu stöbern. Man muss den Kopf heben – zum Himmel. Denn die Macht dieser Epoche war verteilt wie die Sterne am nächtlichen Himmel: große Sonnen, stolze Laternen, kleine Funken. Gemeinsam ergaben sie den Kosmos, unter dem Könige, Bischöfe, Pilger und … Weiterlesen

Mittelalterliche Szene im romanischen Stil, Mönche und Abt in einer Kirche, Symbol für die Reform von Cluny.

Als im Jahr 910 Wilhelm von Aquitanien ein Kloster in Burgund gründete, konnte niemand ahnen, dass hier der geistige Taktgeber des hohen Mittelalters entstehen würde. Cluny war zunächst nur eine Abtei – aber eine Abtei, die einen völlig neuen Weg einschlug. 1. Das Wesentliche der Reform Das Besondere lag nicht in der Architektur, nicht in … Weiterlesen

Fantasie und Intelligenz sind Fremde.Solange bis sie einander ergreifen und im Tanz Großes gebären

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Der Rotstift des Lehrers ist kein Werkzeug der Zensur, sondern eine Liebesader, ein Quell der Hingabe, der in roter Tinte die Zukunft zu formen sucht

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☕?? Kaffee · Kuchen · Krempel Nachbarschafts-Flohmarkt an der Siegsdorfer Straße Samstag, 20. September 2025 · 8 bis 14 Uhr ⸻ Einladung an alle Aussteller Am Samstag, den 20. September 2025, findet unser zweiter Nachbarschafts-Flohmarkt an der Siegsdorfer Straße statt. Dazu laden wir alle Anwohnerinnen und Anwohner herzlich ein, mitzuwirken. Ihr könnt direkt vor euren Häusern oder auf eurem Grundstück einen Stand, einen Tisch oder einfach eine Decke aufbauen und dort eure Schätze anbieten. Bücher, Kleidung, Spielsachen, Möbel, Geschirr, Kuriositäten – alles ist willkommen, was ihr weitergeben möchtet. ⸻ Ablauf und Zeiten • Beginn: 8 Uhr • Ende: gegen 14 Uhr • Aufbau: ab 7 Uhr möglich, direkt vor eurem Haus oder in der Garage • Abbau: bitte bis spätestens 15 Uhr ⸻ Kuchen und Verpflegung Beim Nistler (Siegsdorfer Straße 12) gibt es Kaffee, Kuchen und Wiener Würstl – gegen Spende. ? Dafür bitten wir alle Anwohner herzlich um Kuchenspenden. Die Kuchen können am Vortag (19. September) oder am Morgen des Flohmarkts direkt bei Bettina und Jochen Nistler abgegeben werden. Hinweis: Der Erlös aus den Spenden geht in diesem Jahr an die K.u.H. Kultur- und Heimatfreunde. ⸻ Einladung an die Reichhausener Straße Besonders freuen wir uns, dass wir in diesem Jahr auch die Nachbarn aus der Reichhausener Straße einladen. Sie dürfen ebenfalls mit eigenen Ständen teilnehmen, so dass ein schöner nachbarschaftlicher Dialog entsteht und beide Straßen miteinander ins Gespräch kommen. ⸻ Nach dem Flohmarkt Ab ca. 14 Uhr laden wir alle Aussteller und Besucher ein, beim Nistler noch gemütlich zusammenzusitzen: • den restlichen Kaffee und Kuchen genießen • Würstl essen • ratschen, plaudern und den Tag gemeinsam ausklingen lassen ⸻ Wichtiges für Aussteller • Der Flohmarkt ist privat und nicht gewerblich. • Verkauft wird auf eigene Verantwortung. • Bitte achtet darauf, nach Ende alles wieder sauber zu hinterlassen. • Wer mitmacht, sorgt für seinen eigenen Tisch, Stuhl oder Stand. ⸻ Kontakt für Fragen Bettina und Jochen Nistler Siegsdorfer Straße 12 ? Tel: 0172 – 788 17 17

Nachbarschafts-Flohmarkt an der Siegsdorfer Straße Samstag, 20. September 2025 · 8 bis 14 Uhr Einladung an alle Aussteller Am Samstag, den 20. September 2025, findet unser zweiter Nachbarschafts-Flohmarkt an der Siegsdorfer Straße statt. Dazu laden wir alle Anwohnerinnen und Anwohner herzlich ein, mitzuwirken. Ihr könnt direkt vor euren Häusern oder auf eurem Grundstück einen Stand, einen Tisch oder … Weiterlesen

Gemälde des heiligen Jakobus mit rotem Mantel, grünem Gewand, Pilgerstab mit Muschel und Buch vor goldenem Hintergrund

Es gibt Fake News die verschwinden nach einer Nacht aus den Timelines. Und es gibt Fake News die halten sich über zwölf Jahrhunderte und schicken bis heute Hunderttausende in Funktionsjacken auf den Weg nach Westen. Der heilige Jakobus, jener Apostel der historisch nie einen Fuß auf spanischen Boden setzte, ruht seit dem 9. Jahrhundert offiziell … Weiterlesen

Adelheid von Baumburg in romanischem Stil auf Gold

Adelheid von Frontenhausen († um 1105) – dreimal verheiratet, dreimal reich geerbt. Statt Burgen und Glanz vererbte sie den Chiemgau an Klöster wie Baumburg und Berchtesgaden. Für die einen eine fromme Stifterin, für die anderen die Frau, die Männer und deren Vermögen verschliss.

War heut in Bernhaupten, St. Jakobus. Im Eingang das Fresko. Kreis im Putz, ursprünglich außen. Regen, Frost, Wind haben’s gegessen. Wangen fort, Mund fort. Augen noch da. Hab „Nimbus“ gelesen in Kunsthistorik-Werk. Dachte erst: Ist Wetter. Nachgeschaut: Nein, nix Wetter, ist Heiligenschein.No, am Ende ist’s ein Kreis. Licht um Kopf. Reicht. Gesicht wirkt weiblich. Weiche … Weiterlesen

Sitze heut am Tisch. Regen läuft die Scheibe runter wie Fäden. Denk: dieser Junge, der mit Maurern zieht – der braucht Name. Immer nur „Bursche“ klingt fast wie Hund ohne Ruf. Mir fällt „Gundemar“ ein. Schwer, bärtig, nach Schwert. Zu viel für Sechzehnjährigen mit Kübel. „Jakob“ klingt sauber, heiliger Standard. Wie Kirchenfenster. Und wenn Bernhaupten … Weiterlesen

„Ich war nur Farbe im Kalk. Ein Tag Arbeit, ein nasser Putz, ein fremder Mann mit müden Augen. Er rührte Rot aus Erde, Schwarz aus Ruß, legte mich an die Wand. Er sang nicht, er fluchte leise. Dann ging er. Ich blieb. Jahrhunderte Regen, Wind, Frost. Stück für Stück fiel ich ab. Wangen weg, Haare … Weiterlesen

Sitze heute am Küchentisch. Regen am Fenster, leises Ticken. Auf dem Tisch Karte, zwei Notizen, kalter Kaffee. Denke: Entscheidungen fallen weit weg. Aber Bau entsteht da, wo Hände sind. In Finnland sagt man: Weg lernt man zu Fuß. Nicht im Kopf. Also geh ich rein in Geschichte. In damals. Basilika fast fertig. Gerüst knarrt, Kalk … Weiterlesen

Salzburg, irgendwann um 1130. Ich stelle vor: draußen Regen auf Pflaster, drinnen Kerzen tropfen Wachs. Weihrauch in Luft, nicht Mistduft. Stein atmet kühl, kein Rauch im Dach. Erzbischof Konrad sitzt. Mantel schwer, Wolle dunkel, Pelz am Rand. Ring blinkt. Kopf kurzgeschoren, Tonsur scharf. Augen hell, ruhig, wie Eis. Redet nicht viel. Muss er nicht. Sein … Weiterlesen

Gelesen: hier Kirche gebaut, romanisch, zwölftes Jahrhundert. Stein, groß, zu viel groß für kleines Dorf. So steht in Büchern. Trocken. Datum, Name, fertig. Ich frag mich: wie kann wirklich gewesen? Nicht nur Mauer, nicht nur Zahl. Wie Luft gerochen, wie Stimmen geklungen? Wer gelacht, wer geschimpft? Denk mich hinein. Sehe Stube voll Rauch, höre Glocke … Weiterlesen

Je kleiner das Land, desto weiter muss der Traum reichen.Das Maß der Größe ist nicht die Fläche, sondern der Horizont.Ein kleines Reich – doch mit großen Flügeln. Widmung:An Kersti, Tochter des Nordens, die ihrem Volk die Würde des großen Denkens schenkte. Möge ihr Mut wie ein Licht am baltischen Himmel stehen – klar, kühl, unbeirrbar

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Der Raum selbst ist der erste Zeuge. Gelehrte von Kunsthistorik haben schönes Wort erfunden: RaumschaleWas ist? Wie Schale schützt. Keine Tafel, keine Jahreszahl, kein Fremdenführer erzählt so viel wie Baukörper. Mauern sind Gedächtnis. Mauern sind Emotion. Jede Schicht – ein Abdruck, ein Motiv. A. Romanik – der Mantel aus Mauer „Kommen Sie. Raum redet. Frage … Weiterlesen

Bin Joki Vatanen. Komme Finnland aus. Früher Kriminalkommissar. Helsinki. Jo. Mein Spezialgebiet: Profiling. Jo. Nicht nur so Fingerabdrücke und Spuren, wissen Sie. Nein: in Kopf vom Täter gehen. Sehen: Wie denkt Täter? Was fühlt Täter? Warum macht er Tat genau so, nicht anders herum? Jo. Ich habe das gelernt. Lange. Sehr lange. Wissen Sie. Aber irgendwann … Weiterlesen

„Darstellung von Gottvater mit ausgebreiteten Armen, barocker Hochaltar in Einharting, mit Christusmonogramm IHS“

Abendstille am Schreibtisch Der Abend ist still. Nur durch das geöffnete Fenster dringt noch feuchte Luft herein, schwer vom Gewitter, das vor einer Stunde die Hitze zerbrochen hat. Die Tropfen fallen vereinzelt vom Dach, jedes Mal mit einem kleinen Pling in die Rinne. Mira sitzt gerade am Schreibtisch. Die Lampe wirft einen gelben Kreis aufs … Weiterlesen

Mir geht es wie einer Uhr ohne Zeiger: ich weiß, dass die Zeit vergeht, aber sie hat keine Macht über mich

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