Bahnhof Helsinki. Halle groß, Stimmen hallten, Pfeifen schrillten. Auf der Tafel viele Namen. Portugal stand nicht dort, aber im Kopf war Süden. Hauptsache weg. Ich stieg ein, setzte mich. Wagen fast leer, Sitze rochen nach Staub und Heizungsstaub, ein Hauch von Kohle. Fenster beschlagen, ich wischte Kreis frei. Zug rollte an. Vororte, dann Wälder, dann … Weiterlesen

Büro in Helsinki. Fenster nach Norden, Licht stumpf wie Zinn. Metallisch, kalt. Kein Schimmer Wärme, nur Erinnerung daran, dass es sie einmal gab. Tisch voll mit Akten, Kaffeeflecken wie Inseln, Fotos von Gesichtern, die längst verstummt waren. Zwanzig Jahre Mordkommission. Blut auf Teppichen, Stricke in Dachstühlen. Rücken schwer, Kopf leer. Fingerspitzen rau von Papier, Risse … Weiterlesen

Es gibt die Idee, vier Filialkirchen im Land als Spiegel der vier tragenden Säulen von Karolins Brosche zu betrachten. Noch ist nichts festgelegt, es ist nur ein Bild, das sich andeutet: vier Kirchen als reale Marker draußen in der Landschaft, die den Kunstraum tragen, den wir im Digitalen und Poetischen erschaffen haben. Die vier Säulen sind klar: IfaZ, Kallisophie, Sieben … Weiterlesen

Majestät (als Sonne, lächelnd, fast überheblich): „Mon cher, weißt du, in den alten Mythen des Nordens war die Sonne eine Dame – ich, natürlich. Sunna, strahlend, schöpferisch, die Lebensspenderin. Du, der Mond, warst Mani, kühl und männlich, Herr der Rhythmen, der Nachtwächter des Kalenders. Wir zwei, ein kosmisches Paar: ich schenkte Licht, du schenktest Ordnung.“ Chevalier … Weiterlesen

Chevalier: „Majestät, ich gestehe: manchmal überfallen mich Gedanken so heftig, dass sie wie Blitze hervorschnellen. Sie sind weder geplant noch höflich — eher, hm, eruptiv. Ich frage mich: Ist das unziemlich? Oder gar das wahre Feuer der Inspiration?“ Majestät: „Mon cher, nennen wir die Dinge beim Namen: das sind geistige Ejakulate. Rasch, drängend, unaufhaltsam. Sie … Weiterlesen

Es gibt sie, diese Momente, wo der Kopf – pardon: das Haupt – nicht mehr anders kann, als sich selbst zu entladen. Nicht leise, nicht verschämt, sondern mit einem gewissen Knall: ein Gedanke springt hervor, wie Korken aus der Flasche, wie Funken aus dem Feuerstein, wie – nun, man verzeihe den Vergleich – ein Ejakulat … Weiterlesen

Die Kunst sich neugierig und spielerisch jedem Thema zu nähern ohne sich auf ein Fachgebiet festzulegen. Wer oisologisch denkt interessiert sich für alles, wohl wissend, dass niemand alles wissen kann

Ein Mann im Fahrradhelm und Sportkleidung tanzt lachend neben einer Frau im roten Kleid mit Zöpfen, die Nudeln aus einem Topf hebt. Beide haben übertriebene Gesichtsausdrücke in einer rustikalen Küche.

Auf einem steilen SteigIn aller Fruah jaFahrt mit dem MountainbikeDen Almen zuaJa zu der SennerinDa muass er auffiZu der feschen Veronika Der klare WiesentauLiegt auf de OimaDie Morgensonne steigtSchon übers GratEs ist VeronikaDrom bei de KoimaAuf die der FranzEin Aug geworfen hat. Sportlich unterwegsFit und aa motiviertVeronikaBist intressiert?Franz ist sich bewusstDass sie ihn fasziniertVeronikaHeisst seine … Weiterlesen

Blick auf die Filialkirche St. Margaretha in Einharting mit Pferdekoppel im Vordergrund

Am Sonntag, den 14. September 2025, lädt das Heimatarchiv Vachendorf gemeinsam mit den Kultur- und Heimatfreunden (K.u.H.) ein, die beiden Filialkirchen St. Margaretha in Einharting und St. Jakobus in Bernhaupten in besonderer Weise zu erleben. An diesem Tag öffnen sich nicht nur die Türen, sondern auch die Geschichten dieser beiden Kirchen, die in unserer Region seit … Weiterlesen

Lilienblüte, voll entfaltet

Loblied der Lilie Im Kelch der Lilie, weit geöffnet,schimmert das Geheimnis des Lebens.Ihre Staubgefäße – goldene Funken,ein Feuer, das nie zu löschen ist. Eros, du Atem der Welt,du schenkst der Blüte ihre Glut,du treibst den Duft in die Luft,du öffnest die zarten Blätter,bis sie sich dem Licht ganz hingeben. Die Lilie ruft:Ich bin nicht Zierde,ich … Weiterlesen

Warum „Kruzifix-Kunde“? Das Kreuz ist das zentrale Zeichen des Christentums und doch begegnet es uns in einer erstaunlichen Vielfalt. Zwischen der königlichen Erhöhung und der realistisch dargestellten Passion spannt sich ein weiter Bogen: vom Triumphkreuz der Frühzeit über den leidenden Gekreuzigten des Mittelalters bis zum Auferstandenen mit Siegesfahne der Barockfrömmigkeit. Diese Einführung zeigt die wichtigsten Typen, ihren Wandel im Lauf der … Weiterlesen

Verwittertes Wegmarterl mit Marienbild im Gebüsch

Ich stehe hier, wo der Weg ein wenig schmaler wirdund das Grün die Luft dichter macht.Der Stein, der mich hält, ist alt.Er weiß von Nächten ohne Mondund von Vormittagen, an denen der Tauwie leises Glas auf den Blättern lag. Ich bin nicht groß.Mein Kleid ist Blau und Rot,aber die Jahre haben daran genagt,wie Wasser an … Weiterlesen

Nun habt ihr gehört von meinem Herrn Konrad, von seinen Mauern und von seinen Wegen. Und ihr habt gesehen diese Kirche, die aus seiner Zeit stammt wie ein Kind aus einem starken Haus. Was soll ich euch nun sagen, ihr Menschen von heute? Vielleicht dies: dass Steine sprechen, länger als Stimmen klingen. Dass ein Mauerwerk, … Weiterlesen

„Sehet euch um: kein Dom, kein Kloster, kein Palast – sondern ein Gotteshaus für das Dorf, schlicht und klar. Und doch, ihr merkt es wohl: für drei oder vier Höfe ist sie groß geraten, zu groß für eine bloße Hofkapelle. Warum also steht sie hier? Ich sage euch: weil der Ort selbst Kraft trug, schon … Weiterlesen

Von den Steinen will ich nun sprechen, von jenen, die mehr reden als mancher Mensch. Denn unser Herr Konrad hielt nicht still bei Worten und Urkunden – er wollte Mauern sehen, Türme, Bögen, die dem Himmel trotzen und zugleich von ihm erzählen. Holz war schnell gebaut, schnell verbrannt, schnell verfallen. Doch Stein – Stein blieb. … Weiterlesen

Neue Version „Höret nun von ihm, den ich meinen Herrn nannte und den die Welt Erzbischof Konrad rief. Wenn er den Raum betrat, da war nicht zuerst Purpur und Amt, nicht Siegel und Kanzlei – da war der Mensch: hoch an Gestalt, die Stimme fest, die Augen schon beim nächsten Bau, noch ehe er geplant … Weiterlesen

Meine Damen und Herren, willkommen hier in der Kirche St. Margareta zu Einharting. Bevor wir die Mauern betrachten und von der Romanik sprechen, möchte ich Ihnen eine ganz besondere Mitarbeiterin vorstellen. Dank der Möglichkeiten des IFAZ – Instituts für angewandte Zeitverschiebung – ist es uns gelungen, für diesen Nachmittag eine Stimme aus dem 12. Jahrhundert hierherzuholen. Sie … Weiterlesen

Seid gegrüßet, ihr Menschen von heute. Ich bin Hemma – Hemma von Laufen. Kein Name von Gewicht in den Chroniken, kein Wappen im Stein. Nur die Tochter eines Ministerialen, eines Dienstmannes an der Salzach, der den Herren von Salzburg diente – bald mit dem Schwert, bald mit der Feder. Mein Vater war ein getreuer Mann. … Weiterlesen

Ablauf (10 Minuten, 5 Blöcke) 1.1. IfaZ – Text, „Oanaschding“, Einführung in das szenische Spiel, Erklärung IfaZ und Hemma als Mitarbeiterin1.2. Hemma stellt sich vor: Hemma tritt aus der Sakristei, stellt sich vor, erzählt kurz Herkunft und ihre Beziehung zu Konrad. 2.1. Konrad historischHeinrich IV und CanossaWormser Konkordat 1122Heinrich V. gleiche KlosterschuleChorherren, Salzburg, Baumburg 2.2. … Weiterlesen

Ölgemälde einer mittelalterlichen Schreiberin bei Kerzenschein, die mit einer Feder über einer Schriftrolle arbeitet

Manche Namen sind wie ein Glas Wasser: schlicht, klar, unverzichtbar. Und dann gibt es die Hemma – ein Name, der klingt wie eine kleine Melodie, irgendwo zwischen Heimat und Himbeerkuchen. Woher kommt Hemma? Der Ursprung liegt tief im Althochdeutschen. Heim – das Zuhause, das Dach über dem Kopf, der Ort der Geborgenheit. Hemma heißt im Kern: „die zum Heim Gehörige“. … Weiterlesen

Illuminiertes Bild im romanischen Stil: Augustiner-Chorherren in Gemeinschaft, beim Gebet und in der Seelsorge dargestellt

Wenn man das hohe Mittelalter verstehen will, dann darf man die Augustiner nicht übersehen. Aber Vorsicht: Das sind nicht die asketischen Wüstenväter, die in Höhlen Brotkrumen zählen, und auch nicht die Cluniazenser, die so viel sangen, dass sie kaum noch zum Essen kamen. Nein – die Augustiner-Chorherren waren eine ganz eigene Spezies: halb Mönch, halb … Weiterlesen

Fotorealistischer Sternenhimmel mit markierten Orten des Hochmittelalters – Cluny, Rom, Santiago, Regensburg, Salzburg, Bamberg, Freising, Passau, Augsburg, Baumburg und Vachendorf – als Fixsterne, Laternen und regionale Funken dargestell

Wenn man das hohe Mittelalter verstehen will, dann reicht es nicht, in Urkunden und Chroniken zu stöbern. Man muss den Kopf heben – zum Himmel. Denn die Macht dieser Epoche war verteilt wie die Sterne am nächtlichen Himmel: große Sonnen, stolze Laternen, kleine Funken. Gemeinsam ergaben sie den Kosmos, unter dem Könige, Bischöfe, Pilger und … Weiterlesen

Mittelalterliche Szene im romanischen Stil, Mönche und Abt in einer Kirche, Symbol für die Reform von Cluny.

Als im Jahr 910 Wilhelm von Aquitanien ein Kloster in Burgund gründete, konnte niemand ahnen, dass hier der geistige Taktgeber des hohen Mittelalters entstehen würde. Cluny war zunächst nur eine Abtei – aber eine Abtei, die einen völlig neuen Weg einschlug. 1. Das Wesentliche der Reform Das Besondere lag nicht in der Architektur, nicht in … Weiterlesen

☕?? Kaffee · Kuchen · Krempel Nachbarschafts-Flohmarkt an der Siegsdorfer Straße Samstag, 20. September 2025 · 8 bis 14 Uhr ⸻ Einladung an alle Aussteller Am Samstag, den 20. September 2025, findet unser zweiter Nachbarschafts-Flohmarkt an der Siegsdorfer Straße statt. Dazu laden wir alle Anwohnerinnen und Anwohner herzlich ein, mitzuwirken. Ihr könnt direkt vor euren Häusern oder auf eurem Grundstück einen Stand, einen Tisch oder einfach eine Decke aufbauen und dort eure Schätze anbieten. Bücher, Kleidung, Spielsachen, Möbel, Geschirr, Kuriositäten – alles ist willkommen, was ihr weitergeben möchtet. ⸻ Ablauf und Zeiten • Beginn: 8 Uhr • Ende: gegen 14 Uhr • Aufbau: ab 7 Uhr möglich, direkt vor eurem Haus oder in der Garage • Abbau: bitte bis spätestens 15 Uhr ⸻ Kuchen und Verpflegung Beim Nistler (Siegsdorfer Straße 12) gibt es Kaffee, Kuchen und Wiener Würstl – gegen Spende. ? Dafür bitten wir alle Anwohner herzlich um Kuchenspenden. Die Kuchen können am Vortag (19. September) oder am Morgen des Flohmarkts direkt bei Bettina und Jochen Nistler abgegeben werden. Hinweis: Der Erlös aus den Spenden geht in diesem Jahr an die K.u.H. Kultur- und Heimatfreunde. ⸻ Einladung an die Reichhausener Straße Besonders freuen wir uns, dass wir in diesem Jahr auch die Nachbarn aus der Reichhausener Straße einladen. Sie dürfen ebenfalls mit eigenen Ständen teilnehmen, so dass ein schöner nachbarschaftlicher Dialog entsteht und beide Straßen miteinander ins Gespräch kommen. ⸻ Nach dem Flohmarkt Ab ca. 14 Uhr laden wir alle Aussteller und Besucher ein, beim Nistler noch gemütlich zusammenzusitzen: • den restlichen Kaffee und Kuchen genießen • Würstl essen • ratschen, plaudern und den Tag gemeinsam ausklingen lassen ⸻ Wichtiges für Aussteller • Der Flohmarkt ist privat und nicht gewerblich. • Verkauft wird auf eigene Verantwortung. • Bitte achtet darauf, nach Ende alles wieder sauber zu hinterlassen. • Wer mitmacht, sorgt für seinen eigenen Tisch, Stuhl oder Stand. ⸻ Kontakt für Fragen Bettina und Jochen Nistler Siegsdorfer Straße 12 ? Tel: 0172 – 788 17 17

Nachbarschafts-Flohmarkt an der Siegsdorfer Straße Samstag, 20. September 2025 · 8 bis 14 Uhr Einladung an alle Aussteller Am Samstag, den 20. September 2025, findet unser zweiter Nachbarschafts-Flohmarkt an der Siegsdorfer Straße statt. Dazu laden wir alle Anwohnerinnen und Anwohner herzlich ein, mitzuwirken. Ihr könnt direkt vor euren Häusern oder auf eurem Grundstück einen Stand, einen Tisch oder … Weiterlesen

Gemälde des heiligen Jakobus mit rotem Mantel, grünem Gewand, Pilgerstab mit Muschel und Buch vor goldenem Hintergrund

Es gibt Fake News die verschwinden nach einer Nacht aus den Timelines. Und es gibt Fake News die halten sich über zwölf Jahrhunderte und schicken bis heute Hunderttausende in Funktionsjacken auf den Weg nach Westen. Der heilige Jakobus, jener Apostel der historisch nie einen Fuß auf spanischen Boden setzte, ruht seit dem 9. Jahrhundert offiziell … Weiterlesen

Adelheid von Baumburg in romanischem Stil auf Gold

Adelheid von Frontenhausen († um 1105) – dreimal verheiratet, dreimal reich geerbt. Statt Burgen und Glanz vererbte sie den Chiemgau an Klöster wie Baumburg und Berchtesgaden. Für die einen eine fromme Stifterin, für die anderen die Frau, die Männer und deren Vermögen verschliss.

War heut in Bernhaupten, St. Jakobus. Im Eingang das Fresko. Kreis im Putz, ursprünglich außen. Regen, Frost, Wind haben’s gegessen. Wangen fort, Mund fort. Augen noch da. Hab „Nimbus“ gelesen in Kunsthistorik-Werk. Dachte erst: Ist Wetter. Nachgeschaut: Nein, nix Wetter, ist Heiligenschein.No, am Ende ist’s ein Kreis. Licht um Kopf. Reicht. Gesicht wirkt weiblich. Weiche … Weiterlesen

Sitze heut am Tisch. Regen läuft die Scheibe runter wie Fäden. Denk: dieser Junge, der mit Maurern zieht – der braucht Name. Immer nur „Bursche“ klingt fast wie Hund ohne Ruf. Mir fällt „Gundemar“ ein. Schwer, bärtig, nach Schwert. Zu viel für Sechzehnjährigen mit Kübel. „Jakob“ klingt sauber, heiliger Standard. Wie Kirchenfenster. Und wenn Bernhaupten … Weiterlesen

„Ich war nur Farbe im Kalk. Ein Tag Arbeit, ein nasser Putz, ein fremder Mann mit müden Augen. Er rührte Rot aus Erde, Schwarz aus Ruß, legte mich an die Wand. Er sang nicht, er fluchte leise. Dann ging er. Ich blieb. Jahrhunderte Regen, Wind, Frost. Stück für Stück fiel ich ab. Wangen weg, Haare … Weiterlesen

Sitze heute am Küchentisch. Regen am Fenster, leises Ticken. Auf dem Tisch Karte, zwei Notizen, kalter Kaffee. Denke: Entscheidungen fallen weit weg. Aber Bau entsteht da, wo Hände sind. In Finnland sagt man: Weg lernt man zu Fuß. Nicht im Kopf. Also geh ich rein in Geschichte. In damals. Basilika fast fertig. Gerüst knarrt, Kalk … Weiterlesen

Salzburg, irgendwann um 1130. Ich stelle vor: draußen Regen auf Pflaster, drinnen Kerzen tropfen Wachs. Weihrauch in Luft, nicht Mistduft. Stein atmet kühl, kein Rauch im Dach. Erzbischof Konrad sitzt. Mantel schwer, Wolle dunkel, Pelz am Rand. Ring blinkt. Kopf kurzgeschoren, Tonsur scharf. Augen hell, ruhig, wie Eis. Redet nicht viel. Muss er nicht. Sein … Weiterlesen

Gelesen: hier Kirche gebaut, romanisch, zwölftes Jahrhundert. Stein, groß, zu viel groß für kleines Dorf. So steht in Büchern. Trocken. Datum, Name, fertig. Ich frag mich: wie kann wirklich gewesen? Nicht nur Mauer, nicht nur Zahl. Wie Luft gerochen, wie Stimmen geklungen? Wer gelacht, wer geschimpft? Denk mich hinein. Sehe Stube voll Rauch, höre Glocke … Weiterlesen

Der Raum selbst ist der erste Zeuge. Gelehrte von Kunsthistorik haben schönes Wort erfunden: RaumschaleWas ist? Wie Schale schützt. Keine Tafel, keine Jahreszahl, kein Fremdenführer erzählt so viel wie Baukörper. Mauern sind Gedächtnis. Mauern sind Emotion. Jede Schicht – ein Abdruck, ein Motiv. A. Romanik – der Mantel aus Mauer „Kommen Sie. Raum redet. Frage … Weiterlesen

Bin Joki Vatanen. Komme Finnland aus. Früher Kriminalkommissar. Helsinki. Jo. Mein Spezialgebiet: Profiling. Jo. Nicht nur so Fingerabdrücke und Spuren, wissen Sie. Nein: in Kopf vom Täter gehen. Sehen: Wie denkt Täter? Was fühlt Täter? Warum macht er Tat genau so, nicht anders herum? Jo. Ich habe das gelernt. Lange. Sehr lange. Wissen Sie. Aber irgendwann … Weiterlesen

„Darstellung von Gottvater mit ausgebreiteten Armen, barocker Hochaltar in Einharting, mit Christusmonogramm IHS“

Abendstille am Schreibtisch Der Abend ist still. Nur durch das geöffnete Fenster dringt noch feuchte Luft herein, schwer vom Gewitter, das vor einer Stunde die Hitze zerbrochen hat. Die Tropfen fallen vereinzelt vom Dach, jedes Mal mit einem kleinen Pling in die Rinne. Mira sitzt gerade am Schreibtisch. Die Lampe wirft einen gelben Kreis aufs … Weiterlesen

Blick auf die Filialkirche St. Margaretha in Einharting mit Pferdekoppel im Vordergrund

Forschungsnotiz „Akte Einharting“ Leitfrage A: Gab es ein koordiniertes Bauprogramm (Pfarrkirche + 4 Filialen) um 1100–1200? I. Ausgangslage II. Der Sprung in Stein III. Filialstruktur und Parallelen IV. Bauarchäologische Spuren V. Synthese / Modell

Mittelalterliche Urkunde auf Pergament, in schwarzer Tinte geschrieben.

Urkunde: Salzburg, Domkapitel (831-1802) AUR 1198 XI-XII Das Original befindet sich im Hauptstaatsarchiv in Wien Übersetzung (KI-gestützt): Übersetzung des Diploms (1188?, Salzburg) Im Namen der heiligen und ungeteilten Dreifaltigkeit. Adelbert, von Gottes Gnaden Erzbischof von Salzburg und Legat des Apostolischen Stuhls, sendet allen Christgläubigen für immer Heil. Aus dem uns auferlegten Amt der Verwaltung sind wir … Weiterlesen

Romanische Kirchen und Baukerne im Chiemgau Zwischen dem 11. und frühen 13. Jahrhundert entstehen im Chiemgau zahlreiche steinerne Dorf- und Filialkirchen. Viele sind später gotisch oder barock überformt, doch der romanische Kern bleibt erkennbar. Datierungen beruhen überwiegend auf stiltypologischen Befunden (Denkmalpflege/KDB), nicht flächendeckend auf Archäologie. Warum gerade 1100–1250? (aufklappen) Kirchenpolitische Konsolidierung (Salzburg / Archidiakonat Baumburg) … Weiterlesen

Der Platz, an dem Einharting heute liegt, war über Jahrtausende immer wieder Lebensraum für Menschen. In der näheren Umgebung finden sich Spuren aus der Bronzezeit, aus der keltischen Latènezeit und aus der römischen Epoche. Diese Funde belegen, dass der Raum schon lange vor der bajuwarischen Landnahme besiedelt war, vermutlich auch aufgrund seiner günstigen Lage auf einer leichten Anhöhe mit … Weiterlesen

Vorder- und Rückseite einer 1-Kopeken-Münze von 1910 aus dem Russischen Kaiserreich, gefunden in einem Blumenbeet in Vachendorf.

Manchmal muss man gar nicht weit reisen, um Geschichte zu finden – sie liegt einem schlicht zu Füßen. Oder, wie in diesem Fall, zwischen den Dahlien. Beim ganz harmlosen Umgraben eines Blumenbeets blitzt plötzlich etwas Rundes auf: eine Kupfermünze, grünspanig, aber deutlich zu erkennen. Ein bisschen Spülen, ein bisschen Staunen – und da steht es … Weiterlesen

Spießbock-Modell von Schleich auf einem Holztisch, Symbol für die afrikanische Wüstenantilope mit ihren langen, geraden Hörnern.

Der Spießbock heißt so, weil seine Hörner aussehen wie zwei perfekt gespitzte Lanzen. Oryx gazella, sagen die, die gern schlau klingen. Aber er läuft nicht durch Botaniker-Gärten, sondern durch Wüsten – Namibia, Botswana, Südafrika – dort, wo der Horizont flimmert und der Boden mittags heiß wird wie eine Herdplatte. Und jetzt das Verrückte: Wenn’s richtig brennt, … Weiterlesen

Dr. Ortwin Ganss (1914–1988) war viele Jahre Leiter der Geologischen Landesaufnahme in Bayern. Seit 1945 lebte er mit seiner Familie am Chiemsee – und blieb dieser Region, ihren Gesteinen und Fossilien, treu verbunden. Er kartierte und beschrieb einen großen Teil des südostbayerischen Alpenraums, darunter auch Gebiete rund um Bergen/Chiemgau, Marquartstein, Prien am Chiemsee, Eggstätt und Reit im Winkl. Seine Karten und … Weiterlesen

Fossile Steinkoralle aus der Obertrias, gefunden im Chiemgau und 1975 von Dr. Ortwin Ganss bestimmt – stummer Zeuge eines tropischen Meeres.“

Romanisches Langhaus, gotischer Chor, barock überformt – St. Jakobus bewahrt ein vielschichtiges Gedächtnis im Chiemgau.

Ablage für Mögliches.
Ungeordnet mit Absicht.
Schön muss es sein.

Architekt mit Bauplan und Grashalm blickt nachdenklich auf den Eiffelturm

Ein Grashalm als Architekt.
Der Beitrag vergleicht das Bauprinzip der Natur mit dem menschlichen Streben nach Höhe am Beispiel eines Lieschgrases und eines Kirchturms. Ein Spiel mit Maßstab, Statik und Staunen.

Fotorealistische Darstellung von Zeus, Hera und Poseidon vor dramatischem Himmel über dem Chiemgauer Alpenmassiv

Ein Künstler ruft die Götter an – und klagt über die Abgründe des WordPress-Universums. Zwischen GenerateBlocks, ACF und Plugin-Krieg wird aus dem Seitenbau ein göttliches Drama. Eine Rede über digitales Leiden, antike Ironie und den unerschütterlichen Willen zur Schönheit.

Ungewöhnliche Wolken über dem Hochgern

Begrüssung für „Brüder im Süden“

Findling mit schmiedeeisernem Kreuz und Inschrift „790 – 1990“ am Waldrand bei Vachendorf

Am Waldrand zwischen Vachendorf und Siegsdorf, fast ganz oben an der sogenannten „Schinderhöll“ liegt ein stiller Zeuge der Geschichte: der Jubiläumsstein von Vachendorf. Vielen ist er gar nicht bekannt. Denn er liegt ein wenig abseits, verborgen rechts zwischen Farn, Gras und Wurzelwerk. Immer wieder wird der Findling vom Wuchs der Vegetation verschluckt und muss dann … Weiterlesen

Historische Ansicht Hochfelln 1937

Ursprünglich habe ich den Zyklus „Die Brüder im Süden“ in einer hochdeutschen Fassung eingelesen – gewissermaßen als Zugeständnis an eine breitere Verständlichkeit. Doch je tiefer ich mich auf die Texte einließ, je weiter ich mich in ihren Rhythmus, ihre Herkunft, ihre Stimme versenkte, desto deutlicher wurde mir: Hochdeutsch war ein Kompromiss. Und zwar einer, der … Weiterlesen

Scherenschnitt einer Frau, die einem Kind und Tieren eine Geschichte vorliest, schwarz-weiße Silhouette

Zwei stolze Hähne streiten um einen Knopf, beide haben Recht, doch keiner behält ihn. Erst die Ziege bringt Klarheit.

Federzeichnung in Tusche einer älteren Geschichtenerzählerin mit Hut, umgeben von Natur

Thima – Die Lehrerin des Schönen Thima wurde als Figur in einer Erzählung geboren, inspiriert von Diotima aus Platons „Gastmahl“. In der Geschichte begegnet sie Karin und Martin auf einem Markt – als Blumenverkäuferin, die Sträuße nicht nur aus Kräutern und Blüten, sondern auch aus Worten bindet. Mit der Zeit ist Thima zu einer eigenständigen … Weiterlesen

Der Schreibtisch des Oisologen

Ich bin Künstler, Philosoph, eigentlich mehr Kallisoph. Ich schreibe für Zeitungen. Ich fotografiere. Ich male. Ich zeichne. Ich forsche über Heimat, Geschichte, Sprache. Ich entwerfe Systeme. Ich denke in Beziehungen. Und irgendwann habe ich gemerkt: Es gibt keinen Namen für das, was ich tue. Künstler allein genügt nicht. Denn mein Arbeiten umfasst mehr als Werke. … Weiterlesen

Ich glaube ich habe es verstanden: Der Berg selbst handelt nicht. Aber er reagiert. Und zwar sehr präzise. Er antwortet auf das, was wir tun und das schon seit Jahrtausenden. Nicht mit Worten. Mit Zeit. Mit Wassern, die sich neue Wege suchen. Mit Böden, die sich lockern. Mit Fels, der absinkt oder aufbricht. Mit Flora, … Weiterlesen

Da wo die Gondeln anrollen und wieder zurückrollen, dort habe ich mich hingestellt. Ich habe geschaut. Und dann habe ich ihn gefragt den Hochfelln: Was ist für dich Verantwortung? hab ich ihn gefragt. Er hat mich angeschaut, ja schon ein bisserl von oben herab hat er gschaut, aber das liegt vielleicht auch in der Natur … Weiterlesen

Das Thema „Werte“ hab ich auch angesprochen. Ich hab mich schon dran gewöhnt, dass man da nicht sofort eine Antwort bekommt. Ich habe also gefragt, ganz still, und ich hab gewartet. Denn ich wusste, wenn er antwortet, dann nicht schnell. Und dieses Mal hat es wirklich ziemlich lang gedauert, bis ich eine Antwort bekam. Vielleicht … Weiterlesen

Ich möchte euch jetzt erzählen, was mir meine Brüder im Süden über die Kultur gsagt haben. Des war wieder kein Gespräch im eigentlichen Sinn. Ich bin spazieren gegangen, irgendwo. Und wieder hab i sie gfragt, die zwei: Kultur, hab ich gfragt, Kultur, was bedeutet des denn für Euch? Ich hab geschaut. Ich hab gewartet. Es … Weiterlesen

Ein anderes Mal hab sie gefragt, wie das denn ist, mit dem Leben. Mit dem, was da so wächst auf ihnen, kreucht, fliegt und atmet. Und wieder hat zuerst der Hochfelln geantwortet in mir drinnen. Er hat gsagt: hier bin ich und ich hab ihm gesagt, dass es mir eine grosse Freude macht, wenn ich … Weiterlesen

In den letzten Tagen habe ich mich sehr intensiv mit den „Sieben Körpern“ beschäftigt. Und da habe nachgedacht: Was ist das eigentlich – Ressourcen, Leben, Kultur, Werte, Veranwortung und Handeln? Was bedeutet das denn wirklich? Und wie kann ich des vielleicht auch ausdrücken Dann is mir eine Idee gekommen: Ich frage einfach meine zwei Brüder, … Weiterlesen

Ich möcht euch jetz erzählen, was mir meine beiden Brüder über die Ressourcen gesagt habn. I habs gefragt, den Hochfelln zuerst. Ich habn lang oogschaut – nicht nur mit den Augen, sondern mit Zeit. Und i hab ean zuaghört. Und der Hochfelln hat mir dann geantwortet: Weisst, hat er g’sagt, woasst i bin Fels und … Weiterlesen

Bettina steht in einem Werkstattunterstand und lackiert konzentriert einen weißen Stuhl; sie trägt Kopfhörer.

Im Carport bei der Werkstatt im schattigen Unterstand arbeitet Bettina. Vor ihr sind Stühle aufgestellt wie Figuren eines stillen Spiels. Sie sind aus Eisen und Kunststoff, roh, entlackt, bereit für etwas Neues. Bettina trägt weißen Lack auf, Schicht für Schicht und mit ruhiger gleichmäßiger Hand. Doch während sie streicht hört sie nicht etwa dem Wind … Weiterlesen

Angelika an ihrem Glasbrenner, lächelnd bei der Arbeit in ihrer Werkstatt voller Glasstäbe

Cabouchon Farbe: Schlamm – Ressourcen Angelika hat diese gewölbte Kreisform gewählt, weil sie an die Erde erinnert – ruhig, dicht, unmarkiert. Es gibt keinen Stempel, kein Zeichen – nur das, was trägt. Für sie steht der Cabouchon für das Schlichte, das verlässlich da ist. Im Cabochon ruht die ErdeStill, gewölbt, ohne PrunkWas bleibt, braucht kein … Weiterlesen

Die Farben und ihre Namen Die hier gezeigten Farben sind Teil eines bewusst entwickelten Farbsystems. Jeder Farbton ist einem inhaltlichen Themenfeld – einem sogenannten „Körper“ – zugeordnet, etwa Ressourcen, Verantwortung oder Handeln. Die Namen der Farben wurden nicht zufällig gewählt sondern gezielt formuliert um die jeweilige Bedeutung der Farbe sprachlich zu fassen. Diese Palette verbindet … Weiterlesen

Junge Frau mit lavendelfarbenem T-Shirt und blauem Haarstreifen hält ein Smartphone in der Hand und lächelt, im Hintergrund ein grüner Weg entlang eines ruhigen Gewässers.

Es ist später Nachmittag, die Sonne hängt schräg über Traunstein und die Eisdiele hat schon geschlossen. Mira lehnt sich auf dem Heimweg an eine Mauer beim Stadtpark, die Hände um ihr Handy gelegt, das Display dunkel, die Tasche vom Eiskaffee noch über der Schulter. In der Luft liegt dieser warme, staubige Sommergeruch, den es nur … Weiterlesen

Scherenschnitt einer Frau, die einem Kind und Tieren eine Geschichte vorliest, schwarz-weiße Silhouette

Ein kluger Dachs trifft ein schweigendes Reh – und lernt, dass nicht alles Wissen gesagt werden muss. Eine feinsinnige Parabel über das Hören, das Schweigen und die Weisheit der Gegenwart.

„Eine Hand umfasst den Holzgriff einer Schaufel – bereit zum Handeln.“

Es reicht nicht einfach nur zu wissen. Es reicht auch nicht einfach nur zu fühlen oder spüren. Ein blosses Erkennen der Verantwortung reicht noch nicht aus. Irgendwann muss eine Hand zupacken, der erste Schritt gemacht werden oder auch ein Wort ausgesprochen werden das die Stille beendet. Handeln ist der Moment in dem Verantwortung und die … Weiterlesen

Ein Mann mit Brille blickt im Abendlicht nachdenklich über eine weite, sanfte Hügellandschaft.

Je mehr der Mensch vermochte, desto dringlicher wurde die Frage: Was darf ich denn tun – und was muss ich lassen? Mit der Macht kam auch die Fähigkeit Dinge weitreichend zu verändern. Und mit jeder Handlung und deren Reichweite wuchsen natürlich auch die Folgen. Und wer sich mit den Folgen auseinandersetzt – für den kann … Weiterlesen

Herz, Geldscheine, Goldmünzen, Buch und Richterhammer liegen symbolisch nebeneinander auf einem Holztisch.

Irgendwann genügte das einfache Dasein nicht mehr. Ein Stein war nicht länger mehr nur ein Stein. Er wurde zum Werkzeug, vielleicht auch zum Talisman. Und schließlich wurde er zum Tauschobjekt. Im Blick auf die Gegenstände und Ressourcen wuchs eine neue Fähigkeit: Nicht nur zu sehen und zu erkennen, sondern auch zu bewerten. Ein Tierfell konnte … Weiterlesen

Ein rötlich-brauner Handabdruck auf einer rauen Höhlenwand aus ockerfarbenem Stein.

Als das Leben begann, sich seiner selbst zu ahnen, da wuchs aus der Nacktheit der Existenz ein Kleid: es war ein Gewebe aus Zeichen, Tönen, Spuren und Bildern, es war ein Versuch, sich mitzuteilen noch bevor man verstand, was man eigentlich sagen wollte. Ein Handabdruck in erdigen Farbtönen, Ziegelrot oder Ocker auf einer Höhlenwand. Ein … Weiterlesen

Eine leere Schneckenschale liegt spiralig gewunden auf dunkler, feuchter Erde.

Es begann nicht mit einem Schrei sondern es begann mit einer Regung. Kaum merklich, kaum mehr als ein Zittern im Urschlamm der Materie. Eine Zelle teilte sich nicht weil sie neugierig war, nicht weil sie einen Plan hatte, nein sie hette keinen Plan, sondern weil das Leben einfach gar nicht anders konnte. Und plötzlich war … Weiterlesen

Steine liegen im warmen Licht auf trockener Erde; ein einzelner Fels im Vordergrund ist scharf fokussiert.

Am Anfang war kein Wort. Am Anfang war ein Brodeln, ein Schweigen, ein Drängen, es war eine vibrierende Gleichgültigkeit, die nicht fragte, sondern einfach da war. Und da war Raum, der noch keinen Namen hatte. Und da war Zeit, die sich selbst vergaß. Und da war Stoff – unendlich dumm, dabei aber unendlich bereit. Die … Weiterlesen

🪑 „Vom Sitzen zum Sehen – oder: Wie Angelique sechs Stühle rettete und Bettina sie zum Leuchten brachte.“ Man sagt, es begann an einem frühen Nachmittag im späten Sommer, als ein Sonnenstrahl schräg durchs Fenster der Gaststube im Forsthaus Adlgaß fiel, direkt auf eine Reihe alter Biergartenstühle, die da an der Wand lehnten wie Veteranen eines … Weiterlesen

Scherenschnitt einer Frau, die einem Kind und Tieren eine Geschichte vorliest, schwarz-weiße Silhouette

Ein stiller Falter, verborgen im Schatten der Brennnesseln, erkennt sein eigenes Leuchten – nicht durch Worte, sondern durch ein leises Gesehenwerden. Eine poetische Metapher für Selbstannahme.

Ein wettergegerbter Holzknecht mittleren Alters sitzt auf einem Baumstumpf im Wald. Er trägt einen alten Hut und einen dunklen Lodenumhang (Wetterfleck), raucht Pfeife und blickt ruhig in die Natur. Neben ihm lehnt eine Axt, daneben liegt ein Rucksack. Sonnenstrahlen dringen durch die Bäume.

Eine Stimme aus dem Wald. Ein Mensch aus der Vergangenheit.

Platzhaltergrafik mit dem Text ‚No Image Available‘ vor einem dunklen Hintergrund. Eine stilisierte Weltkugel ist zu sehen.

Die Holzerpartie war eine eigenständige, historisch kaum beachtete Sozialform innerhalb der vormodernen bis frühindustriellen Forstwirtschaft.

Scherenschnitt einer Frau, die einem Kind und Tieren eine Geschichte vorliest, schwarz-weiße Silhouette

Ein Taubenschwänzchen aus dem Süden erzählt im Chiemgau-Garten von fernen Landschaften. Neugier wird zu Nähe – und aus Fremde wird Heimat. Eine zarte Fabel über Zugehörigkeit und Gastfreundschaft.

„Zwischenräume – Die sieben Säulen“ ist eine ortsgebundene Kunstinstallation im Holzknechtmuseum Ruhpolding.

Thima ist keine gewöhnliche Figur. Sie existiert nicht aus Fleisch und Blut – und doch ist sie real.

Zwei Menschen sitzen auf einer Holzbank vor einer weißen Putzwand, freundlich in die Kamera blickend – Bettina und Jochen Nistler, die kesslfligga.

Bettina und Jochen Nistler Siegsdorfer Str. 12 83377 Vachendorf

Zwei Hände beim Handschlag. Symbolbild für Projektpartnerschaft. Schriftzug ‚Projektpartner‘ über dem Bild.

Dieses Kunstprojekt wäre ohne die Unterstützung und das Vertrauen unserer Partner nicht möglich. Wir danken für die Zusammenarbeit:

vier seltsame Forscher betrachten einen Stein

Eine glorreiche Offensive am Rande des Toteises. Ein Häuflein standhafter Unbeirrbarer hat sich versammelt, den Blick entschlossen gen Horizont, die Stirn in trotzigem Faltenwurf.

Bauer mit Traktor dem eine Wandergruppe den Weg versperrt

Dienstag, 18:47 Uhr, bei leichtem Wind aus westlicher Richtung Heute am Tüttensee Ich hatte mich kaum eine halbe Stunde zuvor…

Der Tüttensee ist ein kleiner Moorsee im Wald zwischen Grabenstätt und Vachendorf. Er liegt landschaftlich reizvoll und wird vor allem von Einheimischen als Naherholungsgebiet genutzt

Zwei Menschen sitzen auf einer Holzbank vor einer weißen Putzwand, freundlich in die Kamera blickend – Bettina und Jochen Nistler, die kesslfligga.

Zwei Menschen, die mit Geschichten reisen: Bettina und Jochen Nistler – die kesslfligga. Denkend, erzählend, gestalterisch unterwegs zwischen Alltag, Erinnerung und Idee.

Waldweg im warmen Abendlicht, der durch eine helle, grüne Landschaft führt.

Im Frühjahr 2025 begann ich, mich mit der Frage zu beschäftigen, wie sich Naturerleben, Verantwortung und digitales Erzählen miteinander verweben lassen. Gemeinsam mit meiner Frau entstand der Titel „Wir werden immer mehr“ – WIM. Ein Satz, der eher wie ein Gefühl kam als wie ein Konzept, und der sofort einen Resonanzraum öffnete. Aus diesem Impuls … Weiterlesen

Ein Architekturmodell aus Holzklötzen steht auf einem Zeichenpapier am Fenster. Draußen liegt eine neblige Hügellandschaft mit einem einzelnen Baum in sanftem Morgenlicht. In der rechten unteren Ecke ein dezentes Signet mit Flamme und den Initialen C×B

Anfang Februar 2025. Ich war eigentlich mit ganz anderen Dingen beschäftigt. Gemeinsam mit Florian Buchner von der Firma Classei in Marquartstein war ich an der Planung eines neuen Datenbanksystems für Heimatpflege und Archive. Wir hatten die Köpfe tief in Strukturen, Klassifikationen und semantischen Netzen. Die Idee war bestehende Inhalte nicht nur zu speichern, sondern auch … Weiterlesen

Ein einzelner, kahler Baum steht auf einer frostbedeckten Hügellandschaft, umgeben von morgendlichem Nebel. Goldenes Licht streift den Horizont, während im Tal sanfte Nebelschleier verweilen. Rechts unten ein dezentes Signet mit den Initialen C×B und einer stilisierten Flamme.

Im Dezember 2024 rief Betty Burkhard-Aicher von der ANL in Laufen bei uns an. Ob wir Lust hätten, ein Projekt künstlerisch zu begleiten, wollte sie wissen. Wir kennen und mögen uns seit vielen Jahren. Trotzdem war ich zögerlich. Es ist ja immer viel. Zu viel. Sie erwähnte etwas mit Almen. Mit Artenvielfalt. Das gefällt mir … Weiterlesen